Ruhr-Uni Bochum sagt Veranstaltungsreihe im Kontext der „Israeli Apartheid Week“ ab

Ruhr Uni N-Gebäude Foto: M Lizenz: Gemeinfrei

Die Ruhr-Universität Bochum hat eine geplante Veranstaltungsreihe im Kontext der „Israeli Apartheid Week“ kurzfristig abgesagt. Die Hochschulleitung begründet den Schritt mit Risiken für den Hochschulfrieden – und verweist auf Bezüge zur antisemitischen BDS-Bewegung und zu als extremistisch eingeordneten Netzwerken.

Die Reihe war von Studenten initiiert und zunächst genehmigt worden. Erst nach einer vertieften Prüfung zog die Universität die Reißleine und entzog die bereits erteilte Raumzusage wieder.

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Eine Frage der politischen Deutungsangeboten im öffentlichen Raum

Alena Jabarine am 25. Mai 2024, bei den 55. Römerberggesprächen Foto: Dontworry Lizenz: CC BY-SA 4.0

Am 23. April soll im Gebäude des Clara-Schumann-Gymnasiums in Bonn eine Lesung mit Alena Jabarine stattfinden. Veranstaltet wird der Abend vom Partnerschaftsverein Bonn–Ramallah e.V., die Räume stellt, formal neutral, die Stadt zur Verfügung. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Hier geht es nicht um eine harmlose Lesung, sondern um die Frage, welche politischen Narrative im öffentlichen Raum unwidersprochen verbreitet werden. Von unserem Gastautor Thomas Müller.

Der veranstaltende Verein inszeniert sich als Brückenbauer für Verständigung und Menschenrechte. Ein Blick auf seine öffentliche Kommunikation legt jedoch nahe, dass diese Brücke vor allem in eine Richtung führt. Das Leid der palästinensischen Bevölkerung wird ausführlich thematisiert, politische Forderungen werden formuliert, doch

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Weltenretter mögen keinen Widerspruch

Reste eines Plakats der Grünen Foto: Laurin


Die Anhänger der Grünen tun sich schwer damit, andere Meinungen zu ertragen. Selbst AfD-Fans sind entspannter. Kein Wunder: Wer glaubt, zu wissen, wie die Welt zu retten ist, sieht in Widerspruch eine Gefahr.

Für die FAZ hat das Institut für Demoskopie Allensbach die Anhänger der im Bundestag vertretenen Parteien unter anderem befragt, wie sehr es sie aufregt, wenn jemand

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Nam June Paik Award für Michael Beutler

Kunstmuseum Gelsenkirchen Foto: Jordi Lizenz: CC BY-SA 4.0

Michael Beutler erhält am 26. April den mit 25.000 Euro dotierten Nam June Paik Award. Der Kunstpreis der Kunststiftung NRW wird im Kunstmuseum Gelsenkirchen verliehen, wo auch Beutlers ausgezeichnete Arbeit entsteht: Die raumgreifende Installation „Tapetenwechsel“ verwandelt die Industriellenvilla des Museums in eine

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Die Republik diskutiert sich um den Verstand

Auf der Autobahn. Quelle: Wikipedia; Lizenz: Gemeinfrei

Man hat ja inzwischen das Gefühl, dass in diesem Land kaum noch ein Thema zu klein, zu absurd oder zu offensichtlich widersprüchlich ist, um nicht zur großen gesellschaftlichen Grundsatzdebatte aufgeblasen zu werden. Es wird diskutiert, debattiert, empört und moralisiert – und am Ende bleibt oft nur ein schales Gefühl zurück: Was genau war jetzt eigentlich der Punkt?

Nehmen wir doch mal diese herrlich schiefe Schieflage: Da strandet ein Buckelwal an der Ostsee, und plötzlich überschlägt sich die Republik vor Anteilnahme. Sondersendungen, Expertenrunden, Tränen in den Augen. Gleichzeitig rollen jeden Tag zehntausende Tiere anonym durch die Schlachthöfe dieses Landes – still, effizient und vor allem ohne öffentliche Betroffenheit. Der Wal bekommt einen Namen, die Kuh eine Nummer. Willkommen in der moralischen Lotterie unserer Zeit.

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Minigolf im Museum: Sonderausstellung im Dortmunder U

Minigolf Foto: Mike Fernwood Lizenz: CC BY-SA 2.0

Im Dortmunder U können Besucher bald zu Schläger und Ball greifen: Vom 19. April bis 7. Juni ist dort die Ausstellung „Zurück zum Beton: Ina Webers Trümmerbahnen-Minigolf“ zu sehen – und zu bespielen. Zwölf Bahnen verwandeln den Museumsraum in eine begehbare Landschaft aus Beton, Architektur und Nostalgie. Die Hindernisse auf

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