Cansın Köktürk (Die Linke): Die Vorwürfe sind haltlos. Die Kritiker gefährlich.

Cansın Köktürk mit einer Kuffiyeh im Bundestag
Cansın Köktürk, Bochumer MdB, Foto: cansinkoektuerk/x

Cansın Köktürk weist Antisemitismusvorwürfe zurück. Das darf sie. Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken geht allerdings weiter: Wer ihr Antisemitismus vorwirft, vergrößere die Gefahr für jüdische Menschen. Aus der Politikerin, deren Aussagen kritisiert werden, wird so die Anklägerin ihrer Kritiker. Eine bequeme Rollenverteilung.

In einem Instagram-Beitrag vom 4. Oktober 2026 erklärt Köktürk die Vorwürfe gegen sich und ihre Partei für haltlos. Sie richtet sich gegen „Springer & Co.“ und unterstellt diesen Kritikern, Antisemitismusvorwürfe politisch zu benutzen: um Widerspruch zu unterdrücken, Debatten zu beenden und staatliches Handeln vor Konsequenzen zu bewahren.

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Irlands Doppelmoral beschädigt den Fußball – UEFA ist gefordert

Der unbeantwortete Handschlag. Grafik: KI-generierte Illustration / Symbolbild.

Gegen Israel demonstriert Irlands Fußball plakative Verachtung. Gegen Katar dagegen galt Zurückhaltung und das klare Bekenntnis zum Sport. Das Verhalten zeigt eine – nicht nur – irische Doppelmoral und ein tief sitzendes Problem in Europa: Als sogenannte „Israelkritik“ getarnter Judenhass. Und die Bereitschaft, alles zu glauben, solange Israel dabei der Böse ist.

Zwei Länderspiele, zweimal dieselbe Botschaft. Vor den Nations-League-Partien gegen Israel am 27. September und 4. Oktober trugen irische Spieler schwarze Armbinden und senkten während der israelischen Hymne die Köpfe. Die irischen Kapitäne verweigerten ihren israelischen Gegenübern den Handschlag.

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Flydubai und die antisemitische Querfront

Jet von Flydubai Foto (Symbolbild): Kgbo Lizenz: CC BY-SA 4.0

Kaum war Flydubai-Flug FZ1073 sicher gelandet, formierte sich die digitale Querfront aus Groypers, rassistischen Antisemiten, islamistisch-antisemitischen Accounts und den üblichen „Ich stelle doch nur Fragen“-Scharlatanen. Ihr Urteil stand fest, bevor Flugschreiber, Cockpitrekorder und strukturelle Schäden vollständig ausgewertet waren: Mossad, False Flag, Psyop.

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Die Brandmauer fällt – jetzt muss die AfD liefern

AfD-Mahnwache gegen Extremismus. (Kein Scherz); Foto: Robin Patzwaldt

Am heutigen Dienstag dürfte in Sachsen-Anhalt die viel beschworene Brandmauer endgültig fallen. Tobias Rausch von der AfD soll zum Landtagspräsidenten gewählt werden. Möglich macht das ausgerechnet das BSW, während sich die CDU enthalten will. Politisch ist das ziemlich grotesk. Und trotzdem könnte dieser Tag eine wichtige Zäsur sein.

Ich gebe zu: Auch bei mir verursacht der Gedanke, dass ein AfD-Politiker eines der höchsten Ämter im Land übernimmt, Magengrummeln. Aber vielleicht sollten wir uns langsam ehrlich machen: Die Brandmauer hat ihren Zweck verfehlt.

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Duisburg: „Judenmord ist kein Widerstand“ – Gegendemo am 7. Oktober 2026

Mitglieder der jetzt gegründeten Gruppe auf der Pro-Israel-Demo am 14.05.2024 (Foto: Peter Ansmann)
Mitglieder der jetzt gegründeten Gruppe auf der Pro-Israel-Demo am 14.05.2024 (Foto: Peter Ansmann)

Zur angekündigten Kundgebung der „Aktionsgruppe Palästina“ am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers gibt es nun einen Gegenprotest: Dissens Duisburg ruft für den 7. Oktober 2026 unter dem Motto „Judenmord ist kein Widerstand“ auf die Straße. Die Teilnehmer der Gegendemo sammeln sich ab 17.00 Uhr auf der Königstraße, zwischen dem Forum und dem CityPalais in Duisburg.

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Ferat Koçak (Die Linke): Die Aufarbeitung ist offen. Das Ergebnis steht fest.

Ferat Koçak bei einer Veranstaltung in Berlin am 17. September 2022
Ferat Koçak (Die Linke) Berlin, 17. September 2022 (Foto: Stefan Müller, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Ferat Koçak hat Fehler eingeräumt und die Aufgabe seines Sitzes im Innenausschuss angekündigt. Seine Unterstützer aus den Palästina-Zusammenschlüssen der Linken werben nun für einen offenen Solidaritätsbrief. Der verlangt eine sachliche Aufarbeitung – und weist Forderungen zurück, ihm die Funktion als Sprecher für Antifaschismus zu entziehen. Über den Fehler darf gesprochen werden. Bei der Funktion ist das gewünschte Ergebnis schon eingetragen.

Am 1. Oktober 2026 veröffentlichte die LAG Palästinasolidarität NRW auf Instagram einen Aufruf zur Unterstützung Koçaks. Die Berliner Palästina-LAG und das Netzwerk Palästinasolidarität Niedersachsen sind als Mitautoren ausgewiesen. Es ist die Position dieser beteiligten Accounts, kein Beschluss der gesamten Linkspartei.

Der vollständige Brief im verlinkten Unterschriftenformular soll samt Unterstützungen an Parteivorstand und Fraktionsspitze übermittelt werden. Er fordert ausdrücklich die Bekämpfung organisierter Kriminalität und konkrete Belege für konkrete Handlungen. Ein Familienname oder eine Herkunft seien kein Beweis. Das ist richtig. Politische Verantwortung lässt sich allerdings ebenso wenig allein mit dem Hinweis auf mögliche rassistische Zuschreibungen erledigen.

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Aalto-Theater plant „Ruhrepos 2.0 27“

Aalto-Theater, Essen Foto: Thomas Robbin Lizenz: CC BY-SA 3.0

Von Bergbau bis Currywurst: Unter dem Titel „Ruhrepos 2.0 27“ wird sich das Aalto-Musiktheater in Essen in der kommenden Spielzeit in besonderer Weise der Stadt Essen und dem Ruhrgebiet widmen. Für das Bühnenprojekt schreibt der aus dem Ruhrgebiet stammende Komponist Gordon Kampe die Musik und übernimmt die musikalische Leitung.

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Der Ruhrpilot

Benjamin Limbach Foto (Ausschnitt): Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen Lizenz: CC BY-SA 2.0


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