Pakistans gefährliche Vermittlerrolle

Pakistanische Armee Foto: mniazi001 Lizenz: CC BY-SA 4.0

Pakistan ist für viele europäische Beobachter kein zentraler Akteur der internationalen Politik. Umso bemerkenswerter ist seine jüngste Rolle als Vermittler in den Gesprächen zwischen den USA und Iran. Für Islamabad bedeutet dies einen lange angestrebten Erfolg: Sichtbarkeit und Relevanz auf der globalen Bühne. Doch das Scheitern dieser Gespräche wirft eine grundlegendere Frage auf: Ist Pakistan tatsächlich ein geeigneter Vermittler oder eher ein geopolitischer Risikofaktor? Von unserer Gastautorin Paushali Lass.

Ein zentraler Aspekt wird dabei häufig ausgeblendet. Pakistan erkennt Israel nicht an und positioniert sich politisch wie rhetorisch klar gegen den jüdischen Staat. Verteidigungsminister Khawaja Asif bezeichnete Israel kürzlich als „Fluch für die Menschheit“ und als „krebsartigen Staat“. Diese Haltung ist nicht nur symbolisch. Sie stellt die notwendige Neutralität infrage, die jede glaubwürdige Vermittlung voraussetzt, insbesondere in einem Konfliktumfeld, das unmittelbar die Sicherheitsinteressen Israels berührt.

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Steigende Preise für Energie und Kraftstoffe belasten Haushalte mit niedrigen Einkommen besonders stark

Solarpark Foto: OhWeh Lizenz: CC BY-SA 2.5


Netzentgelte, CO₂-Zertifikate, die Energiewende und geopolitische Risiken wie die Blockade der Straße von Hormus treiben die Energiepreise in Deutschland weiter nach oben.

Die Folgen reichen weit über Industrie und Infrastruktur hinaus: Sie beschleunigen nicht nur die Deindustrialisierung und erschweren den Ausbau energieintensiver Rechenzentren, sondern treffen vor allem Haushalte mit geringem Einkommen.

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Theater Oberhausen inszeniert „Brokeback Mountain“

Theater Oberhausen (August 2012) Foto: Roger Weil Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Theater Oberhausen bringt die Geschichte „Brokeback Mountain“ nach der gleichnamigen literarischen Vorlage von Annie Proulx auf die Bühne. Bereits 2005 wurde Ang Lees Verfilmung der Kurzgeschichte zum oscarnominierten Blockbuster. Nach der Uraufführung in London inszeniert Intendantin Kathrin Mädler in Oberhausen nun die

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Alle gegen Reiche – Robert heißt jetzt Katherina

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Foto (Ausschnitt):  Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Lizenz: Copyright

 

Habeck zog Ablehnung bis Hass von Rechten, Wirtschaftsliberalen und der alten Energielobby auf sich. Bei seiner Nachfolgerin kommen die Angriffe von der Gegenseite – und aus den eigenen Reihen, sogar vom Kanzler. Dabei vertritt sie nur das, was Merz eigentlich wollte.

Publikum und Medien brauchen in jeder Regierung den einen oder anderen Watschenmann oder Watschenfrau, um an ihnen abzulassen, was sie an der jeweiligen Politik grundsätzlich verachten. Im letzten Merkel-Kabinett war es CSU-Verkehrsminister Scheuer, bei der Ampel wahlweise Robert Habeck oder Finanzminister und FDP-Chef Christian Lindner. In der schwarz-roten Regierung fällt Katherina Reiche diese Rolle zu. Ob zurecht oder zu Unrecht, hängt vom Standpunkt ab. Auffallend ist jedoch, dass kaum über den misogynen Anteil geredet wird.

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Wahlen in Ungarn – Eine historische Klatsche für Europas Links- und Rechtsextreme

Magyar bei einer Wahlkampfveranstaltung am 2. Juni 2024 Foto: MrSilesian Lizenz: CC0


Ungarns nächster Ministerpräsident heißt Péter Magyar. Ihm ist es gelungen, was viele jahrelang für unmöglich hielten: Er hat Viktor Orbán besiegt, und das mit einem Erdrutschsieg. Nach 16 Jahren wird es einen Regierungswechsel an der Donau geben. Der Sieg Magyars bricht dabei mit zahlreichen Dogmen, aus denen Europas Politik schnell lernen sollte.

Magyar Sieg eint Europas politische Linke und extreme Rechte, da beiden das Ergebnis überhaupt nicht gefallen kann. Fraglos ist es aber insbesondere für AfD, Rassemblement National, Lega und Konsorten eine Katastrophe. In Online-Foren, bei Social Media und auf zahllosen Plattformen wurde Ungarn von Rechtsextremen auf der ganzen Welt gerne als Sehnsuchtsland dargestellt. Auswandern

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Dortmund wird Pilotkommune für bundesweite Deutschland-App

iPhones Foto: Pyoter.k Lizenz: CC BY-SA 4.0

Dortmund beteiligt sich als Pilotkommune an der Entwicklung der Deutschland-App. Mit dem Projekt will die Bundesregierung Verwaltungsprozesse digital, effizient und bürgerfreundlich gestalten. Die App soll künftig einen zentralen Zugang zu Verwaltungsleistungen bieten. Bürger können darüber u. a. Anträge stellen, Termine buchen, ihre Identität digital verifizieren und Informationen abrufen. Perspektivisch sollen weitere Services wie Kindergeldanträge und Wohnsitzanmeldungen dazukommen. Die Stadt Dortmund bringt in das Projekt Erfahrungen mit ihrer eigenen Bürgerservice-App ein.