Toleranz – missverstanden und unterschätzt

Bild: KI-generiert

Was ist eigentlich Toleranz? Und was ist es nicht? Wir verwenden diesen Begriff häufig inflationär und eigentlich positiv konnotiert. Aber in unseren aufgeregten Zeiten wird Toleranz oft zu einer sprachlichen Floskel, die den Wert dieses Wortes eher diskreditiert.

Die meisten Menschen würden von sich selbst sagen, sie seien tolerant. Ob die Nachbarn verheiratet sind oder ohne Trauschein zusammenleben, welchen Kleidungsstil jemand pflegt, welche Musikrichtung andere bevorzugen – dies alles sind Themen, die kaum noch interessieren, schon gar nicht mehr als Aufreger taugen. Normen sind im steten Wandel begriffen und ändern sich im Lauf der Zeit, so dass gesellschaftliche Entwicklungen sozusagen „nebenbei“ passieren. Was gestern noch unerhört schien, ist heute kein Thema mehr.

Ganz anders sieht es dagegen bei politischen und gesellschaftlichen Ansichten aus, die man selbst nicht teilt oder sogar entschieden ablehnt. Sie werden zu Prüfsteinen des sozialen Miteinanders und nicht selten, um im Bild zu bleiben, zu Stolpersteinen.

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Dann halt mit den Mullahs: Hauptsache gegen Israel und Amerika!

Lanz vor einem Bild angeblicher Mullah-Massenunterstützung Foto: Screenshot

Im Iran ist Krieg, und im Krieg gibt es Dinge, die man wirklich nicht verstehen kann. Und eine der irrsten Begebenheiten ist, dass plötzlich die politische Linke mit den Mullahs unironisch sided und zahlreiche deutsche Medien jeden noch so dämlichen Propagandazipfel aus Teheran übernehmen, wenns nur dem großen Ziel dient:

Hauptsache gegen Amerika und Israel.

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20.000 Atomtote in Deutschland

Der Bayerische Rundfunk erfindet Atomtote Foto: Screenshot

Wie an jedem 11. März, so war es auch diesmal wieder so weit: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk berichtet über Japan, das am Jahrestag der „Atomkatastrophe von Fukushima“ 20.000 Atomtote betrauert – angeblich.

Tatsächlich betrauert Japan am 11. März die ca. 20.000 Opfer des Tōhoku-Erdbebens, das am 11.3.2011 eine Tsunami auslöste. Der überflutete mit einer lokal bis zu 40 Meter hohen Flutwelle eine Fläche von über 500 km² der japanischen Pazifikküste und drang an einigen Stellen 10 km weit ins Landesinnere vor.

Diese Fakten hinderten den Bayerischen Rundfunk nicht, zu berichten: „Japan gedenkt der Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima: Landesweit legten die Menschen Blumen

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Abschied ohne Applaus: Die nächste BVB-Abrechnung

BVB-Sportgeschäftsführer Lars Ricken steht vor großen Herausforderungen. Foto: Robin Patzwaldt

Bei Borussia Dortmund lässt sich die verfehlte Personalpolitik der vergangenen Jahre inzwischen kaum noch kaschieren. Der kommende Sommer droht zu einer Art Sammelstelle für Fehlentscheidungen zu werden. Mehrere Spieler verlassen den Klub ablösefrei – und hinterlassen dabei vor allem eines: ein finanzielles Loch.

Millionenverluste sind programmiert. Nicht nur, weil mögliche Ablösesummen ausbleiben. Sondern auch, weil einige dieser Profis über Jahre hinweg Gehälter kassierten, die im Rückblick nur schwer zu rechtfertigen sind. Während der Kader sportlich immer dünner an wirklichen Unterschiedsspielern wird, muss der Klub gleichzeitig versuchen, ohne entsprechende Einnahmen eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen.

Der einstige Ruf als Sprungbrett für Weltstars wirkt inzwischen wie eine ferne Erinnerung.

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Karl Lauterbach erklärt aus Versehen die Unmöglichkeit der Energiewende

Karl Lauterbach, SPD (Foto: Roland W. Waniek)

Teurer und schmutziger Strom, zu wenig Energie für Rechenzentren und die explodierenden Preise für Gas, Benzin und Diesel haben dazu geführt, dass in Deutschland wieder über Kernkraft geredet wird. Selbst Patrick Graichen (Grüne), Robert Habecks ehemaliger Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und einstiger Chef der Lobby-Organisation Agora Energiewende, hat seinen Frieden mit der Kernkraft gemacht. Der sagte Anfang März im Interview mit der

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Acht Ruhrgebiets-Krankenhäuser unter den Top-100 in Deutschland

Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum Foto: Manfred Kopka Lizenz: CC0

Gleich acht Ruhrgebiets-Kliniken gehören zu den besten 100 Krankenhäusern in Deutschland. Das ergibt ein aktuelles Ranking des Magazins „Newsweek“. Das wird regelmäßig in Zusammenarbeit mit der Online-Plattform Statista erstellt. Es vergleicht Krankenhäuser weltweit und listet auch die führenden Kliniken in Deutschland auf.

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Ein Unternehmer will die abgeschalteten deutschen Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen

Ging Ende 2021 vom Netz: Kernkraftwerk Brokdorf Foto: Alois Staudacher Lizenz: CC BY-SA 3.0


Im April 2023 wurden die letzten Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet. Der Bundeskanzler sagt, diese Entscheidung sei nicht mehr rückgängig zu machen. Ein Unternehmer aus Düsseldorf will die Reaktoren jedoch wieder an Netz bringen, um den Strom in Deutschland sauberer und billiger zu machen.

Thomas Jobsky sitzt in der Lobby des Clayton Hotels im japanischen Viertel Düsseldorfs, während Nordrhein-Westfalen im Schnee versinkt. An diesem Januartag schlittern Autos durch den bräunlichen Matsch auf den Straßen und laufen die Heizungen auf Hochtouren. Der Strom, der an diesem Tag durch die Leitungen fließt, ist schmutzig: Mit 377 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde

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Spargel-Hysterie in Deutschland: Wenn der Hype einem den Appetit verdirbt

Ein klassisches Spargel-Gericht. Quelle: Wikipedia, Foto: Elya (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Eines mal gleich vorneweg: Ich mag Spargel. Wirklich. Schon seit meiner Kindheit in den 1970er-Jahren gehörte es bei uns zur Tradition, sich im Frühjahr zwei- oder dreimal dieses sogenannte „königliche Gemüse“ zu gönnen. Trotz der Preise. Denn billig war Spargel noch nie. Für ein Kilo bekommt man im Zweifel auch ein ordentliches Stück Fleisch.

Und trotzdem: Spargel schmeckt hervorragend. Gerade rund um Ostern stand er früher bei uns gelegentlich auf dem Tisch, und diese Mahlzeiten hatten tatsächlich etwas Besonderes. Man freute sich darauf – aber eben so, wie man sich auf viele gute Dinge freut: ohne großes Tamtam.

Heute allerdings ist aus dieser angenehmen Tradition etwas geworden, das man kaum noch ertragen kann.

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