An der Geschäftsstelle des FC Bayern München. Foto: Robin Patzwaldt
Keine zwei Wochen mehr, dann rollt der Ball auch in der 1. Fußball-Bundesliga wieder. Eigentlich ein Grund zur Freude. Ich versuche mich dieser Tage tatsächlich schon ein wenig auf die neue Saison einzustimmen und irgendwo zwischen Transfers, Aufsteigern, Außenseitern und der Hoffnung auf ein bisschen Spannung so etwas wie Vorfreude zu entwickeln.
Doch dann begeht man den Fehler, sich durch die großen Sportseiten und Fußballsendungen zu klicken. Und plötzlich bekommt man den Eindruck: Die Bundesliga besteht aus genau einem Verein. Dem FC Bayern München.
Blick von Erftstadt aus auf Windräder und die Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Niederaußem Foto: GeroO / erftstadtwiki.de Lizenz: CC BY-SA 4.0
Noch sorgen Braunkohlegrube und Kraftwerke für Energie und Jobs im Rheinischen Revier zwischen Aachen, Köln und Düsseldorf. Nun soll der Strukturwandel dafür sorgen das HighTech und Ökostrom Jobs bringen und die Versorgung sichern.
Wenn Martin Mertens vor sein Haus tritt, sieht er den Kölner Dom, den Düsseldorfer Fernsehturm, drei Braunkohlekraftwerke und die Schornsteine der Chemieparks in Dormagen und Leverkusen. Der Sozialdemokrat ist Bürgermeister von Rommerskirchen. Die Stadt mit ihren gut 14.000 Einwohnern liegt im Rhein-Kreis Neuss und damit mitten im größten Strukturwandelprojekt Nordrhein-Westfalens: 2030 sollen die Braunkohlekraftwerke abgeschaltet und der Abbau in den Tagebauen beendet werden. Nach jahrzehntelangen Kämpfen um Tagebaue wie Garzweiler endet eine Ära. Deutschland und NRW wollen klimaneutral werden.
Schlossplatz Zweibrücken, Oberlandesgericht by Immanuel Giel cc 4.0
Ein Hakenkreuz, „untrennbar verknüpft“ mit dem Davidstern und „inhaltlich mit diesem gleichgesetzt“? Die NS-Tyrannei mit der israelischen Demokratie? Das sei eine „kritische Verwendung“ des NS-Symbols, hat das OLG Zweibrücken kürzlich entschieden, es falle unter die Meinungsfreiheit, schließlich hetze es nicht. Gegen wen nicht? Das wissen die Oberlandesrichter nicht so genau.
Manchmal ist es ein Buchstabe, der entscheidet. Darüber, ob man, auch wenn man kein Jurist ist, ein Urteil versteht, das ein Oberlandesgericht gesprochen hat. In diesem Fall das Pfälzische in Zweibrücken, der Fall:
Drei Wochen nach 10/7, dem größten Massaker an Juden seit dem Ende der NS-Barbarei, hatte eine Frau einen Post auf Social Media abgesetzt, in dem, so die Beschreibung des OLG, „Handlungen des Staates Israel mit den Handlungen der Nationalsozialisten in tabellarischer Ansicht gegenübergestellt werden“. Hashtag „FREEPALESTINE“, oben drüber „eine halbe Hakenkreuzfahne in Kombination mit der halben Fahne Israels“. Der „inhaltliche“ Vergleich: hier „’Nazis’“, dort „’Israel’“, hier „’arische’“, dort „’jüdische Überlegenheit’“, hier ‚“millionenfache Vertreibung’“, dort ebenfalls, hier „’Ghettos & Camps’“, dort „’Ghettos & Camps’“, hier „’Gas Chambers’“, dort „’Carpet Bombing’“. Im Januar 2024 der nächste Post der Dame, ein „Bildbeitrag“, Gaza eingemauert und von „mutmaßlichen Soldaten“ beschossen, auf der Mauer ein Davidstern, in dessen Mitte ein Hakenkreuz. Die Frau war im Mai 2025 wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstraße verurteilt worden, sie hatte Revision eingelegt. Und?
Seit April 2024 ist der Besitz und Eigenanbau von Cannabis in Deutschland innerhalb bestimmter Grenzen legal. Ganz verschwunden aus den Gerichtssälen sind Cannabisdelikte damit allerdings nicht. Im vergangenen Jahr wurden in Nordrhein-Westfalen 2.321 Menschen nach dem neuen Konsumcannabisgesetz verurteilt.
Das geht aus der Strafverfolgungsstatistik 2025 hervor, für die Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) erstmals Daten zu Verurteilungen nach dem Konsumcannabisgesetz ausgewertet hat.
Niedergelegte Blumen und Kerzen nach dem Messeranschlag in Solingen vor der Evangelischen Stadtkirche Foto: Nicola Lizenz: Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0
NRW:Opposition wirft Land neue Geheimniskrämerei zu Solingen-Anschlag vor(€)…RP NRW: Warum fördert NRW Medien-Resilienz in Nordmazedonien?(€)…WAZ NRW:FDP kritisiert „Bürokratieburnout“ im Land…RP
Björn Höcke auf DDR-Moped Simson Foto: AfD Thüringen/Björn Höcke
Was der Herr getrennt hat, soll der Mensch nicht fügen: Ost- und Westdeutschland gehören nicht zusammen. Alle wissen es, lange Zeit hat es kaum jemand gewagt, es auszusprechen. Das ändert sich gerade.
Als vor zwei Jahren angesichts der damals drohenden Ergebnisse der Wahl in Thüringen auf diesem Blog die Idee der Wiedertrennung diskutiert wurde, waren die Reaktionen eher verhalten. Das hat sich geändert: In dem Artikel „Wehe, wenn die Langmut im Westen endet“ hat Reinhard Bingener in der FAZ die demokratischen
Ungeliebter Kanzler Friedrich Merz (Foto: Roland W. Waniek)
Die Angst vor weiteren Erfolgen der AfD bei den kommenden Wahlen wächst in Deutschland gerade ziemlich flächendeckend. Teilweise nimmt das schon fast hysterische Züge an. Aber gut, das ist ein anderes Thema. Über den aus meiner Sicht ziemlich ungeschickten Umgang von Politik und Medien mit der AfD habe ich mich hier im Blog gestern bereits ausgelassen.
Heute geht es mir hier um einen anderen Punkt, der dieser Partei geradezu den roten Teppich ausrollt: den etablierten Parteien gehen die echten Persönlichkeiten aus.
Mistral? Klingelt da was? Vibe, bis vor kurzem unter dem Namen Le Chat bekannt, ist der KI-Assistent des 2023 gegründeten französischen KI-Unternehmens Mistral und war in den vergangenen Jahren der einzige europäische Konkurrent zu den großen US-Angeboten ChatGPT, Claude und Gemini sowie den chinesischen Open-Weight-Modellen. Luminous, das KI-Modell von Aleph Alpha, hat das Feld bereits vor zwei Jahren aufgegeben.
Mistral hatte nie ein Spitzenmodell im Angebot, schaffte es aber immerhin in die Top 50, wenn auch auf einen der hinteren Plätze. Nun ändert das Unternehmen seine Strategie. Zwar will Mistral weiterhin eigene Modelle entwickeln, doch zugleich baut es massiv seine Serverkapazitäten aus und öffnet seine Infrastruktur für
Um das festzustellen, muss man ihm nichts unterschieben.
MdB Mirze Edis (Die Linke) tut es trotzdem. In seinem Instagram-Beitrag (und auf Facebook) macht er aus Ben-Gvirs Forderung nach „gezielten Tötungen“ eine Forderung, täglich 30 bis 40 „unschuldige Palästinenser“ zu ermorden. Das Wort „unschuldig“ fällt im Original nicht.
Am Ende des vollständigen Gesprächs spricht Ben-Gvir ausdrücklich von „Terroristen“.
Genau diese Passage zeigt Mirze Edis nicht.
Was, beim dauerempörtesten Mitglied des deutschen Bundestags wo gibt, natürlich Sinn macht:
Die Forderung, gezielt Terroristen auszuschalten, hat nicht denselben Skandalisierungswert wie „Der Faschist Ben-Gvir fordert, dass jeden Tag 30 bis 40 unschuldige Palästinenser ermordet werden sollten.“