
Ich war heute auf einer großen Beerdigung in Dortmund. Allerdings wurde dort kein geliebter Mensch zu Grabe getragen, sondern ein Kaufhaus. Für viele mag das übertrieben klingen. Wer jedoch über Jahrzehnte regelmäßig im Saturn am Westenhellweg ein- und ausging, der weiß, dass es sich eben nie nur um irgendein Geschäft gehandelt hat.
Bis Ende des Monats läuft dort noch der große Räumungsverkauf. Auch ich wollte mich nicht verabschieden, ohne noch ein letztes Mal durch die vertrauten Gänge zu laufen. Schließlich habe ich dort im Laufe meines Lebens hunderte CDs, etliche DVDs, Fernseher, Computer, Smartphones und zahllose weitere Elektronikartikel gekauft. Zigtausende Euro dürften dort im Laufe der Jahre von meinem Konto auf das des Unternehmens gewandert sein.
Doch der Besuch fühlte sich seltsam an. Statt der geschäftigen Atmosphäre vergangener Tage dominierten






