
Oder: Warum der Mythos Che Guevara auf den Müllhaufen der Geschichte gehört
Heute, am 9. Oktober, feiert die Linke wieder einen ihrer liebsten Mythen. Am Todestag des argentinischen Arztsohns Ernesto Guevara de la Serna wird in Parteizentralen, linken Postillen und den einschlägigen Social-Media-Blasen andächtig Revolutionsfolklore aufgewärmt.
Kaum ein Konterfei prangt bis heute so ungeniert auf T-Shirts, Arsch-Tattoos, Kaffeetassen und in WG-Zimmern wie das des Mannes, den die Welt nur als „Che“ kennt. Der verträumte Blick in die Ferne, Baskenmütze mit Stern – Alberto Kordas Foto hat einen rücksichtslosen Ideologen in eine weltweite Pop-Ikone verwandelt. Für saturierte Wohlstandsbürger und Alt-68er gilt er noch immer als heroischer Rebell gegen das „imperialistische Establishment“.
Zeit, die Legende abzuräumen. Hinter dem Abziehbild steckt kein edler Freiheitsheld, sondern das reale Gesicht eines totalitären Fanatikers: ein Exekutor, ein ökonomischer Blindflieger und ein militärischer Versager.

Bild: Wie ungebrochen der Kitsch bis heute gepflegt wird, beweisen die alljährlichen Gedenk-Posts, wie z.B. vom LINKE MdB Sören Pellmann (Screenshot Facebook).