
Pakistan ist für viele europäische Beobachter kein zentraler Akteur der internationalen Politik. Umso bemerkenswerter ist seine jüngste Rolle als Vermittler in den Gesprächen zwischen den USA und Iran. Für Islamabad bedeutet dies einen lange angestrebten Erfolg: Sichtbarkeit und Relevanz auf der globalen Bühne. Doch das Scheitern dieser Gespräche wirft eine grundlegendere Frage auf: Ist Pakistan tatsächlich ein geeigneter Vermittler oder eher ein geopolitischer Risikofaktor? Von unserer Gastautorin Paushali Lass.
Ein zentraler Aspekt wird dabei häufig ausgeblendet. Pakistan erkennt Israel nicht an und positioniert sich politisch wie rhetorisch klar gegen den jüdischen Staat. Verteidigungsminister Khawaja Asif bezeichnete Israel kürzlich als „Fluch für die Menschheit“ und als „krebsartigen Staat“. Diese Haltung ist nicht nur symbolisch. Sie stellt die notwendige Neutralität infrage, die jede glaubwürdige Vermittlung voraussetzt, insbesondere in einem Konfliktumfeld, das unmittelbar die Sicherheitsinteressen Israels berührt.







