Hat DER SPIEGEL ein Antisemitismusproblem?

Der Leitsatz „Sagen, was ist“ galt für den Gründer des Spiegel, Rudolf Augstein (1923 – 2002), als zentrales Prinzip von Berichterstattung: Journalismus sollte Fakten recherchieren, Missstände aufdecken und die Realität möglichst wahrheitsgetreu darstellen. Heute sind suggestive Konstruktionen zu oft an der Tagesordnung. / Foto: KI-Montage

Es gibt Journalisten, die Missstände aufdecken. Und es gibt Journalisten, die Missstände erst herstellen. Die Artikelserie des SPIEGEL-Autors Hannes Schrader über das Berliner ZERA Institute gehört zur zweiten Kategorie. Seit Monaten wird aus jedem neuen Anlass dieselbe Geschichte erzählt: dieselben Vorwürfe, dieselben Personen, dieselben Andeutungen. Was nicht ins Narrativ passt, verschwindet. Dafür wird längst Widerlegtes immer wieder neu aufgewärmt. Bis heute bezeichnet Der Spiegel das ZERA Institute als „angeblichen Thinktank gegen Antisemitismus“. Ein Institut, das in der jüdischen Gemeinschaft breite Unterstützung findet und vom israelischen Botschafter persönlich als wichtige Initiative gegen modernen Antisemitismus gewürdigt wurde, entwertet Schrader mit einem einzigen Wort: „angeblich“.

Die folgenden Beispiele zeigen, dass es sich nicht um einzelne Fehlleistungen handelt, sondern um ein wiederkehrendes journalistisches Muster.

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Der Ruhrpilot

Markus Krebber, CEO RWE AG Foto: RWE

Ruhrgebiet: Industrievertreter und Gewerkschafter stellen Klimaziel 2045 infrage…Welt
NRW: LKA-Chef warnt vor Linksextremisten…KStA
NRW: AfD-Parteichef Martin Vincentz setzt sich und seine Kandidaten durch(€)…WAZ

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Hetzjagd von Erfurt: Die Selbstermächtigung zur Gewalt hat eine lange Vorgeschichte

Demonstrant mit palästinensischem Terrorlappen in Erfurt Foto: Widersetzen Lizenz: CC BY-NC 4.0


Das ZDF hat im Kielwasser der Hetzjagd von Erfurt einen „Faktencheck“ zur Pressefreiheit vorgelegt und kam zu einem ganz und gar überraschenden Ergebnis: Die Pressefreiheit gilt tatsächlich auch für nicht linke Journalisten. Donnerwetter, wer hätte das gedacht.

Nun mögen manche sagen: Ist doch gut, wenn es jemand feststellt. Ja, kann man so sehen. Doch wirkt es einfach skurril und lässt tief blicken, eine derart banale Frage der Mühe zu unterziehen, einen hochtrabenden Faktencheck zu erstellen. Es suggeriert, dass es über

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Vom ewigen Geschenk an die AfD

Jens Spahn, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Ein entschlossener Rechtsstaat muss sich gegen Extremismus wehren – daran gibt es keinen vernünftigen Zweifel. Doch ebenso gilt: Wer eine politische Partei dauerhaft kleinhalten oder zurückdrängen will, muss sie vor allem politisch schlagen.

Genau an diesem Punkt scheitern große Teile des bürgerlichen Lagers seit Jahren auf bemerkenswert konsequente Weise. Statt die AfD inhaltlich zu stellen, liefert man ihr immer neue Vorlagen für ihre eigene Erzählung. Und genau deshalb wächst die Partei vielerorts weiter.

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Offener Brief an Axel Prahl: „Nicht ein einziger Punkt der Genozid-Definition ist durch den urbanen Krieg in Gaza erfüllt“

WDR-Dreharbeiten zu Tatort Münster „Lakritz“ Axel Prahl in der Rolle des Tatort-Kommissars Frank Thiel Jan Josef Liefers in der Rolle des Rechtsmediziners Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne Christine Urspruch in der Rolle der Silke Haller („Alberich“) als Stellvertreterin und engste Mitarbeiterin von Boerne Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

In einem Offenen Brief an den Schauspieler Axel Prahl fordern der Journalist Tobias Huch und die jüdische Aktivistin Malca Goldstein-Wolf ihn auf, keine antiisraelischen Genozid-Legenden zu unterstützen.

Sehr geehrter Herr Prahl,

Sie spielen in dem wichtigen Film „Block 10“ den KZ-Arzt Dr. Clauberg in Auschwitz. Allein schon berufsbedingt haben Sie sich also mit der Lebensrealität von Jüdinnen und Juden im Dritten Reich und mit der industriellen Vernichtung des jüdischen Volkes in den Konzentrationslagern der Nazis auseinandergesetzt.

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„Vielleicht gibt es auch keine einfache Lösung.“

Herbert Reul, CDU (Foto: Roland W. Waniek)
Herbert Reul, CDU (Foto (Archiv): Roland W. Waniek)


In Düsseldorf und Köln hat der Crack-Konsum in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Die Oberbürgermeister der beiden Städte wollen den Handel mit kleinen Mengen tolerieren. Die Drogenhilfe ist dafür, die Landesregierung skeptisch und die Polizei schlägt einen dritten Weg vor.

Wie in anderen Großstädten hat der Crack-Konsum auch in Düsseldorf und Köln stark zugenommen. „Wir haben 2016 zum ersten Mal in dem Drogenkonsumraum, den wir betreiben, mit Crack zu tun gehabt“, sagt Michael Harbaum von der Drogenhilfe Düsseldorf. Einer der Vorteile von Drogenkonsumräumen sei, dass man früh Trends mitbekomme. „Waren es damals 210 Drogenkonsumvorgänge im Jahr, hat sich die Zahl bis 2025 auf 38.000 Drogenkonsumvorgänge gesteigert.“ Es gehe nicht um Konsumenten, sondern um

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Der Ruhrpilot

Braunkohletagebau Bergheim Foto: Alexander Orth Lizenz: Gemeinfrei


NRW:
Steht Kohleausstieg 2030 vor dem Aus?(€)…WAZ
NRW:
Bahn streicht ICE-Halte in Düsseldorf und im Ruhrgebiet…RP
NRW: Bahn beginnt nächstes Großprojekt in Nordrhein-Westfalen…NTV

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