WM 2026: Warum die Aufregung um Lennart Karl alarmierend ist

Deutschland im Fußballfieber. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Je näher die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt, desto größer werden die Zweifel an der Personalpolitik von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dabei geht es längst nicht mehr nur um taktische Fragen oder die Zusammensetzung des Kaders. Vielmehr entsteht zunehmend der Eindruck, dass die deutsche Nationalmannschaft ihre Hoffnungen auf zu viele Unsicherheiten stützt.

Bereits die Diskussion um Manuel Neuer zeigt das deutlich. Der mittlerweile 40-jährige Torhüter reist mit einer Verletzungshistorie und körperlichen Fragezeichen in Richtung Nordamerika. Statt frühzeitig Klarheit auf der Torwartposition zu schaffen, scheint Nagelsmann darauf zu hoffen, dass der ehemalige Weltklassekeeper noch einmal rechtzeitig fit wird. Eine riskante Strategie für ein Turnier, bei dem Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg entscheiden können.

Doch die Debatte um Neuer wird inzwischen von einer anderen Personalie überlagert: dem verletzungsbedingten WM-Aus von Lennart Karl. Und genau hier offenbart sich ein noch größeres Problem.

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KölnRheinRuhr finalisiert Bewerbungskonzept für Olympia: Essen, Duisburg und Bochum als Austragungsorte gesezt

Das Ruhrstadion in Bochum. Foto: Roland W. Waniek

KölnRheinRuhr hat die finalen Unterlagen für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044 beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingereicht. Das Bewerbungskonzept wurde noch einmal geschärft und an den Standorten Essen, Duisburg und Bochum angepasst.

Die Wettbewerbe im Wasserball sollen nun am international erprobten Wasserball-Standort Duisburg stattfinden – und nicht wie vorab geplant in Wuppertal. Die Finalwettkämpfe im Boxen sollen jetzt im Vonovia Ruhrstadion vor noch größerer Kulisse mit rund 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern starten und nicht mehr in der Messe Essen. Dafür finden die Mountainbike-Wettbewerbe jetzt in Essen und

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Der Ruhrpilot

Schule in NRW Foto: Jan Mathys Lizenz: CC BY-SA 3.0


NRW:
Scheitern NRW-Schulideen an der Realität?(€)…WAZ
NRW: Warum Wüst Großsprecherei gar nicht nötig hätte(€)…WAZ
NRW: Ministerin Schäffer kritisiert EU-Asylpläne…NRZ

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TSV 1860 München: Ein Traditionsverein als Mahnmal des modernen Profifußballs

1860 München im Jahre 2017 in der Regionalliga. Quelle: Wikipedia, Foto: Chaddy, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wer geglaubt hatte, dass zwischen dem Ende der Bundesligasaison 2025/26 und der bevorstehenden Weltmeisterschaft eine ruhige Phase im Fußballgeschäft eintreten würde, wurde in den vergangenen Tagen eines Besseren belehrt. Kaum ein Thema hat die Schlagzeilen so stark geprägt wie die dramatischen Entwicklungen beim TSV 1860 München. Der ehemalige deutsche Meister und einstige Champions-League-Teilnehmer steht erneut vor einem sportlichen und wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Statt von einer Rückkehr in höhere Spielklassen zu träumen, müssen sich die Löwen nun mit der Realität eines Absturzes in die Regionalliga auseinandersetzen.

Der Fall des Traditionsvereins ist dabei weit mehr als eine lokale Geschichte aus München-Giesing. Er steht beispielhaft für die Probleme vieler Traditionsklubs, die zwischen wirtschaftlichen Zwängen, Machtkämpfen und unrealistischen Erwartungen zerrieben werden. Während moderne Werks- und Investorenvereine regelmäßig für Diskussionen sorgen, zeigt 1860 München vor allem eines: Tradition allein reicht längst nicht mehr aus, um dauerhaft erfolgreich zu sein.

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Juden nicht erwünscht: Ein Hotel im Bayerischen Wald will keine Touristen aus Israel

Kjetil Ree: „Juden Werden Hier Nicht Bedient“, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
Kjetil Ree: „Juden Werden Hier Nicht Bedient“ Lizenz: CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Ein Israeli buchte über die Online-Plattform „Booking.com“ ein Zimmer im Hotel „Zum Hirschen“ im Bayerischen Wald. Als Antwort erhielt er eine Nachricht, in der es hieß, dass Juden dort nicht erwünscht seien. In einem Statement versuchte ein Vertreter des Hotels eine Begründung.

Anfang Juli entschied sich ein Israeli, über dessen Identität keine Einzelheiten bekannt sind, Urlaub im Bayerischen Wald zu machen. Im Luftkurort Lam nahe der tschechischen Grenze fand er über das Online-Portal „Booking.com“ das Hotel „Zum Hirschen“ und buchte dort ein Zimmer. Als Antwort erhielt er eine Nachricht des Hotels, in der „Sorry, there are no Jews allowed in our hotel“ stand. Durch einen Post der israelischen Generalkonsulin Talya Lador-Fresher wurde der Fall öffentlich und schlug medial hohe Wellen.

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Darum sind Pflegeheimplätze in NRW so teuer

Pflegeheim Foto (Symbolbild): Klaus Bärwinkel Lizenz: CC BY-SA 4.0


Ein Platz in einem Pflegeheim kostet immer viel Geld, doch in Nordrhein-Westfalen sind sie besonders teuer. Ein Grund sind die Rekord-Investitionskosten.

Lange lebte Susanne B.s* Mutter in ihrer eigenen Wohnung, aber irgendwann ging es nicht mehr: Die 84-Jährige stürzte immer häufiger, und eine zunehmende Demenz machte einen Umzug in ein Pflegeheim nötig. Das befürchtete Drama blieb zum Glück aus: Das neue Zimmer war schön, sie fand schnell Kontakt zu den anderen Mitbewohnern, und die Pflegekräfte leisten ihre Arbeit engagiert und liebevoll und sie fühlte sich dort schnell wohl. Doch als B. die erste Rechnung der Senioreneinrichtung sah, stutzte sie: Mit deutlich über 800 Euro im Monat waren die Investitionskosten mit Abstand der größte Posten. Die Kosten für Essen und Miete lagen deutlich darunter.

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Der Ruhrpilot

Jochen Ott Foto: SPD-Fraktion NRW


NRW:
SPD will deutlich schlankeres Schulsystem in NRW…Spiegel
NRW: Auf der Suche nach den jungen Migras…taz
NRW: Warum Wüst von „tollem Erfolg“ spricht und Kritik erntet(€)…WAZ

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„Europäische Regeln müssen vor Ort funktionieren“

v.l.n.r.: Dr. Tobias Cremer (SPD-MdEP), Dennis Radtke (CDU-MdEP) und Prof. Dr. Jürgen Mittag auf einer Diskussionsveranstaltung in Bochum. Foto: Roland W. Waniek


Schon ein kleiner Job reicht aus, um Anspruch auf Sozialhilfe und andere staatliche Unterstützungsleistungen zu haben. Politiker aus dem Ruhrgebiet drängen auf eine Änderung der Definition dessen, was ein Arbeitnehmer ist, denn sie leiden unter einer Zuwanderung vor allem aus Südosteuropa in ihre Sozialsysteme. Wir haben EU-Abgeordnete aus dem Ruhrgebiet gefragt, wie sie den Städten helfen wollen.

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine der großen Errungenschaften der Europäischen Union: Jeder Bürger eines EU-Staates hat das Recht, überall in Europa zu arbeiten. Fehlen in den Niederlanden Schreiner, können deutsche Handwerker ohne Probleme einen Job im Nachbarland annehmen. Braucht Deutschland Ärzte, bietet sich eine Chance für griechische Mediziner. Der offene europäische Arbeitsmarkt hat sich bewährt und bietet für Unternehmer und Beschäftigte große Chancen. Doch die Freizügigkeit hat auch ihre Schattenseiten. Städte wie Hagen, Dortmund, Duisburg und vor allem

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