Drei Jahre später kämpfte der BVB 1989 dann in Berlin um den DFB-Pokal. Foto: Patzwaldt
Es gibt diese Momente im Leben eines Fußballfans, die sich für immer einbrennen. Spiele, Tore, Niederlagen oder Triumphe, die Jahrzehnte später noch sofort Bilder im Kopf erzeugen. Für viele jüngere Anhänger von Borussia Dortmund sind das vermutlich Meisterschaften, Champions-League-Abende oder emotionale Duelle gegen Bayern München. Für mich aber war es etwas ganz anderes: der nackte Überlebenskampf im Frühjahr 1986.
Hätte der BVB kürzlich nicht selbst daran erinnert, ich hätte beinahe vergessen, dass diese dramatische Relegation gegen Fortuna Köln inzwischen tatsächlich schon 40 Jahre (!!!) zurückliegt. Vier Jahrzehnte! Und doch fühlt sich vieles daran für mich noch immer erstaunlich nah an.
Freibad in Dortmund Foto: Tbachner Lizenz: CC BY 3.0
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Wolgang Overath und Gerd Müller feiern im Münchener Olympiastadion – Deutschland wird 1974 Weltmeister | Foto: Bert Verhoeff | wikipedia | CC BY-SA 3.0
Deutschland und die Nationalmannschaft – kaum eine Beziehung im deutschen Sport ist so widersprüchlich wie diese. Zwischen Pathos, Pflichtgefühl und periodischer Nörgelei hat sich über Jahrzehnte eine ganz eigene Fußballidentität entwickelt. „Wir können lang anhaltend auf ein Ziel hinarbeiten“, sagte Rudi Völler einst in den 1990er-Jahren – ein Satz, der den deutschen Fußball vielleicht bis heute besser beschreibt als jede Taktikanalyse. Dieser Text ist eine persönliche Reise durch sämtliche Fußball-Weltmeisterschaften seit 1974: durch Sommermärchen und Katastrophen, Helden, Kanten, Abscheu und kollektive Nervenzusammenbrüche. Doch mit Blick auf das WM-Turnier in diesem Jahr gilt vor allem nur eines: Fuck The USA!
WM 1974. Ich bin fünf Jahre alt und gehe in den Bonifatius-Kindergarten. Die Mannschaft der Niederlande spielt während des Fifa-Turniers im neu gebauten Dortmunder Westfalenstadion drei Partien. Die in ‚oranje’ gekleideten Fans bestimmen eindeutig das Bild in Dortmund-Mitte. Speziell im Alten Mühlenweg und der näheren Umgebung, da, wo wir wohnen. Ich kann mich sehr gut an eine Szene erinnern, wo ein dunkelblauer Pritschenwagen eine Ladung wild jubelnder Holland-Fans auf der Ladefläche die Hohe Strasse hoch in Richtung Westfalenhalle transportiert. Im Baugeräte-Geschäft meiner Eltern kaufen sich mehrere holländische Fans orangefarbene Bauhelme als Kopfbedeckung für ihr Schlachtenbummler-Outfit. Am Ende erhält Spielführer Franz Beckenbauer den Weltcup aus den Händen von Bundespräsident Walter Scheel, Overath und Gerd Müller recken den Pokal auf der Tartanbahn des Münchener Olympiastadions in die Höhe, während sie mehrere Ehrenrunden laufen.
Eine Bergmannsampel. Quelle: Wikipedia, Foto: GeorgDerReisende, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Wer im Ruhrgebiet lebt, der braucht inzwischen schon eine gewisse Leidensfähigkeit. Die Region, die früher einmal für Aufbruch, Arbeit und Zusammenhalt stand, wirkt heute vielerorts müde und abgekämpft.
Kaum ein Tag vergeht ohne neue Meldungen über Sparmaßnahmen, Werksschließungen, marode Infrastruktur oder klamme Kommunen. Und das Bittere daran: Man spürt diese Entwicklung längst nicht mehr nur in Statistiken oder Schlagzeilen, sondern im ganz normalen Alltag.
Helge Schneider Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Stadt Mülheim verleiht Helge Schneider das Ehrenbürgerrecht. Das hat der Rat jetzt nach dem Vorschlag der Ehrungskommission beschlossen. Das Multitalent habe mit „Kreativität, Leidenschaft und einer engen Verbundenheit zur Stadt das kulturelle Leben bereichert und den Namen Mülheims weithin sichtbar gemacht“, heißt es in der
Für Mörder und Vergewaltiger auf der Straße: Die Apologoten des Terrors und der Barbarei in Düsseldorf (Foto: Peter Ansmann)
NRW: „Ich überlege, aus NRW wegzuziehen“(€)…RP NRW:Achtklässler sollen im Unterricht „Puff für alle“ gestalten…Welt NRW: Neue Datenbank gegen Clankriminelle(€)…WAZ
Melanie Amann Foto: Superbass Lizenz: CC BY-SA 4.0
Melanie Amann startet für die Funke Mediengruppe einen neuen Podcast. Unter dem Titel „Amann Unframed – Gespräche, die den Rahmen sprengen“ spricht die Digital-Chefredakteurin der Funke Zentralredaktion mit Gästen, die polarisieren oder kontroverse Debatten auslösen.
Zum Auftakt ist Ben Berndt zu Gast, Host des umstrittenen Podcasts „ungeskriptet“. Künftig soll alle zwei Wochen donnerstags eine neue Folge erscheinen. Verbreitet wird das Format über die Funke-Kanäle, Podcast-Plattformen und YouTube.
Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0
Es ist schon beeindruckend, wie zuverlässig es der deutsche Fußball inzwischen schafft, selbst aus eigentlich lösbaren Situationen ein öffentliches Drama mit Ansage zu basteln. Kaum hatten sich die Diskussionen um die Rolle rückwärts von Bundestrainer Julian Nagelsmann halbwegs beruhigt, liefert ausgerechnet jetzt die Personalie Manuel Neuer den nächsten Beweis dafür, dass beim DFB offenbar nie einfach mal Ruhe einkehren darf.
Denn der Zeitpunkt könnte grotesker kaum sein: Zwei Tage nach seiner offiziell verkündeten Rückkehr in den Kader der Nationalmannschaft fehlt Neuer im DFB-Pokalfinale des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend in Berlin schon wieder verletzt. Wade. Mal wieder. Belastungssteuerung. Restrisiko. Die üblichen Formulierungen aus der modernen Fußball-PR-Hölle. Und genau da beginnt das eigentliche Problem.