Was wusste Elif Eralp?

Elif Eralp will Bürgermeisterin von Berlin werden / Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Führung der Linken verlangt derzeit einiges an gutem Glauben. Die Spitzenkandidatin von der Berliner Linken Elif Eralp sagt die antisemitischen Ausfälle in ihrer Partei seien im Wesentlichen „Einzelfälle“. Ines Schwerdtner, die für Die Linke im Deutschen Bundestag sitzt, versichert, die Linke sei beim Thema Antisemitismus „sehr klar“ – nachdem sie noch im März einen Parteitagsbeschluss gegen den „real existierenden Zionismus“ zwar für falsch hielt, aber ausdrücklich erklärte: „Ich glaube, es ist kein Antisemitismus.“ Und Ferat Koçak? Auch dem soll man glauben…

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Wahlsieg der Linkspartei in Berlin: Die NRW-Genossen gratulieren schon mal zur Opposition

Die NRW-Palästina-LAG gratuliert drei Berliner Politikerinnen und wirbt für Opposition.
Glückwünsche mit Oppositionsauftrag, 23. September 2026. Der sichtbare Kommentar darunter stammt von Revolutionäre Linke Hamburg. (Screenshot: Instagram / LAG Palästinasolidarität NRW)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Ihre Palästina-LAG in Nordrhein-Westfalen weiß bereits, was man mit diesem Erfolg anfangen sollte: Opposition machen. Drei Berliner Politikerinnen bekommen Glückwünsche samt politischer Gebrauchsanweisung. Währenddessen bewerben die Berliner LAG und die Bundesarbeitsgemeinschaft ein neues Interview mit Hannah Bruns. Die Partei könnte regieren. Teile ihres Umfelds haben offenbar Wichtigeres vor.

Es gibt Glückwünsche, die klingen wie eine vorsorgliche Kündigung. Am 23. September 2026 veröffentlichte die LAG Palästinasolidarität NRW einen Beitrag zu Vanessa „Vedi“ Emde, Martha Kleedörfer und Deike Janssen. Die drei werden darin als künftige Stimmen im Berliner Abgeordnetenhaus gefeiert. Nicht einfach für linke Politik, sondern ausdrücklich für eine „konsequente linke Opposition“.

Vanessa „Vedi“ Emde ist politische Bildnerin, Mediatorin und Kulturschaffende aus Neukölln; ihr Parteiprofil beschreibt ihr Engagement als queer-feministisch, antikapitalistisch und internationalistisch. Martha Kleedörfer ist wohnungspolitische Sprecherin der Linken im Bezirksparlament Mitte und setzt sich für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne ein. Deike Janssen ist Sozialarbeiterin mit Erfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe und trat für die Linke im Wedding an; zu ihren Schwerpunkten gehören Kinderarmut, bezahlbares Wohnen und bessere Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit.

Man muss den Genossen zugutehalten: Andere Parteien warten mit der Enttäuschung ihrer Regierungsambitionen bis nach den Verhandlungen. Hier wird die Oppositionsbank schon einmal reserviert. Sicher ist sicher. Am Ende könnte aus dem Wahlsieg sonst noch Arbeit werden.

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Mirze Edis (Die Linke) gegen Markus Söder (CSU): Viel Porträt, wenig Kontext

Mirze Edis, 2021 (Foto: Peter Ansmann)
Mirze Edis (Die Linke), 2021 (Foto: Peter Ansmann)

Der Duisburger Bundestagsabgeordnete  Mirze Edis (Die Linke) wirft dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) politische Blindheit vor. Seine eigene Gegenüberstellung kommt allerdings ebenfalls mit einem eher eingeschränktem Sichtfeld aus: Zwei Ausschnitte, ein großes Porträt, ein fertiges Urteil. Die Begründung von Markus Söder fehlt.

Der Linken-Abgeordnete liefert betreutes Urteilen: Die Empörung ist inklusive, den Kontext muss man selbst beschaffen.

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„Wir bringen dir die Kinder von Gaza“: Weltkirchenrat will Kinder schützen und beschweigt das Terror-System der Hamas

25th anniversary of Hamas celebrated in Gaza by Hadi Mohammad cc 4.0

Eine „weltweite Aktionswoche“, die derzeit läuft, ausgerufen vom World Council of Churches, dem Weltkirchenrat. Thema: der Schutz von Kindern „in palästinensischen Gebieten“. Wo Hamas und Fatah regieren. Und Kinder von klein auf in Terror geschult werden, zu „Kinder-Märtyrern“ gedrillt, als Sandsäcke vernutzt. Darüber kein Wort, die Weltkirchen zeigen auf Israel, den „Herodes unserer Zeit“. Was sagen evangelische Kirchen in Deutschland dazu?

Der Morgen von 10/7, “a morning of victory, a morning of glory and fame, a morning of heroic Martyrs, a morning of child Martyrs“. Morgenansprache in der palästinensischen Mädchenschule in Hebron am 13. November 2023, fünf Wochen, nachdem Hamas 1195 Israelis massakriert und 5400 verletzt hatte. “Gaza is free, we liberated it in a flood of bloodˮ, deklamiert ein Junge eine Woche nach den Gräueltaten in der Deir Al-Sharaf Grundschule für Jungen nahe Nablus: „Oh, Kugeln der Revolutionäre, jauchzt im Land der Märtyrer.“ Der Junge ist vielleicht sechs Jahre alt. „Mindestens 150 Israelis wurden an einem Tag getötet. Wie hoch war die Zahl der Getöteten in neun Tagen?“ Rechenaufgabe in der Al-Kuwaiti-Grundschule für Jungen und Mädchen im westjordanischen Idna mehr als 1000 Tage nach 10/7. Antwort: „9 x 150 = 1.350 Getötete.“ Die Lehrkraft benotet: „Möge Allah dich beschützen! Hervorragend!“

Terror-Drill für Drittklässler. Nur was heißt beschützen? „We long for Martyrdom“, hatte eine Schülerin neun Tage nach 10/7 in der Askelan Mixed Elementary School in Hebron öffentlich bekannt und eine andere am 25. Oktober an der Yasser Arafat Girls‘ High School in Nablus: „We give our lives for them“, für die „Heroes of Gaza“.

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marx21: Für Israel die Abschaffung, von der Linken das Parteibüro

marx21-Seitenkopf vom 30. November 2023: Es droht kein zweiter Holocaust, über einem Demonstrationsfoto mit From the River to the Sea-Plakat
Der Seitenkopf des marx21-Artikels „Es droht kein zweiter Holocaust“ von Hans Krause, veröffentlicht am 30. November 2023. Das ausgewählte Demonstrationsfoto zeigt ein „From the River to the Sea“-Plakat (Screenshot: marx21).

Das trotzkistische Netzwerk marx21 verlangte in einer eigenen FAQ die Abschaffung und „Zerstörung“ des zionistischen israelischen Staates. Es verortet sich selbst innerhalb der Linkspartei. Die Seite „FAQ“ ist inzwischen nicht mehr erreichbar. Im Webarchiv ist sie noch aufrufbar.

Auf Facebook und Instagram lässt sich nachlesen, wie die Genossen ihre politische Linie verbreiten.

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Der Ruhrpilot

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, DIE GRÜNEN (Foto: Roland W. Waniek)


NRW:
Wirtschaftsministerin Neubaur sieht in Rüstung große Chance für NRW…WAZ
NRW: Straftäter sollen schneller zurückgeführt werden…KStA
NRW: Polizei findet Feuerwerkskörper in Nähe von Strommast…WAZ

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Antisemitismus bei der Linken in Berlin – Einzelfall oder viel mehr Wahlkampfstrategie?

Ferat Koçak spricht auf der Eröffnung der Herbstrebellion, Invalidenpark, Berlin, 17.09.22 Foto: Stefan Müller Lizenz: CC BY 2.0

25,7 % – die Linke hat die Wahl in Berlin deutlich gewonnen und insbesondere Friedrich Merz einen weiteren Nackenschlag verpasst. Jetzt kann man über Politik diskutieren, auch über linke Politik und man muss nicht einer Meinung sein. Wenn das, was da im Rahmen des Wahlkampfs der Linken aber abgelaufen ist gesellschaftliche Akzeptanz findet, sprechen wir nicht über Politik, sondern einen Kampf gegen die Grundfeste der deutschen Demokratie. SPD und Grüne müssen jetzt beweisen, wie ernst sie „Nie wieder“ und eine Brandmauer gegen Antisemiten meinen.

Eine Rot-Rot-Grüne Koalition, das sei vorweggenommen, wäre das Ende der Brandmauer, mutmaßlich das Ende der großen Koalition in Berlin, eine Zäsur der deutschen Geschichte und auch das Ende jedweder Argumentation gegen eine Koalition mit der AfD.

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Gasometer Oberhausen: Erfolgsausstellung „Mythos Wald“ wird verlängert!

In der Ausstellung ‚Mythos Wald‘ im Gasometer Oberhausen. Foto: Robin Patzwaldt

Nach den triumphalen ersten Monaten mit fast 500.000 Besucher*innen wird die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen nun bis zum 28. November 2027 weitergeführt. Natürlich ist dann auch das Highlight, der 35 Meter hoch in den Himmel des Gasometers aufsteigende Baum, weiterhin mit dabei.

 Die weltgrößte Indoor-Lichtkunstinstallation, akustische Morgendämmerungen, wilde Tiere und die faszinierende Schönheit unserer Wälder – all dies gibt es in „Mythos Wald“ zu erleben. Und das jetzt sogar bis ins kommende Jahr

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