Ist Paraguay zu stark, bist du zu schwach

Fußball verkauft sich derzeit gut. Foto: Robin Patzwaldt

Kaum zu glauben, wie berechenbar das Fußballland Deutschland inzwischen geworden ist. Zwei Siege zum WM-Start? Bundestrainer Julian Nagelsmann ist plötzlich der große Heilsbringer, die Nationalmannschaft ein Geheimfavorit und der WM-Pokal gefühlt schon halb im Handgepäck.

Dann verliert man im sportlich bedeutungslosen dritten Gruppenspiel mit 1:2 gegen  Ecuador – und sofort wird wieder die nationale Selbsthilfegruppe eröffnet. Alles ist plötzlich schlecht. Der Trainer kann’s nicht, die Spieler können’s nicht, der DFB sowieso nicht. Ganz ehrlich: Diese permanente Aufregung geht mir inzwischen deutlich mehr auf die Nerven als die Niederlage selbst.

Hört auf, Paraguay größer zu machen, als es ist

Jetzt also Paraguay. Und plötzlich wird wieder so getan, als würde Deutschland im Sechzehntelfinale auf eine Mischung aus Brasilien 1970, Spanien 2010 und Barcelona unter Pep Guardiola treffen. Nein. Tut es nicht.

Paraguay ist unangenehm. Paraguay kämpft. Paraguay wird Deutschland das Leben schwer machen wollen. Herzlichen Glückwunsch – genau das macht bei einer Weltmeisterschaft praktisch jeder Gegner. Aber wer ernsthaft vom WM-Titel träumt, darf sich von Paraguay nicht aus dem Wettbewerb kegeln lassen. Fertig.

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NRW-Trend: Zustimmung für Wüst und Landesregierung sinkt

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Die schwarz-grüne Landesregierung könnte ihre Mehrheit im nordrhein-westfälischen Landtag zwar verteidigen, doch die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verliert weiter an Zustimmung. Gleichzeitig erreicht die AfD mit 17 Prozent ihren bislang höchsten Wert im NRW-Trend und liegt damit erstmals gleichauf mit der SPD.

Das geht aus dem aktuellen NRW-Trend hervor, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Politikmagazins Westpol vom 22. bis 25. Juni erhoben hat.

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Der Ruhrpilot

Trauerbekundungen am Kiepenkerl-Denkmal am Tag nach der Amokfahrt in Münster 2018 Foto: Christoph Friedrich Lizenz: CC BY-SA 4.0


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Punk ist keine Religion – Die ideologische Vereinnahmung der Subkultur

Johnny Rotten während eines Konzerts 1977. Auch heute gehört er zu den bekanntesten Stimmen, die sich gegen ideologische Konformität innerhalb und außerhalb der Punkszene wenden. Foto: Koen Suyk / Nationaal Archief (CC0)
Johnny Rotten während eines Konzerts 1977. Auch heute gehört er zu den bekanntesten Stimmen, die sich gegen ideologische Konformität innerhalb und außerhalb der Punkszene wenden. Foto: Koen Suyk / Nationaal Archief (CC0)

Punk versteht sich als Gegenkultur. Er misstraut Autoritäten, Institutionen und Ideologien. Dennoch wirken Teile der heutigen Punkszene erstaunlich ideologisch geschlossen. Wie konnte aus einer Bewegung, die das Denken gegen den Strich kultivierte, eine Szene werden, in der manche Positionen kaum noch hinterfragt werden?

Der Festivalsommer läuft auf Hochtouren. Bei bestem Wetter könnte man jedes Wochenende woanders hinfahren, um schon frühmorgens Bier zu trinken, sich vor der Bühne einen Sonnenbrand zu holen und die Nächte in einem unbequemen Zelt zu verbringen. Zeitgleich geistern Meldungen von den überall stattfindenden Festivals durch Social Media: Diese Band soll dort nicht auftreten dürfen, ein Mitglied einer anderen Band habe etwas Falsches gesagt, oder die Crew baut die Bühne bei über 30 Grad im Schatten auf und zieht dabei ihre Shirts aus. Längst gibt es auf vielen Festivals sogenannte „Awareness-Teams“, die die Einhaltung der Regeln überprüfen, die die Besucher einzuhalten haben und die von Jahr zu Jahr zahlreicher werden. Doch wie kam es dazu, dass Punk zu einer Bewegung wurde, die ihre Mitglieder in ein enges Korsett eines Verhaltenskodex zwängt und sogar deren Gedanken kontrollieren möchte?

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Antifaschismussimulation

Verfasserteam des GFF-Gutachten Foto (Ausschnitt): Nils Leon Brauer Lizenz: Copyright

Das AfD-Gutachten der »Gesellschaft für Freiheitsrechte« wird nach hinten losgehen. Wie schon das Compact-Verfahren oder die voreilige Einstufung der AfD als »gesichert rechtsextrem« durch den Verfassungsschutz. Die politischen Milieus, die hinter dieser Denk- und Handlungsweise stehen – und sich mit bestimmten sozialen Milieus überlappen – wissen nicht, was sie da tun. Es sieht auch nicht so aus, als würden sie etwas lernen. Von unserem Gastautor Holger Marcks.

 

Der »Kampf gegen rechts« lässt keinerlei strategisches Denken erkennen. Geschweige denn eine verantwortungsethische Reflexion des eigenen Tuns. Es ist reine Gesinnungsethik, die hier aufscheint, getragen von hohlen Phrasen, die der Selbstvergewisserung dienen  demokratietheoretisch unterkomplex, intellektuell ein Desaster. Die primäre Funktion, die das neue Gutachten hat, ist es, die eigenen Gewissheiten zu stabilisieren.
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Der Ruhrpilot

Tobias Schmid – Leiter der Landesmedienanstalt NRW Fozo (Archiv): Landesanstalt für Medien NRW / Annette Etges Lizenz: CC BY-SA 4.0

NRW: Landesanstalt für Medien geht gegen Host Ben Berndt vor…Welt
NRW: Ministerium rügt Bordell-Aufgabe an Schule…NTV
NRW: Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen…JA

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Rechenzentrumsbetreiber wollen sich unabhängiger vom Stromnetz machen

Leitungen in Essen-Altendorf Foto: Wiki05 Lizenz: CC BY-SA 4.0


Der Boom der Künstlichen Intelligenz stellt Energieversorger vor neue Herausforderungen. Nicht nur der Stromverbrauch von Rechenzentren steigt rasant – auch die Nachfrage wird zunehmend schwer vorhersehbar. Das geht aus einer Studie des Capgemini Research Institute hervor, für die mehr als 600 Führungskräfte aus der Energiewirtschaft weltweit befragt wurden.

Demnach rechnen 77 Prozent der Energieunternehmen damit, den künftigen Strombedarf nur noch schwer zuverlässig prognostizieren zu können. Grund sind vor allem KI-Anwendungen, deren Rechenleistung und Stromverbrauch stark schwanken können. Gleichzeitig erwarten

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