AfD Sachsen-Anhalt: Keine Anhaltspunkte für Wahlfälschung – Siegmund wirbt für „Ein Prozent“

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund an einem Wahlkampfstand in Magdeburg
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund beim Wahlkampf im Oblast Magdeburg, 28. Juli 2026. (Foto: Roy Zuo/Wikimedia CommonsCC BY-SA 4.0)

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, fragte am Donnerstag auf Instagram: „Erster Fall von Wahlfälschung in Sachsen-Anhalt?“ Bis Freitagabend hatte dieser Beitrag rund 92.000 Likes erhalten.

Ein Fragezeichen ist im politischen Marketing ein hübsches Werkzeug: Es verbreitet eine Behauptung und bewahrt den Absender vor dem lästigen Zwang, sie auch zu belegen.

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Julia Becker über die Zukunft der Medien: Fakten statt Bevormundung

Foto: Eric Gujer, Anke Plättner, Julia Becker Foto: Philipp Klein.


Wieviel Haltung braucht Journalismus und wann wird Haltung zur Bevormundung? Beim Stiftungstag der Brost-Stiftung auf Zeche Zollverein diskutierten Funke-Verlegerin Julia Becker und NZZ-Chefredakteur Eric Gujer über Nähe, Ostdeutschland und die Verantwortung der Medien. Gastgeber Bodo Hombach machte damit eine Frage zum Thema, die gerade im Ruhrgebiet besondere Bedeutung hat: Was geschieht mit einer Demokratie, wenn professioneller Journalismus an Präsenz verliert? Von unserem Gastautor Philipp Klein.

Es gibt angenehmere Zeiten, um über Qualitätsjournalismus zu sprechen. Geschäftsmodelle stehen unter Druck, soziale Netzwerke verändern politische Debatten, und ein Teil des Publikums hat sich von klassischen Medien entfernt.

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Krise bei VW: Wenn der deutsche Neuwagen zum Luxus wird

Volkswagenwerk in Wolfsburg Quelle: Wikipedia, Foto: Vanellus Foto, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der VW-Konzern steckt tief in der Krise, bei Opel sieht es ebenfalls alles andere als rosig aus. Zwei Namen, die über Jahrzehnte für deutsche Automobilindustrie standen, kämpfen mit Absatzproblemen, hohen Kosten, Stellenabbau und der schwierigen Transformation in eine neue automobile Welt. Inzwischen werden bei Volkswagen Sanierungspläne präsentiert, Werke stehen zur Debatte und Zehntausende Arbeitsplätze sind gefährdet.

Da wird über Elektromobilität gesprochen, über China, Software, Bürokratie, Lieferketten und Managementfehler. Alles wichtige Themen. Aber manchmal lohnt es sich, die Perspektive zu wechseln. Weg von den Vorstandsetagen, weg von den großen Studien und hin zum ganz normalen Kunden, der irgendwann vor einem Autohaus steht und sich fragt: Was bekomme ich eigentlich für mein Geld?

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Nur schlechte Optionen in Sachsen-Anhalt

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt Foto (Ausschnitt): Roy Zuo Lizenz: CC BY-SA 4.0

Zweimal werden wir noch wach, dann wissen wir, ob Deutschland erstmals eine AfD-Regierung bekommt und in eine politische Krise schlittert. Oder die CDU.

Seit Wochen und Monaten zittert die halbe Republik diesem Wahlsonntag entgegen, dem Auftakt eines wahrscheinlich ziemlich heißen Herbstes nach dem Hitzesommer. Jedenfalls der linkere Teil der politmedialen Betriebs bis in die Reihen der Kanzlerpartei. Denn es zeichnen sich, je nach Wahlausgang, verschiedene verheerende Lösungen in dem kleinen Ost-Bundesland ab.

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Antisemitismus bei der Berliner Linken: ‚Nieder mit der Linkspartei‘ – Hannah Bruns, Intifada und Tel Aviv

Karikatur: Vermummte halten hinter einer Rednerin am Pult „DIE LINKE BERLIN“ das Banner „Mehr Intifada für Berlin!“
Die LAG Palästinasolidarität zählt den „bewaffneten Kampf“ zur Intifada. Den Terror lässt sie in ihrer Aufzählung weg. (Karikatur: Ruhrbarone, KI-generiert mit OpenAI; Bearbeitung nach einem Foto von Ferran CornellàCC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons; Karikatur ebenfalls CC BY-SA 4.0)

Die Berliner Linke findet nach dem Dahabflex-Auftritt keinen Ausgang aus ihrer Antisemitismusdebatte. Während die LAG Palästinasolidarität dem Rapper und dem Neuköllner Bezirksverband ihre „volle Solidarität“ erklärt, kursiert auf X erneut ein älterer Satz von Hannah Bruns, Mitglied der Linkspartei in Berlin-Reinickendorf:

Tel Aviv solle „wieder in der Hand von Palästina“ liegen.

Zugleich berichtet der Tagesspiegel, der Redaktion liege der Entwurf eines Parteiausschlussantrags gegen Hannah Bruns vor.
Schon 2018 verabschiedete sich die damalige Bochumer Kreissprecherin einmal aus der Linkspartei – mit jener theatralischen Mischung aus Sektensprache und Revolutionsfolklore, die selbst einen Parteiaustritt wie den Sturm auf das Winterpalais in Sankt Petersburg klingen lässt: „Wehrt euch und kämpft! Für die Rekonstitution der KPD! Nieder mit der Linkspartei und allen Illusionen!“

Seinerzeit erklärte sie gegenüber dem Online-Magazin Vice: „Ich will eine echte kommunistische Partei aufbauen, so wie in Indien und auf den Philippinen. Die Parteien dort führen schon jetzt den Volkskrieg.

Die Revolution blieb vorerst aus.

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Der Ruhrpilot

Umspannwerk Foto (Symboldbild) Ikar.us Lizenz: CC BY 3.0 de

NRW: Polizei spricht von versuchtem »Sabotageakt« am Umspannwerk Dormagen…Zeit
NRW: Polizei findet „verdächtige Abschussrampe“ an weiterem Umspannwerk…WAZ
NRW: Wüst will Betreiber kritischer Infrastruktur aufrüsten lassen…t-online

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Glücksgefühle Festival: Eigentor mit Ansage

Markus Krampe und Ex-Fußball-Profi Lukas Podolski sind die Veranstalter vom Glücksgefühle-Festival | Foto: Markus Krampe Entertainment Group

Die deutsche Popband Alphaville sollte am 4. September 2026 beim Glücksgefühle-Festival auf dem Hockenheimring auftreten. Kurz vor Beginn des Festivals wurde der Auftritt jedoch vom Veranstalter abgesagt. Als Grund nannten die Organisatoren politische Äußerungen der Band beziehungsweise ihres Sängers Marian Gold. Die Absage hat inzwischen eine öffentliche Debatte darüber ausgelöst, wie weit ein Veranstalter das politische Auftreten von Künstlerinnen und Künstlern auf einer Festivalbühne einschränken darf.

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Der Wahnsinn fährt wieder vor – Willkommen zurück, Elterntaxis!

An der ehemaligen Grundschule unseres Autors wird es rund um den Schulbeginn immer wieder besonders ‚eng‘. So auch heute. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Der Wahnsinn hat uns also wieder. Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber auch das schützt einen offenbar nicht davor, pünktlich zum Schulbeginn wieder mitten im ganz normalen Wahnsinn der sogenannten Elterntaxis zu landen.

Bei meiner täglichen Fahrt vorbei an meiner ehemaligen Grundschule in Waltrop durfte ich heute jedenfalls direkt wieder erleben, was passiert, wenn besonders fürsorgliche Eltern ihre Sprösslinge möglichst sicher bis an die Eingangstür der Schule transportieren wollen. Das Ergebnis: Autos überall, unübersichtliche Situationen, blockierte Straßen – und mittendrin ich, als Anwohner, der sich fragt, warum er eigentlich gerade im Stau einer ansonsten ausgesprochen ruhigen Siedlung steht.

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Ein liberaler Antifa-Aufruf: Baut Wehrmauern statt Brandmauern.

KI generiertes Plakat – Keine offizielle FDP-Kampagne Bild: Gemini + ChatGPT/Chatti

I blow my nose at you, so-called Alternative. And at your far-left antipodes.

Hinter einer Brandmauer versteckt man sich. Und hofft trotz starkem Brandgeruch, dass das Feuer irgendwie doch nicht durchkommt. Die viel beschworene „Brandmauer gegen Rechts“ ist längst zu einem hilflosen „Feuer! Feuer!“ geworden. Man zieht einen Strich auf den Boden und hofft, dass die Realität davor halt macht. Spoiler: Tut sie nicht. Die AfD wächst an dieser Mauer, sie sonnt sich im Opfermythos. Von unserem Gastautor Achim Chajim Hecht.

Das Konzept Brandmauer ist nichts als Symbolpolitik. Was wir stattdessen brauchen, ist eine Wehrmauer. Eine Wehrmauer dient nicht dem Verstecken. Sie dient der aktiven Verteidigung. Und das bedeutet: Wir müssen raus aus der Deckung, anstatt uns zwischen zwei gleichermaßen fatalen politischen Illusionen aufzureiben.

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