
Wenn die „No G7“-Koalition im Juni 2026 nach Genf mobilisiert, um achtzig Kilometer vom eigentlichen Gipfel in Évian entfernt gegen die „Raubtiere der G7“ aufzuziehen, dann demonstriert diese Linke vor allem gegen den eigenen, ohnehin schon geringen Restverstand. Was dort als Widerstand auftritt, ist kein Protest gegen analysierte Herrschaft, sondern die Selbstinszenierung eines Milieus, das seine politische Urteilskraft längst gegen moralisches Bühnentheater eingetauscht hat. Von unserer Gastautrin Beatrice Hentrich.
Zur Pressekonferenz sitzt das Bündnis „NoG7“ im Park, stellt Mikrofone auf, hängt Plakate an einen Tisch, spricht von Faschismus, Imperialismus und globaler Befreiung und bemerkt nicht einmal mehr, was es dabei selbst vorführt: ein Weltbild, in dem jeder Begriff nur noch so lange gilt, wie er gegen







