Eurovision Song Contest: 12 Punkte gehen an? BDS

Noam Bettan auf der Bühne des ESC Mai 2026 by Quejaytee WikiPortraits cc 4.0

Der israelische Beitrag zum Eurovision Song Contest –  Noam Bettans Song „Michelle“  –  habe „die Zukunft des ESC“ aufs Spiel gesetzt. Warum? Weil erfolgreich. Und weil erfolgreich, sei völlig normal, wenn Demokratien Demokratie boykottieren. Dies die Logik des BDS, der Boykottkampagne gegen den jüdischen Staat. Und jetzt auch die von Leitmedien in Deutschland.  

„Bangaranga“ hat gewonnen, der bulgarische Beitrag zum europäischen Pop-Wettbewerb. Musikalisch mag dies sein, wie es ist, politisch ist es sinnlos, und das tut dem Pop gut. Auch Dara selber, die „Bangaranga“-Interpretin, hatte sich gegen den Boykott Israels gewandt. Das hatte die Jüdische Allgemeine berichtet.

Anders fünf Demokratien  –  Spanien, Slowenien, Irland, Island und die Niederlande – , deren Rundfunkanstalten blieben dem diesjährigen ESC fern, was weithin als Boykott verstanden wurde, Boykott von Israel. Einer Demokratie wie die, in der sie selber senden. Veranstaltet wird der ESC von der European Broadcasting Union (EBU), zu deren 68 Mitgliedern etwa Ägypten rechnet, auf Demokratie-Indizes durchweg als „autoritäres Regime“ gelistet. Zu den assoziierten Mitgliedern der EBU zählt der Staatsfunk des Iran.

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Elversbergs Bundesliga-Märchen: Sportlicher Triumph, struktureller Rückschritt?

Foto: Robin Patzwaldt

Die SV Elversberg hat geschafft, was noch vor wenigen Jahren selbst kühne Optimisten für ausgeschlossen gehalten hätten: Der Klub aus einem Ort mit gerade einmal rund 13.000 Einwohnern steigt direkt in die Bundesliga auf.

Nach dem souveränen 3:0 gegen Preußen Münster sicherten sich die Saarländer Platz zwei hinter Schalke 04 – und schreiben damit eines der außergewöhnlichsten Kapitel der jüngeren deutschen Fußballgeschichte.

Was dort geleistet wurde

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Kritische Debattenveranstaltung zu Feminismus und Queerpolitik wird gecancelt

Sollte in Hamburg auftreten: Till Randolf Amelung Foto: Joanna Nottebrock

Das linksliberale Debattenformat „Club Volantaire“ sucht kurzfristig einen neuen Veranstaltungsort für eine Veranstaltung am 29. Mai in Hamburg. Wie die Veranstalter mitteilten, habe der Betreiber der ursprünglich vorgesehenen Lokalität in Ottensen die Durchführung abgesagt – offenbar aus Sorge vor wirtschaftlichen Folgen und Protesten aus dem eigenen Umfeld.

Der „Club Volantaire“ beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit innerlinken Konflikten und kontroversen gesellschaftspolitischen Themen. Inhaltlich soll es diesmal um den

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Der Westen im Visier: Jihadisten, Islamisten und die Selbstlähmung einer naiven Ordnung

Pro-Hamas-Demonstranten im Umfeld der SPD-Abschlusskundgebung zur Europawahl in Duisburg (Foto: Roland W. Waniek)


Der Westen wird nicht nur von außen bedroht. Er wird von innen getestet, bedrängt und schrittweise ausgehöhlt – durch Jihadisten, islamistische Netzwerke, legalistische Vorfeldakteure und politische Eliten, die zu lange glaubten, man könne einem religiös-politischen Machtanspruch mit Sprachregelungen, Beschwichtigung und symbolischer Integrationsrhetorik begegnen. Während der säkulare Staat sich in Relativierungen verliert, arbeiten seine Gegner oft mit größerer Disziplin, längerem Atem und klareren Zielen.

Die eigentliche Gefahr besteht nicht nur in einzelnen Anschlägen. Sie besteht in einem umfassenderen Herrschaftsanspruch. Jihadisten sind nur die brutalste Spitze. Dahinter stehen oft ideologische Milieus, Predigtnetzwerke, radikale Aktivisten, digital verbreitete Propaganda und ein sozialer Konformitätsdruck, der Kritik, den Abfall vom Glauben,

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The Rumours live in Oberhausen

Datum und Uhrzeit: 19.05.2026 um 20:00 Uhr

Veranstalter: Druckluft

Adresse: Am Förderturm 27

Ort: 46049 Oberhausen

Düsseldorfs schwarzes Jahr 2026: Der Soundtrack einer Stadt verstummt

Foto: Robin Patzwaldt

Es gibt Nachrichten, die weit über den Moment hinaus wirken. Meldungen, die sich wie ein Schatten über eine ganze Stadt legen. Für Düsseldorf dürfte 2026 genau ein solches Jahr werden.

Als kürzlich bekannt wurde, dass die Toten Hosen ihr letztes Album veröffentlichen und anschließend auf Abschiedstournee gehen werden, endete damit nicht nur ein bedeutendes Kapitel deutscher Musikgeschichte. Es bröckelte zugleich eines der wichtigsten kulturellen Fundamente der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Fast noch bitterer mutet an, was sich heute auf dem Rasen abspielte. Fortuna Düsseldorf, jener Verein, der wie kein anderer mit den Toten Hosen verbunden ist, vollendete am letzten Spieltag der Zweitligasaison 2025/26 das sportliche Desaster.

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Erstklassige Fußballparty auf Schalke!

Schalke erhält am Saisonende 2025/26 die ‚Radkappe‘. Foto(s): Michael Kamps

Eine gigantische Fußballparty war heute auch in Gelsenkirchen angesagt. Doch im Gegensatz zum MSV Duisburg, der sein Saisonfinale am Samstag in Liga 3 höchstdramatisch in den Sand setzte, weil er schlicht mit dem immensen Druck nicht klar kam, hatte der FC Schalke 04 sich seines Drucks in Liga 2 praktischer Weise schon vor einem denkbaren großen Showdown am letzten Spieltag der Saison 2025/26 entledigt. Dementsprechend endete die Veranstaltung im Gegensatz zu der am Vortag auch nicht in Schockstarre.

So war das Geschehen auf dem Rasen in der Arena in Gelsenkirchen am Sonntagnachmittag aus Sicht der Schalker über den kompletten Tag hinweg beinahe nebensächlich. Hier stand die riesige Party auf den Rängen im Mittelpunkt, die auch nach Spielende anhielt. Und die war sprichwörtlich erstklassig.

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Wikipedias Propagandaproblematik: Wenn „Neutralität“ zur Herrschaftstechnik wird

Wikipedia Logo Bild: ersion 1 by Nohat (concept by Paullusmagnus); Wikimedia Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wikipedia gibt sich den Anschein des großen demokratischen Wissensspeichers: offen, kollaborativ, transparent, neutral. Und im Idealfall ist genau das auch ihre Stärke. Das Problem beginnt dort, wo diese Neutralität nicht mehr als Ziel verstanden wird, sondern als rhetorischer Schutzschild für bereits festgelegte Narrative.

Denn Wikipedia funktioniert nicht schlicht nach dem Prinzip: Was ist wahr?
Wikipedia funktioniert nach dem Prinzip: Was gilt innerhalb dieses Systems als belegbar, relevant und konsensfähig?

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Wikipedia verlangt offiziell, dass Artikel keine Seite ergreifen, sondern Positionen fair und ohne redaktionelle Verzerrung darstellen. Ebenso verlangt Wikipedia

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Den Zeugen Gretas ist die Wissenschaft egal

Greta Thunberg Foto: Kushal Das Lizenz: CC BY-SA 4.0

Der Weltklimarat hat offiziell das schlimmste Klimaszenario zurückgezogen. Auch Horrorszenario Nummer zwei gilt inzwischen als unwahrscheinlich. Doch anstatt sich zu entspannen und die Klimapolitik anzupassen, werden die Zeugen Gretas freiwillig keinen Millimeter von ihrem Kurs abweichen.

Das Modell RCP8.5 war das Doomsday-Szenario der Klimaforschung: Bis Ende des Jahrhunderts würde die Durchschnittstemperatur um fast fünf Grad ansteigen. In weiten Teilen des Planeten würde menschliches Leben unmöglich sein, Milliarden Klimaflüchtlinge würden sich auf den Weg gen Norden machen und allein in Deutschland Schäden

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