Die Republik diskutiert sich um den Verstand

Auf der Autobahn. Quelle: Wikipedia; Lizenz: Gemeinfrei

Man hat ja inzwischen das Gefühl, dass in diesem Land kaum noch ein Thema zu klein, zu absurd oder zu offensichtlich widersprüchlich ist, um nicht zur großen gesellschaftlichen Grundsatzdebatte aufgeblasen zu werden. Es wird diskutiert, debattiert, empört und moralisiert – und am Ende bleibt oft nur ein schales Gefühl zurück: Was genau war jetzt eigentlich der Punkt?

Nehmen wir doch mal diese herrlich schiefe Schieflage: Da strandet ein Buckelwal an der Ostsee, und plötzlich überschlägt sich die Republik vor Anteilnahme. Sondersendungen, Expertenrunden, Tränen in den Augen. Gleichzeitig rollen jeden Tag zehntausende Tiere anonym durch die Schlachthöfe dieses Landes – still, effizient und vor allem ohne öffentliche Betroffenheit. Der Wal bekommt einen Namen, die Kuh eine Nummer. Willkommen in der moralischen Lotterie unserer Zeit.

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Minigolf im Museum: Sonderausstellung im Dortmunder U

Minigolf Foto: Mike Fernwood Lizenz: CC BY-SA 2.0

Im Dortmunder U können Besucher bald zu Schläger und Ball greifen: Vom 19. April bis 7. Juni ist dort die Ausstellung „Zurück zum Beton: Ina Webers Trümmerbahnen-Minigolf“ zu sehen – und zu bespielen. Zwölf Bahnen verwandeln den Museumsraum in eine begehbare Landschaft aus Beton, Architektur und Nostalgie. Die Hindernisse auf

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Pakistans gefährliche Vermittlerrolle

Pakistanische Armee Foto: mniazi001 Lizenz: CC BY-SA 4.0

Pakistan ist für viele europäische Beobachter kein zentraler Akteur der internationalen Politik. Umso bemerkenswerter ist seine jüngste Rolle als Vermittler in den Gesprächen zwischen den USA und Iran. Für Islamabad bedeutet dies einen lange angestrebten Erfolg: Sichtbarkeit und Relevanz auf der globalen Bühne. Doch das Scheitern dieser Gespräche wirft eine grundlegendere Frage auf: Ist Pakistan tatsächlich ein geeigneter Vermittler oder eher ein geopolitischer Risikofaktor? Von unserer Gastautorin Paushali Lass.

Ein zentraler Aspekt wird dabei häufig ausgeblendet. Pakistan erkennt Israel nicht an und positioniert sich politisch wie rhetorisch klar gegen den jüdischen Staat. Verteidigungsminister Khawaja Asif bezeichnete Israel kürzlich als „Fluch für die Menschheit“ und als „krebsartigen Staat“. Diese Haltung ist nicht nur symbolisch. Sie stellt die notwendige Neutralität infrage, die jede glaubwürdige Vermittlung voraussetzt, insbesondere in einem Konfliktumfeld, das unmittelbar die Sicherheitsinteressen Israels berührt.

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Steigende Preise für Energie und Kraftstoffe belasten Haushalte mit niedrigen Einkommen besonders stark

Solarpark Foto: OhWeh Lizenz: CC BY-SA 2.5


Netzentgelte, CO₂-Zertifikate, die Energiewende und geopolitische Risiken wie die Blockade der Straße von Hormus treiben die Energiepreise in Deutschland weiter nach oben.

Die Folgen reichen weit über Industrie und Infrastruktur hinaus: Sie beschleunigen nicht nur die Deindustrialisierung und erschweren den Ausbau energieintensiver Rechenzentren, sondern treffen vor allem Haushalte mit geringem Einkommen.

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Theater Oberhausen inszeniert „Brokeback Mountain“

Theater Oberhausen (August 2012) Foto: Roger Weil Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Theater Oberhausen bringt die Geschichte „Brokeback Mountain“ nach der gleichnamigen literarischen Vorlage von Annie Proulx auf die Bühne. Bereits 2005 wurde Ang Lees Verfilmung der Kurzgeschichte zum oscarnominierten Blockbuster. Nach der Uraufführung in London inszeniert Intendantin Kathrin Mädler in Oberhausen nun die

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Alle gegen Reiche – Robert heißt jetzt Katherina

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Foto (Ausschnitt):  Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Lizenz: Copyright

 

Habeck zog Ablehnung bis Hass von Rechten, Wirtschaftsliberalen und der alten Energielobby auf sich. Bei seiner Nachfolgerin kommen die Angriffe von der Gegenseite – und aus den eigenen Reihen, sogar vom Kanzler. Dabei vertritt sie nur das, was Merz eigentlich wollte.

Publikum und Medien brauchen in jeder Regierung den einen oder anderen Watschenmann oder Watschenfrau, um an ihnen abzulassen, was sie an der jeweiligen Politik grundsätzlich verachten. Im letzten Merkel-Kabinett war es CSU-Verkehrsminister Scheuer, bei der Ampel wahlweise Robert Habeck oder Finanzminister und FDP-Chef Christian Lindner. In der schwarz-roten Regierung fällt Katherina Reiche diese Rolle zu. Ob zurecht oder zu Unrecht, hängt vom Standpunkt ab. Auffallend ist jedoch, dass kaum über den misogynen Anteil geredet wird.

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