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Die Künstlerin und Schriftstellerin Mona Yahia erinnert in ihrem Buch „Vier Tage“ an die lange, erloschene jüdische Vergangenheit Bagdads. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold
Im Jahr 2002 veröffentlichte Mona Yahia ihre literarische Erinnerung an ihre Kindheit als Jüdin in Bagdad. Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom gehört zu den wenigen deutschsprachigen literarischen Werken, die autobiografisch an die – längst erloschene – jüdische Geschichte Bagdads erinnern. Yahia war 16, als sie mit ihren Eltern via den Iran nach Israel floh. Lina hieß die jugendliche Protagonistin in ihrem Werk, die in sprachlich beeindruckender, persönlicher Weise eine jüdische Kindheit in Bagdad beschrieb, die im Jahr 1954 begann. Gewidmet hatte Yahia ihr Werk ihren Eltern, „die mir Sprache gaben statt Wurzeln“.







