„Öner, geh du voran…“

„Lasst 1000 Schiffe nach Gaza fahren“ war heute das Motto einer Demo in Gelsenkirchen. Interessierte das jemanden? Nö. Von Michael Kolb, Frederik Görges (Fotos) und Stefan Laurin

Der Aufruf klang nach Großdemonstration:

„Lasst 1000 Schiffe nach Gaza fahren. Unter diesem Motto findet am 26.Juni 2010 auf dem Neumarkt in Gelsenkirchen ab 12.00 Uhr eine Solidaritätsdemonstration für die Menschen in Gaza statt. (…) Düsseldorf war gut, Duisburg war supergut und Gelsenkirchen sollte da nicht allzuviel zurückstehen. Kommt alle am 26.Juni zum Neumarkt nach Gelsenkirchen.“

Alle, das können ziemlich wenige sein. Vielleicht 50 Leute folgten dem Aufruf und trafen sich bei strahlendem Sommerwetter in der Gelsenkirchener Innenstadt. Sie erlebten drei Redner aus dem Umfeld der stalinistischen MLPD und der Linkspartei, einen eifrigen Klampfisten, Sängerinnen und Rapper-.

Die Redner
Alle die das Podium betraten beschworen, dass sie nichts gegen Juden hätten, auch nicht gegen Israel sonder nur etwas gegen den Blockade Gazas. Im vorletzten Winter war das noch anders. Damals war auf einer Demo in Gelsenkirchen noch vom vergasen die Rede. So etwas kam heute nicht vor. Die Demoleitung hatte die Situation im Griff. Alle betonten sie die besondere Verantwortung, die Deutschland wegen seiner Nazi-Geschichte hat. Und weil die Nazis sechs Millionen Juden ermordet haben, stellt man sich jetzt gegen Unterdrückung. Und Unterdrückt werden die Palästinenser. Natürlich nicht durch die Hamas, sondern durch Israel. Und, klar, hoch die Internationale Solidarität, der Kapitalismus ist böse, der Imperialismus sowieso. Wie grausam der Kapitalismus gerade in Gelsenkirchen gewütet hat, erfuhr ich später auf der Demo: Eine von mir sehr geschätzte Würstchenbude, die früher eine sehr leckere Zwiebelwurst offerierte, war verschwunden.

Die Demo
50 Demonstranten stören auch in Gelsenkirchens Fußgängerzone niemanden. Angemeldet waren bei der Polizei erst 500, dann 250. Die Demo verlief sehr ordentlich. Demoleiter Karl-Heinz Strohmeier hatte alles im Griff: „Öner, geh Du voran…“ dirigierte er. Man wählte die Viererreihe. Ein Demonstrant hatte ein Hamas Stirntuch um den Kopf. Heisse Sache bei diesem Wetter. Immer wieder wurden die Gelsenkirchener über die Gaza-Flotte, Israels Attacke auf dieselbe und die Leiden der Palästinenser informiert. Niemanden hielt das vom Speiseeis-Verzehr ab.

Das Kulturprogramm
Das Kulturprogramm bestand aus drei Komponenten: Zwei singenden Maoistinnen, einem klampfenden Betriebsrat und der Duisburger Band die Bandbreite. Und ja, es ist wahr: Töne elektrisch verstärken zu können ist nicht immer ein Segen. Vor allem das Aserbaidschanische Friedenslied ging mir durch Mark und Bein. Der klampfende Betriebsrat hielt sich ordentlich. Ein Mann und eine Gitarre – da kann nicht viel schief gehen.

Der Höhepunkt war der Auftritt der „weltbekannten Duisburger Jungs“ (O-Ton Demoaufruf)  der Band Bandbreite.  Bei so viel Prominenz auf der Bühne verlor die Ansagerin prompt die Kontrolle und sagte die Band als „Breitband“ an. Auch ein schöner Name.

Marcel Wojnarowicz, Künstlername Wojna, von der Bandbreite ist so etwas wie der Erich von Däniken des deutschsprachigen Raps. Wo Däniken Ausserirdische sieht, sieht Wojna Verschwörungen: An Anschläge wie dem 11. September sind immer die westliche Staaten schuld. Alles False-Flag Aktionen. Und dann Gaza: Wie schlecht es den Menschen da geht. Auch zu dem Thema gibt es natürlich ein Bandbreite-Stück. Die Texte der Band haben die Qualität von vorgelesenen Flugblättern. Und klar, Wojna und die Bandbreite werden verfolgt. Man beschimpft sie als Antisemiten, weil sie sich für die Palästinenser einsetzen. Dagegen klagt die Band. Zumindest was die Justiz betrifft, scheint es ein Restvertrauen in den Staat zu geben.

Das Ende
Nach dem Auftritt der Bandbreite war Schluss. Was bleibt?  Auf jeden Fall die Erkenntnis, dass die Bedienung im Cafe Pabst am Neumarkt ein wenig schneller sein könnte.

Gaza: Sonne, Eis und ein wenig Aufregung

Gestern gab es in Duisburg sowohl Protest gegen  als auch Solidarität mit Israel. Beiden Veranstaltungen waren schlecht besucht. Von Thomas Meiser, Stefan Laurin und Frederik Goerges.

Schönes Wetter, planschende Kinder, ein Eis: Am Brunnen mit der dicken Nana auf Duisburgs Fußgängerzone war gestern Sommer pur angesagt. Da fielen die Anfangs gut 200 Demonstranten kaum auf. Erst später, auf dem Weg nach Hochfeld, wuchs ihre Zahl auf die offiziell geschätzten 1000 an. Linkspartei, MLPD und ein paar Hamas-Anhänger machten deutlich, dass Israel böse ist, die Palästinenser Opfer, Allah groß und Solidarität international ist. Protestfolklore vom Fließband. Mit dabei ein paar Landtagsabgeordnete der Linkspartei. Stargäste waren Hermann Dierkes, der immer dabei ist, wenn es gegen Israel geht und Bärbel „Die Schweigerin“ Beuermann.

Einige wenige Gegendemonstranten zeigten, dass sie etwas gegen diese einseitige Sicht der Dinge hatten und brachten ihre Solidarität mit Israel mit einer Fahne zum Ausdruck. „Es kann doch  nicht sein“, sagte einer der Demonstranten, „daß gegen Israel gehetzt werden kann, ohne dass jemand sich dagegen stellt.“

Einen guten Job machte die Duisburger Polizei: Sie sorgte dafür, die die Israel-Anhänger in Sichtweite zu den Hamas-Fans demonstrieren konnten, hielten sich an alle Absprachen und schützten auch unseren Autor Thomas Meiser, als er körperlich von den Scharia-Freunden bedrängt  wurde.

Bei Xtranews wird Thomas Rodenbücher gleich auch etwas zu den Demos schreiben.

Ärger mit Tauss – Update

Jörg Tauss hat uns seinen Anwalt geschickt. Ja, Stefan Schröder hat ihn hart angegangen. Aber Tauss hat auch eine schäbige Tat begangen, für die er hart kritisiert werden kann. Von Stefan Laurin und Stefan Schröder.

Wir würden den ganzen Vorgang gerne dokumentieren, aber der Rechtsanwalt von Tauss will nicht, dass wir seine Abmahnung veröffentlichen oder daraus zitieren. Sollten wir das tun, hat uns Tauss’ Jurist mit rechtlichen Konsequenzen gedroht.

Nun gut. Zitieren wir also nicht aus den Papieren und setzen uns mit den Vorwürfen inhaltlich auseinander.

Im Kern greift Tauss’ Anwalt aus den beiden Artikeln über seinen Mandaten aus den vergangenen Tagen vier Punkte an:

Zunächst stört sich Tauss’ Jurist daran, dass wir geschrieben haben, „nun sei gerichtsfest“ bewiesen, dass Tauss eine Sammlung von Kindervergewaltigungsbildern hatte. Tauss Rechtsanwalt sagte, sein Mandant habe zuvor schon zugegeben, dass er die Sammlung hatte. Und es dürfe nicht der Eindruck entstehen, Tauss habe bestritten, die Vergewaltigungsbilder besessen zu haben.

Das mag ja sein, nur ist es ein erheblicher Unterschied ob der Ex-SPD-Ex-Pirat Tauss sagt, er habe Kinderpornographie  besessen, oder ob ein Gericht zweifelsfrei feststellt, Tauss verfügte, so die taz,  über Bilder auf denen Analverkehr von Erwachsenen mit sechs bis achtjährigen Jungen zu sehen ist.

Bei diesem Punkt werden wir also nicht einknicken. Es ging um ein Urteil. Und über dieses wurde kommentiert.

Weiter störte sich der Rechtsanwalt daran, dass Stefan Schröder geschrieben hat, Tauss habe die Freiheit des Netzes missbraucht, um sich seine Vergewaltigungsbilder zu ziehen. Der Rechtsanwalt sagt, Tauss habe nicht das Internet benutzt, sondern sich seine Befriedigungsvorlagen auf anderen Wegen besorgt. Wir sollten also nicht den Eindruck erwecken, Tauss habe das Internet benutzt.

Diesen Vorwurf können wir nicht nachvollziehen.  „Netz“ schließt hier in dieser Bedeutung die moderne Kommunikation ein. Von Usenet bis zum Mobilfunknetz. Es geht nicht nur um das runterladen der Bilder von einem Server XY. Wir finden Tauss’ Rechtsanwalt verkürzt hier den Begriff „Netz“ auf  TCP/IP gestützte Systeme. An der angegriffenen Stelle ging es aber um die Freiheit der Kommunikation in modernen Netzen.

Auch in diesem Punkt haben wir keinen Grund, etwas zurückzunehmen.

Der nächste Punkt ist noch nebensächlicher. Tauss’ Rechtsanwalt sagt, sein Mandant habe das Handy mit den Analverkehrbildern zwischen Erwachsenen und Kindern, auf dem auch ein mit Sperma bedeckter Kinderkörper zu sehen ist oder eine Frau beim Oralverkehr an einem ein- bis zwei Jahre altem Kind,   nicht aus „einem“ Mietwagen mit in die Wohnung genommen, sondern aus „seinem“ Mietwagen.

Was soll man darauf sagen? Ein Mietwagen gehört immer dem Vermieter. Tauss hat den Mietwagen genutzt. Das ist das Spannende. Und Ende. Es ist egal, ob man „ein“ oder „sein“ Mietwagen sagt.

Zuletzt geht es aber auch um etwas wichtiges. Auf Spiegel.de stand bis vor bis vor kurzem folgende Darstellung:

Stringent hat sie (die Karlsruher Staatsanwältin) in ihrer Argumentation vor Gericht die Widersprüche in den Aussagen des kinderlos verheirateten 56-Jährigen gezeigt.

(Absatz editiert und teilweise gelöscht nach einer erneuten Abmahnung von Tauss‘ Rechtsanwalt)

Dabei war das Handy auf den Abgeordneten zugelassen, es handelte sich um eines seiner offiziellen Diensttelefone. Wenn man es anschaltete, erschien jedoch der Begrüßungstext „Hallo Werner“ – „Werner“ war Tauss‘ Tarnname im Pädophilen-Milieu. Und es war diese Handy-Nummer, die die Fahnder überhaupt erst auf die Fährte von Jörg Tauss gebracht hatte.

Von einer angeblichen „Recherche“ war zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Rede. Erst knapp eine Woche später erklärte der Politiker – und zwar zunächst der Presse und erst dann den Ermittlern – den Besitz der strafbaren Dateien mit seiner Abgeordnetentätigkeit.

Diese Darstellung hat Stefan Schröder übernommen. Und sie verkürzt auf:

Wir reden hier von einem Kerl, nämlich von Tauss, der sich den Mist über ein Handy gezogen hat (Absatz editiert und teilweise gelöscht nach einer erneuten Abmahnung von Tauss‘ Rechtsanwalt).

Tauss’ Rechtsanwalt hat diese Darstellung angegriffen (die eben gelöschten Passagen) Sie entspreche nicht den Tatsachen. Sein Mandant habe nie bestritten, dass das Handy ihm gehörte. Er habe es zu Recherchezwecken benutzt, um die Pornoszene aufzuklären.

Wir haben bei der Staatsanwaltschaft nachgefragt. Und sie bestätigen dort den Rechtsanwalt von Tauss: Die Darstellung im Spiegel und daher auch bei uns ist falsch.

Die Staatsanwaltschaft sagt: Das  Handy war in einem Koffer in Tauss Wohnung, in dem der Ex-Politiker Sachen aus seinem Mietauto hortete. Die Sachen in dem Koffer und damit auch das Handy sei immer Tauss zuzuordnen gewesen. Dieser Punkt sei nie strittig gewesen.

Vor kurzem wurde die Darstellung bei Spiegel Online geändert. Auch wir haben die Darstellung dieses Punktes in dem angegriffenen Text geändert.

Es war schlicht falsch. Tauss hat nie den Besitz des Handys bestritten. Die Frage um das Handy ist aber auch nicht der Kern der Sache.

Der Kern ist: Tauss wurde verurteilt, weil er sich Kinderpornos verschafft und versendet hat.

Der Kern ist: kann man Tauss glauben, dass er die Bilder nicht zu seinem Vergnügen gesammelt hat, sondern für Recherchen? Die Staatsanwaltschaft sagt: Tauss habe sich vom 6. Mai 2007 bis 2009 Bild- und Videomaterial auf sein Handy schicken lassen. Zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten. Einige Dateien kamen am 31. Dezember 2008, an Silvester, mitten in der Nacht, die letzte um 23.58 Uhr. Weiter sagt die Staatsanwaltschaft Tauss habe zunächst nicht davon gesprochen, er habe die schrecklichen Pornobilder zu Recherchezwecken gesammelt.

Dies habe er erst nach ein paar Tagen behauptet. Richter Udo Scholl hat schließlich festgestellt: Tauss habe „aus privaten Gründen“ gesammelt. Das Gericht lies allerdings offen, ob er sich die Bilder zur sexuellen Erregung besorgte. „Dies war für die Tatbestandsverwirklichung auch nicht erforderlich“, hieß in einer Pressemitteilung des Gerichts. Es könne auch sein, dass Tauss „schlicht aus Neugier“ gehandelt habe, sagte Richter Scholl.

Kann sein. Wir glauben das aber nicht. Wer still für sich Onaniervorlagen sammelt, wer keine Aufzeichnungen über seine angeblichen Recherchen macht, wer Ermittler nicht informiert, wer alles im heimlichen tut, der gleicht einem Bankräuber-Aufklärer, der zu Informationszwecken eine Bank ausraubt und das Geld versteckt. Würde so einem jemand glauben?

Wie dem auch sei. In dem Punkt mit dem Handy werden wir bis 12.00 Uhr eine  Unterlassungserklärung abgeben. Wir haben an dieser Stelle falsch berichtet und haben das korrigiert. Den Fehler einzugestehen, ist richtig. Tauss hatte nie behauptet, dass dieses Handy mit den dokumentierten Vergewaltigungen ihm NICHT gehörte.

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Update: Tauss‘ Anwalt hat uns erneut mit einer Abmahnung angegriffen.

Wir haben daraufhin zwei Dinge getan.

Zunächst haben wir oben im Text ein paar Absätze editiert, weil sie nur dazu dienten den Fehler, den wir gemacht haben, inhaltlich zu beschreiben. Da die Sätze sowieso falsch waren, wie wir im weiteren erklärt und dargelegt haben, lohnt sich ein Rechtsstreit wegen der falschen Sätze nicht. Also weg damit – wenn es der Wahrheitsfindung dient.

Weiter wurden wir aufgefordert, die Worte „Befriedigungsvorlage“ und „Onaniervorlage“ oben im Text zu löschen. Das werden wir allerdings nicht tun, da diese Worte freie Übersetzungen von Pornografie sind. (Pornografie ist die direkte Darstellung der menschlichen Sexualität oder des Sexualakts mit dem Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen, wobei die Geschlechtsorgane in ihrer sexuellen Aktivität bewusst betont werden. Quelle: Wikipedia)

Während das griechische Wort seine tatsächliche Bedeutung hinter dem fremden Klang verbirgt, machen die konkreten deutschen Worte die Wahrheit hinter dem Begriff klar. Die freien Übersetzungen zeigen, was eigentlich Pornografie ist. Pornofotos sind nun mal „Befriedigungs- und Onaniervorlagen“. Tauss‘ Rechtsanwalt hat bestätigt, dass sein Mandant Kinderpornofotos besessen hatte und zwar auf seinem Handy. Damit hatte Tauss‘ Anwalt bestätigt, dass „Befriedigungs- und Onaniervorlagen“ seines Mandanten auf dem Handy waren.

Für diese Übersetzungen sind wir bereit vor Gericht zu streiten.  Sollte uns ein Gericht den Umgang mit diesen Worten verbieten, soll es so sein. Bis dahin stehen wir zum freien Wort.

Zuletzt will uns Tauss‘ Rechtsanwalt auch weiterhin mit seiner Definition von Netz beglücken. Das bedeutet: Er sieht das Netz eng auf das Internet bezogen, wir verstehen darunter unter anderem auch das Mobilfunknetz, soweit es dem Datenaustausch dient.

Sollte Herr Tauss darüber eine gerichtliche Klärung wünschen, sind wir bereit, mit ihm vor Gericht über diesen Punkt zu streiten.

Ansonsten hat uns Tauss‘ Rechtsanwalt eine hohe Kostennote reingedrückt. Den Streitwert hat er auf 20.000 Euro festgesetzt.

Wir werden uns jetzt einen Rechtsanwalt nehmen und gegen die Kostennote vorgehen, uns erscheint der Streitwert zu hoch. Wir halten 1000 bis 5000 Euro für angemessen.

Gleichzeitig werden wir uns gegen die weiteren Angriffe von Herrn Tauss wappnen.

Dazu gehört auch, dass wir die Kommentare zu den drei Tauss-Artikeln abgeschaltet haben. Tauss hat uns in der zweiten Abmahnung schon wegen eines Kommentars  attackiert. Ein weiterer Streitherd lohnt nicht. Deswegen kann es sein, dass wir auch einzelne alte Kommentare editieren oder ganz löschen.

Update: Kein Rot-Rot-Grün in NRW

Aus. Es wird in NRW keine Rot-Rot-Grüne Koalition geben. Schon nach wenigen Stunden sind die Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und Linkspartei gescheitert. Die SPD hat nun der Union Gespräche angeboten. Die  könnte  Armin Laschet als Versöhnungskandidaten präsentieren.

Hannelore Kraft begründete nach Angaben von Spiegel.de den Abbruch der Gespräche mit den relativierenden Äusserungen der Linkspartei zur DDR Vergangenheit. Auch die Weigerung der Linkspartei über Stellenstreichungen zu reden waren ein Grund für das Scheitern. Ohne Stellenstreichungen wird  NRW bei der angespannten Haushaltlage kaum auskommen.

Ein Sozialdemokrat sagte den Ruhrbaronen: „Eine Option ist jetzt weg  und weniger Optionen zu haben ist immer schlecht. Die große Koalition ist jetzt die einzige Option und die ist für die SPD sehr ungünstig.“ Die Linkspartei wäre ohne die ernste Absicht zur Zusammenarbeit in die Sondierungsgespräche gegangen: „Wer so viele Vorbedingungen stellt, will keinen gemeinsamen Erfolg.“ Hannelore Kraft hätte Recht damit behalten, dass die Linkspartei nicht regierungsfähig sei: „Man muss sich fragen ob es nicht verfassungsfeindlich ist, solche Nullen in den Landtag zu schicken wie es die Linkspartei getan hat.“

Nach unseren Informationen  wollte die Linkspartei weiterhin als Partei offiziell gegen die dann gemeinsame Regierungspolitik  protestieren können. Grünen und SPD gefiel das nicht. Streit gab es auch beim Thema Verfassungsschutz: Die Linke wollte deutlich machen, dass der Verfassungsschutz bislang nicht auf Basis der Verfassung gearbeitet hat – und dies künftig erst unter Kontrolle der Linkspartei tun würde.

Parteinanny-Maurer soll während der Gespräche mehrmals   bei den Aussagen seiner Parteifreunde die Hände über den Kopf zusammengeschlagen haben.

In der CDU, die der nächste Gesprächspartner der SPD sein wird, werden indes die Stimmen lauter Jürgen Rüttgers zurückzuziehen. Er sei der SPD nicht zuzumuten. Integrationsminister Armin Laschet könnte der neue Kandidat der Union werden.

Linkspartei Sprecherin Katharina Schwabedissen sagte Grüne und SPD hätten für das Scheitern „vorgeschobene Gründe vorgeschoben“ die keine inhaltliche Basis gehabt hätten.

Mittlerweile hat Klaus Ernst, der Vorsitzende der Linkspartei eine Erklärung veröffentlicht: „Der Politikwechsel in Nordrhein-Westfalen“, sagt Ernst, „ist an SPD und Grünen gescheitert. Das waren keine echten Sondierungen sondern nur Scheinverhandlungen. Die DDR existiert seit 20 Jahren nicht mehr. Dass sie jetzt als Grund für das Scheitern der Gespräche herhalten muss, zeigt, dass es SPD und Grünen nie ernst mit einer Einigung war.“

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NRW: Das Endergebnis des Grauens. Kein Wahnsinn

Es hat lange gedauert. Aber hier ist das vorläufige amtliche Endergebnis der Landtagswahl in NRW. Als hätte wir es geahnt. Das Patt des Grauens ist Wirklichkeit geworden. Es geht nur die Große Koalition unter einem CDU-Ministerpräsidenten, wahrscheinlich Armin Laschet, oder Rot-Rot-Grün. Hier das vorläufige amtliche Endergebnis. Die CDU liegt gerade 6200 Stimmen vor der SPD. Es wird nun lange verhandelt werden.

CDU: 34, 6 Prozent  SPD: 34,5 Prozent, Grüne: 12,1 Prozent, FDP: 6,7 Prozent Linkspartei: 5,6 Prozent, Piraten: 1,5 Prozent.

Damit gibt es, so sich die FDP und die Grünen nicht aufeinander zubewegen, nur zwei Koalitionsmöglichkeiten: Eine große Koalition oder Rot-Rot-Grün. Beides ist für die SPD schwierig: Da die Union einen Hauch vor der SPD liegt, kann sie das Amt des Ministerpräsidenten beanspruchen – die SPD würde diese Kröte kaum schlucken. Ein Zusammengehen mit der Linkspartei würde indes kaum stabil sein. Auch viele Grüne und Sozialdemokraten waren sich vor der Wahl sicher, das Rot-Rot-Grün kaum eine Chance hat, die gesamte Legislaturperiode zu überstehen. In der SPD haben sich die Flügel schon vor der Wahl Auseinandersetzungen über das Thema geliefert. Die konnten nur durch die Aussicht auf Rot-Grün gedeckelt werden. Nun werden sie sich verstärken: Es geht um die Macht im wichtigsten Bundesland der Republik. Rüttgers hat eine bittere Niederlage erlitten, Kraft einen bitteren Sieg.

Peinlich war die Leistung des WDR. Das der NRW-Sender bei der Landtagswahl nicht durchzog und man als Zuschauer auf Phoenix angewiesen war, war mehr als peinlich. Ein Landessender muss an so einem Tag flexibel genug sein, das Programm zu ändern um über eine so wichtige Wahl den ganzen Abend lang live zu berichten.

Die Piraten enttäuschten: Mit 1,5 Prozent lagen sie am Ende knapp unter den Prognosen, bei denen sie über zwei Prozent gehandelt wurden.

Alle Zahlen gibt es bei der Landeswahlleiterin…Klack


Trends zur Wahl: Die Grünen haben die Wahl!

Nun haben wir erste Zahlen. Die SPD liegt wohl vor der Union. Es könnte sogar für Rot-Grün reichen. Die Grünen wollen erste einmal mit der SPD reden – aber auch Schwarz-Grün ist noch nicht ganz vom Tisch. Doch zumindest das Patt des Grauens scheint verhindert.

Die Prognosen:

ARD: CDU: 34,5    SPD: 34,5   FDP:  6,5 Grüne: 12,5  Linke: 6,0  Piraten: 2

ZDF: CDU:  34   SPD: 35   FDP: 6,5   Grüne:  12,5 Linke: 5,5

Damit hat Hannelore Kraft einen großen Erfolg erzielt: Mindestens gleichauf mit der Union, vielleicht sogar davor könnte sie die neue Ministerpräsidentin werden. Dabei profitiert sie vor allem von der Schwäche Rüttgers: Die SPD hat auch bei dieser Wahl wieder verloren. Richtige Volksparteien gibt es in NRW seit heute nicht mehr. Rüttgers steht damit vor dem Aus seiner politischen Karriere. Ein 10 Prozent Verlust dürfte er kaum überleben. Aber noch ist nichts klar: Es gibt noch keine stabile Mehrheit. Es wird ein langer Abend.

Die Linke ist nun endgültig im Westen angekommen: Selbst der NRW-Landesverband kam über die Fünf-Prozent-Hürde.

Mit 2 Prozent hätten die Piraten erneut eine großen Erfolg erzielt – die Wähler der Online-Gangster haben  ein starkes Zeichen gesetzt.

In eigener Sache…

In den vergangenen Tagen haben wir zahlreichen Informationen und Dokumente erhalten. Wir freuen uns über das uns entgegengebrachte Vertrauen und gehen allen Hinweisen sorgfältig nach.

Nachricht in eigener Sache

Ja, ich gehe zur WAZ-Gruppe. Ich werde da im Team für Recherche-Journalismus arbeiten. Ich freue mich auf die Aufgabe – und bin happy, dass die WAZ-Gruppe mir die Chance gibt, dort mitzumachen. Es wird sicher toll. Ich werde in Essen arbeiten.

Von David Schraven

Gleichzeitig bin ich traurig, dass ich bei der Welt aufhören muss. Es war eine tolle Zeit im Wirtschaftsressort und im Ressort NRW. Die Leute dort haben mir sehr großen Rückhalt gegeben und mich mächtig bei den ganzen Streitereien unterstützt, die ich ausgelöst habe. Ich danke dem Springer-Verlag für den Mut, es mit mir versucht zu haben.

Ich war jetzt bei der taz, die tageszeitung. Ich habe bei der Süddeutschen gearbeitet, als die noch einen NRW-Teil hatte, und konnte eben auch für Springer schreiben. Und eins ist mir nach dieser Zeit echt wichtig. Im Vergleich muss ich sagen, die ganzen Vorurteile über die Welt, die gerade in Blogs andauernd kolportiert werden, stimmen nicht. Dort sind gute Kollegen, die eine gute Zeitung machen. Vor allem den Geschichten verpflichtet, die erzählt werden müssen. Es war schön dort.

Naja und jetzt WAZ. Ich denke auch dort sind gute Kollegen, mit denen man eine gute Zeitung machen kann. Ich freu mich drauf. Mitte Mai fang ich dort an.

Auf viele spannende Geschichten, hoffentlich nicht soviel Ärger und tolle Projekte!!

Ob ich bei den Ruhrbaronen weitermachen kann, weiß ich noch nicht. Das muss man sehen. Echt keine Ahnung. Aber selbst wenn ich ab Mitte Mai nicht mehr hier mitschreiben sollte:

Die Ruhrbarone wird es noch lange geben. Da bin ich sicher. Sie sind eine verdammt gute Plattform für Geschichten aus dem Ruhrgebiet und von sonst woher.

Hier arbeiten etliche Leute, die richtig was auf der Kiste haben. Ich bin echt stolz drauf, mit Euch hier geschrieben zu haben und vielleicht auch weiter zu schreiben.

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Alles Gute, David

Erst einmal herzlichen Glückwunsch an die WAZ.  Dass die sich mit David einen profilierten, investigativen Journalisten ins Haus holt, wird dem Blatt  gut tun.

Von Stefan Laurin und Christoph Schurian

Und klar, der Weggang von David ist eine Zäsur. David gehörte zusammen mit uns zum Leitungsteam der Ruhrbarone und war einer der Gründer des Blogs. Ohne ihn wären wir heute nicht da, wo wir sind.  Seine Geschichten haben die Ruhrbarone mitgeprägt und diese Geschichten werden künftig in der WAZ erscheinen. Ob David als WAZ-Mann überhaupt noch für uns tätig sein wird, ist noch offen.

Aber wie sagte schon der einstige Eintracht-Frankfurt-Trainer Dragoslav Stepanovic: „Lebbe geht weiter!“.

Die Ruhrbarone werden von über 30 Autoren und Autorinnen getragen. Wir werden weiterhin jeden Tag aufstehen und versuchen, einen guten Job zu machen. Wir bleiben auch ohne David, was wir sind: Eine kritische Stimme aus dem Ruhrgebiet mit dem Talent, jedem auf die Füße zu treten und immer wieder unsere Leser zu überraschen.

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Heute geht es für Walter Hellmich beim MSV Duisburg um alles.

MSV-Präsident Walter Hellmich wird auf der Jahreshauptversammlung Fragen  zu seinen Finanzen und denen des MSV beantworten müssen. Wir haben drüber berichtet. Klick und Klack.

Von David Schraven und Stefan Laurin

Damit aber nicht genug. Wir haben mittlerweile neues herausgefunden. Da ist zum Beispiel das Lizenzverfahren des DFB, das seit einiger Zeit läuft und in dessen Verlauf der Club unangenehme Fragen beantworten muss zu seinen Finanzen. Kann er die kommende Saison überhaupt wirtschaftlich überleben? Oder klappt das nur, wenn die tief verschuldete Kommune Duisburg weiter Millionen und Millionen in die Kicker pumpt und dafür Kindergärten und Schulen verkommen lässt.

Das mag  polemisch klingen,  aber es trifft den Kern. Am Ende der Kette steht nämlich nur die Stadt hinter dem Club. Hellmich selbst zieht  auch mal gerne Geld aus dem Verein.

Nehmen wir ein Beispiel: Die Firma des Sohnes von Walter Hellmich macht das Marketing für den Fußballverein. Dafür bekommt sie Prozente auf die Einnahmen. Erstaunlich, dass diese trotz mittelmäßiger Erfolg der Kicker nach oben weisen. In der aktuell verfügbaren Bilanz lag der Gewinn des Sohnes bei 1,1 Mio. Euro. Das meiste Geld stammte aus den Aktivitäten für die Kicker, denn ansonsten hat die Marketing-Firma nicht besonders viele Kunden. Hellmichs Sohn wollte uns gegenüber nicht sagen, wie viel Geld er mit dem MSV macht. Das ganze ist auch nur deshalb interessant, weil Hellmichs Spross in den Jahren zuvor kaum über die 500.000 Euro Hürde kam. Der MSV hat ihn vermögender gemacht.

Soweit das. Man kann dem Hellmich Sohn natürlich auch zu gute halten, dass er Sponsoren rangebracht hat und dafür belohnt werden muss. Andererseits kommen von den Geldgebern eben einige aus Duisburger Kommunalbetrieben. Und die hätte wohl auch jeder andere geholt.

Bleibt die Frage, wie der Filius von Hellmich Senior überhaupt den Marketing-Vertrag bekam. Nun: Die Story erzählt ein Ex-Aufsichtsrat der damals Verantwortung trug so: Im Jahr 2002 habe der Sohn sich mit einer so genannten Einstandsfee in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro den Marketing-Vertrag beim MSV gesichert. Gut: Eine Einstandsfee nennt man das Antrittsgeld, das jemand dafür zahlt, dass er einen Vertrag unterschreiben darf. Bei einem Fußballclub ist das weder unnormal, noch ungewöhnlich.

Ungewöhnlich war damals etwas anderes, wie sich der Ex-Aufsichtsrat erinnert. So habe Walter Hellmich damit gedroht, das Geld aus der Einstandsfee  zurückzuhalten, bis klar ist, dass er in die Spitze des Vereines marschieren darf. Der Aufsichtsrat meint sich zu erinnern, dass Helmmich sinngemäß gesagt habe, verklagt mich doch, wenn ihr das Geld haben wollt. Erst nachdem ihm der  Job in der Vereinsspitze zugesichert worden war, habe er seinem Filius signalisiert, die Kohle auszuschütten.

Soweit die Fama. Wir haben uns die Fakten angesehen. Der Vertrag mit Junior wurde abgeschlossen, bevor Senior in die Vereinsspitze aufrückte.

Aber es gibt diese informelle Ebene. Und die habe Vater Hellmich bespielt, sagt der damalige Aufsichtsratmann, der zudem an den Gesprächen beteiligt war.

Wir haben bei Herrn Hellmich nachgehört. Er sagt:

„Der Marketingvertrag besteht seit Anfang 2002, also weit vor meiner Amtsübernahme. Die Zahlungen der Einstandsfee erfolgten zeitnah. Die Amtsübernahme als Vorstandsvorsitzender erfolgte im Juli 2002. Es gibt nicht die geringsten Verbindungen zwischen Amtsübernahme und Marketingvertrag.“

Das ist so nicht ganz richtig: Seit dem 3. Juli 2002 ist Hellmich Vorstandsvorsitzender des MSV Duisburg. Der Vertrag mit der Firma seines Sohnes ist seit dem 1. Juli 2002 gültig und wurde 2008 vorzeitig verlängert. Eine Ausschreibung der Vertragsverlängerung gab es nicht.

Auch für Walter Hellmich selbst hat sich das Engagement beim MSV gelohnt. Damals, als Hellmich an der Spitze des Clubs anfing.

Und zwar hatte der Senior den Auftrag zum Stadionsneubau gewonnen – wenige Monate bevor der Junior mit Ankündigung der Einstandsfee den Marketingvertrag abholte. Gut. Senior Hellmich war auch damals der günstigste Anbieter und damit sicher zu recht Gewinner des Wettbewerbes.

Doch nachher, als Hellmich im Amt war und den Club führte und das Stadion baute, da wurde die Anlage immer teurer. So teuer, dass die Kommunalen Unternehmen ordentlich Schotter in Millionenhöhe nachschießen mussten, damit das Ding fertig werden konnte. Hellmich hat sich also sozusagen als Vereinskönig selber Aufträge zugeschanzt. Interessant, oder?

Hellmich sagt dazu auf Anfrage:

„Durch Erweiterung des Business-Centers, zusätzlicher Fan-Shop, erweiterte Räumlichkeiten Geschäftsstelle, Inventar u.a. ist es zu Mehrkosten gekommen. Aus diesem Grunde wurden Darlehen auch von kommunalen Gesellschaften aufgenommen, die natürlich verzinst und regelmäßig getilgt werden.“

Tja, dieses Geld dürfte dann größtenteils der MSV erwirtschaften müssen, damit die Miesen abgestottert werden können. Tattas, die dem Club beim Sichern des Erfolgs fehlen.

Wie dem auch sei, heute ist Mitgliederversammlung beim MSV. Es gibt einige Leute, die Hellmich stürzen wollen. Vielleicht haben Sie Erfolg.
Hellmich selbst pokert wohl auf einen ehrenvollen Rückzug mit möglichst langer Karrenzzeit.

In der Zwischenzeit schaut schon mal die Kreditgebende HSH-Bank in die Bücher des Vereines, um zu sehen, ob überhaupt nach der Kredit für das Stadion zurückgezahlt werden kann. Hellmich findet das normal, schließlich müsse sich die Bank in ständig absichern, dass alles OK läuft.

Und am Ende haftet sowieso das Land für alles. Denn das Land hat die Bürgschaft für das MSV-Stadion-Darlehen übernommen.

Toll.

Ruhrbarone 1: Das Magazin am Ende der Gutenberg-Galaxis…

Fertig. Nach monatelanger Vorbereitung, viel Arbeit und viel Spaß haben wir das erste Ruhrbarone-Magazin gerade in den Druck gegeben.

Warum ein Magazin? Die Gründe sind ganz einfach: Es gibt Geschichten, die muss man auf Papier lesen. Nicht die kurzen, schnellen Meldungen, sondern die lange Stücke, wie die Texte der Wattenscheider Schule. Oder große Bildstrecken. All das gehört gedruckt. Und so etwas wollen wir lesen.

Weil kein anderer im Ruhrgebiet ein Magazin herausgibt, wie wir uns das vorstellen, haben wir es selbst gemacht. Das ist ein Wagnis. Das Ruhrgebiet ist keine Region, in der Qualität hoch geschätzt wird. Medien dürfen hier nicht viel kosten. Daran leiden Journalisten und Verleger hierzulande seit Jahrzehnten.

Wir haben es trotzdem gemacht: Ein Magazin wie ein Buch, opulent und zu einem vernünftigen Preis. Wir wollen wenigstens versuchen, einen Teil der Kosten einzuspielen. Verdienen werden wir damit sicher nichts.

Wir wollten etwas Schönes machen. Das erste Ruhrbarone-Magazin. Inhaltlich bietet es alles, was die Ruhrbarone ausmacht: Investigative Reportagen, Interviews aber auch schräge und ungewöhnliche Geschichten: zum Beispiel überraschende Hintergründe zur Linkspartei. Etwas zu Bodo Hombachs Sicht auf die Ruhrstadt. Oder die kostspielige Suche nach der Liebe des Lebens. Natürlich ist auch Jamiri dabei: er wünscht sich eine neue Facebook-Funktion.

Wir haben  Vielen  zu danken, die das Heft mit ihrer Unterstützung möglich gemacht haben: Ludger Claßen vom Klartext-Verlag etwa, der das verlegerische Risiko eingegangen ist, unser Heft zu produzieren, Denise Franke danken wir für das Design, allen Autoren und Fotografen für ihre Texte und Bilder – und Euch als Lesern dafür, dass Ihr uns in den vergangenen Jahren begleitet, kritisiert und angefeuert habt.

Als Dank für alle, machen wir am kommenden Mittwoch ab 20:00 Uhr eine Release-Party im Bochumer Freibad, in der Nähe des Schauspielhauses. Jeder ist willkommen. 🙂

Das Heft erscheint am kommenden Donnerstag und kann im ausgewählten Zeitschriftenhandel gekauft werden. 120 fast werbefreie Seiten kosten 8,95 Euro.

Hier gibt es einen Link zur Online-Bestellung beim Klartext-Verlag. der Link zum Amazon-Shop folgt, sobald wir ihn haben.

Stefan Laurin   David Schraven