Frühstück für Dortmund

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Nazis: 
Eine Stadt gegen vierzig Rechtsextreme…NZZ
Asyl:  Traglufthallen, Zeltstädte und Wohnschiffe für Flüchtlinge…Nordstadtblogger
Innenstadt: Sanierung AOK-Gebäude Königswall…Radio91.2
Umbau: So schick wird das Jugendgästehaus in der City…Ruhr Nachrichten
TU Dortmund: Zwei Fakultäten unter den Top Ten…Radio91.2
BVB: Niebaum-Villa wird vorerst doch nicht zwangsversteigert…Der Westen
BVB: Sorgenkinder, die wie bei Youtube zaubern…Süddeutsche

 

 

Der Ruhrpilot

Sylvia Löhrmann Foto: Privat/PR
Sylvia Löhrmann Foto: Privat/PR

NRW: 3500 Pädagogen fehlen…RP Online
NRW: Von Armutsviertel bis Zuwanderung – Laschets Mängelliste für Rot-Grün…KStA
NRW: An diesen Autobahnen soll bis 2020 gebaut werden…Bild
Debatte: Demokratie braucht Konkurrenz…FAZ
Debatte: Europa würde keine deutsche Hegemonie verkraften…Welt
Debatte: Die Taliban finden den IS brutal…Zeit
Debatte: Pumuckl bekommt seinen Bauch zurück…Spiegel
Debatte: Nicht mal Ramstein rockt…Jungle World
Ruhrgebiet: Kreis darf „Newpark“-Gelände unter Auflagen kaufen…Welt
Ruhrgebiet: Von der Kohle zur grünen Oase…Welt
Ruhrgebiet: Firmengründer erobern alte Konzernstandorte…Der Westen
Bochum: Chefarzt Farin Urlaub begeistert auch mit Racing Team…Der Westen
Dortmund: Stadt hält an sieben Flächen für Windräder fest…Der Westen
Duisburg: „Die Mutti kommt zu Multikulti“…Welt
Duisburg: Merkel und die Leiden von Marxloh…FAZ
Essen: Nelson Müller weist Pro NRW-Wahlkämpfer in ihre Schranken…Der Westen
Essen: Der EBE-Skandal kommt vor Gericht…Der Westen

Unser Problem mit den Marsianern

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Seit Jahrhunderten treiben Gruppen auf der Erde ihr Unwesen, die zu niemanden gehören. Sie geben sich als Angehörige friedlicher Völker, Religionen und Ideologien aus, aber niemand bestätigt ihre Zugehörigkeit. Das erlaubt nur einen logischen Schluss: Die Invasion der Erde durch Ausserirdische hat längst begonnen. Ich persönlich habe die Marsianer im Verdacht, die gesuchten Unholde zu sein.

Sie griffen Flüchtlinge in Heidenau an und sprachen – wenn auch mit einem merkwürdigen Akzent – deutsch. Doch glaubt man Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) haben sie weder  mit Deutschland noch mit Sachsen etwas zu tun.

Das ist nicht neu. Wir wissen längst, dass weder Anschläge von Islamisten noch der Islamische Staat etwas mit dem Islam zu tun haben.  Auch der Nationalsozialismus war bekanntlich ein Phänomen, dass weder mit Deutschland noch mit Österreich zu tun hatte. Und Stalin war bekanntlich auch kein Sozialist, die Sowjetunion und die DDR keine sozialistischen Staaten. Auch die Hexenverbrennungen und die Inquisition wurzelten bekanntlich nicht im Christentum. Und wahrscheinlich gab es nie etwas unrömerisches als  Spektakel  im Kollosseum.

So unterschiedlich all diese Verbrechen waren, eines steht fest: Ihre Urheber agierten immer verdeckt, begingen nicht nur fürchterliche Taten, sondern schafften es auch noch, friedliebende, fleissige und wohlmeinende Menschen zu denunzieren. Wir haben offenbar ein verdammtes Problem mit ausserirdischen Invasoren vom Mars und es wird Zeit, es anzugehen.

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Salafisten-Aussteiger: Nur Märtyrer kommen sicher ins Paradies

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Bernhard Falk und Sven Lau auf einer Salafisten Kundgebung in Wuppertal


Auch an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen werben Salafisten um Anhänger. In verdeckt und offen arbeitenden Gruppen werden Einsteiger radikalisiert und Geld für den Kampf im Nahen Osten gesammelt.

Michael B. möchte seinen eigenen Namen nicht in der Zeitung lesen, denn er hat Angst. Angst davor, verfolgt und bedrängt zu werden von jenen, zu denen er sich einst zugehörig fühlte: Salafisten, Anhänger einer radikalen Auslegung des Islams, zu denen auch Terrorgruppen wie der Islamische Staat oder die zu Al Qaida gehörende Al Nusra Front gehören.

Damals, als er vor fünf Jahren seinen Glauben wechselte und vom Katholiken zum streng gläubigen Muslim wurde, war Terror noch kein Thema. „Den Islamischen Staat gab es noch nicht und niemand sprach davon, nach Syrien oder in den Irak zu ziehen, um mit der Waffe in der Hand zu kämpfen.“

Alles begann Anfang des Jahrzehnts in einer Hochschule in Westfalen. Michael hatte sein Studium gerade begonnen und genoss die vielen neuen Eindrücke, die an der Uni auf ihn einwirkten. „Alles war spannend. Ich liebte mein Fach und genoss es, mit so vielen

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Der Ruhrpilot

Angela Merkel – Foto: Armin Linnartz (via Wikipedia) Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE


Duisburg: 
Marxloh wartet auf Merkel…Bild
NRW: Kulturgut? NRW lässt zwei Gemälde überprüfen…Badische Zeitung 
NRW: Erst Zensur, dann zweite Chance…FAZ
Debatte: Flüchtlinge sollten gerade in den deutschen Osten…Welt
Debatte: Pack und Politik…FAZ
Debatte: In Heidenau versagt das Bürgertum…taz
Debatte: Gesundheitsdiktatur in Down Under…Novo Argumente
Ruhrgebiet: Im gläsernen Truck das Ruhrgebiet erkunden…Der Westen
Ruhrgebiet: Revier besonders stauträchtig…Die Glocke
Bochum: Johnson Controls Mitarbeiter befürchten Einschnitte…Der Westen
Dortmund: „Flüchtlinge sollen nicht im Park schlafen müssen“…Welt
Duisburg: Bundeskanzlerin hat zwei Stunden Zeit für Marxloh…Der Westen
Duisburg: Ist Marxloh wirklich so schlimm? Besuch im „Problemviertel“…Der Westen
Essen: 52 Millionen für Asylbewerber – Stadt fordert Geld vom Land…Der Westen

Frühstück für Dortmund

Friederike Tiefenbacher, Julia Schubert und Frank Genser  © Birgit Hupfeld
Friederike Tiefenbacher, Julia Schubert und Frank Genser
© Birgit Hupfeld


Theater: 
Die ultimative Flucht…Nachtkritik
Asyl: Flüchtlinge vor verschlossenen Türen
Asyl: „Flüchtlinge sollen nicht im Park schlafen müssen“…Welt
Schwule: „Vögelschutz“ gegen „Die Rechte“…Queer
Nordstadt: Integrations-Projekt droht das Aus…Der Westen
Party: 20.000 feiern beim DJ-Picknick – Zukunft offen…Der Westen
BVB: So wird Dortmund Bayern gefährlich…Sport1
BVB: Ultras als Vorbilder…Reviersport
BVB: Dede-Abschiedsspiel…Radio91.2

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Sächsische Theologie: „Hass von außen ist kontraproduktiv“

heidenau

Nach den Ausschreitungen im Dresdner Vorort Heidenau werden die Kirchen aktiv. Mit einem Aufruf zum Gebet.

Drei Heidenauer Pfarrer, einer katholisch, eine evangelisch und einer bei den Baptisten, rufen zu einem Gebet für die Stadt auf. Es ist ein merkwürdiger Text.

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Heidenau,

Der Aufruf zum Gebet wendet sich nur an jene, die Bürgerrechte in Heidenau haben. Also nicht an die Flüchtlinge, nicht an ihre Helfer aus anderen Städten oder an die Polizeibeamten, von denen allein am Samstag 30 verletzt wurden.

wir wenden uns nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen am Wochenende voller Sorge an Sie und laden für Montag, den 24. August zu einem ersten ökumenischen „Gebet für unsere Stadt“ um 18.00 Uhr in die Christuskirche ein.

Christentum pur – gibt es ein Problem betet man. Dagegen ist nichts zu sagen, das gehört dazu.

Mit der überraschenden Einrichtung eines Erstaufnahmelagers für Asylbewerber in Heidenau wurden verständlicherweise Befürchtungen geweckt, dass Ruhe, Ordnung und Sicherheit in unserer Stadt in Gefahr sind.

Warum sind die Befürchtungen verständlich? Ruhe Ordnung und Sicherheit wurden von den Gegnern des Erstaufnahmelagers gefährdet. Und da die NPD mit 7,5 Prozent in Heidenau größer als die SPD ist, ist klar: Die Stadt hat ein Naziproblem. Sie hat es auch, wenn kein einziger Flüchtling auch nur in der Nähe der Stadt ist.

Doch dass diese teilweise begründeten Ängste sich in anmaßenden Beschimpfungen von Verantwortungsträgern und überheblicher Hetze gegen Flüchtlinge Luft machen, können wir nicht hinnehmen. Wir wissen dabei sehr viele Menschen hinter uns.

Nicht anmaßende Beschimpfungen von Verantwortungsträgern und nicht überhebliche Hetze wären also in Ordnung gewesen. Der Ton macht die Musik – Nette Hetzen-Kurse scheinen kurz vor der Eröffnung zu stehen.

Wir bitten Sie, sich von Gewalt mit Worten oder Taten zu distanzieren. Nicht nur fremdenfeindliche Demonstranten und gewaltbereite Gegendemonstranten stellen eine Gefahr für den Frieden in unserer Stadt dar, sondern auch alle, die mit ihnen sympathisieren und ihnen damit moralischen Rückhalt geben.

Die fremdenfeindlichen Demonstrationen stellen eine Gefahr für die Flüchtlinge und jene dar, die sie verteidigen. Nicht für die Stadt. Die Stadt und ihre Einwohner sind die Gefahr, sie sind nicht in Gefahr.

Bei allem Verständnis für Angst vor Unsicherheit oder finanziellen Einbußen – wir können keine Rechtfertigung dafür finden, den Hilfe suchenden Menschen mit hartherziger Ablehnung, mit Neid und Missgunst oder gar Hass gegenüber zu treten. In einem Land, in dem wir für Frieden und Wohlstand dankbar sein können, ist es unsere Aufgabe, ihnen eine angemessene Unterbringung und Fürsorge zuteil werden zu lassen.

Mal abgesehen vom Verständnis ist der Teil in Ordnung. Mit Neid und  Hass sind gleich zwei der sieben Todsünden dabei – die zu rechtfertigen ist auch für sächsische Provinzpfarrer schwierig. Ganz umsonst war der Besuch des Priesterseminars also nicht.

Wer das Recht auf Asyl in Deutschland hat und wer nicht – das entscheiden nicht wir, sondern diejenigen, die die Anträge sachgerecht bearbeiten.

Die drei Pfarrer stehen hinter dem geltenden Recht. In Sachsen wohl eine kleine Sensation.

Bis zu dieser Entscheidung wollen wir offenherzige Gastgeber sein. Allen, die sich in dieser Weise engagieren, danken wir herzlich und möchten sie ermutigen, weiter ihren wertvollen Dienst zu tun.

Und nach der Entscheidung? Da holen wir die Dreschflegel und Forken raus und jagen sie alle aus der Stadt?

Falls es unter Asylbewerbern zu Gewalt kommt, ist Hass von außen kontraproduktiv. Er erschwert die anspruchsvolle Arbeit der Sicherheitskräfte und Sozialarbeiter vor Ort zusätzlich. Wenn wir Heidenauer die Flüchtlinge ohne Vorurteile und als Menschen ansehen, die Hoffnungen und Bedürfnisse haben wie wir auch, können wir besser mit möglichen Problemen umgehen und einen guten Weg für das Miteinander finden.

Hass ist eine Todsünde und kann demnach nie produktiv sein – zumindest aus christlicher Sicht nicht.  Ob von außen oder von innen spielt da keine so große Rolle. Gehe nicht über los, ziehe nicht 4000 Mark ein und zurück ins Priesterseminar.

Pfarrerin Erdmute Gustke (Evangelische Gemeinde)

Pfarrer Peter Opitz (Katholische Gemeinde)

Pastor Hans-Jürgen Schlag (Baptistengemeinde)