Jamiri, Mama, Papa und die Katze

Aus „HIKIKOMIRI: oder Mama, Papa, die Katze und ich“

Seit über 30 Jahren lässt der Comiczeichner Jan Michael „Jamiri“ Richter seine Leser an seinem Leben teilhaben: Sie begleiteten ihn in seinem Leben als Bohemien, Besitzer des wirklich vorzüglichen und nach dem früheren Essener Tatortkommissar benannten Restaurants Haferkamp und in seiner Beziehung zu Beate. Als die zerbrach, litten sie mit ihm ebenso wie nach dem Tod seines Hundes. Jamiri zeichnete immer wieder auch das Ruhrgebiet mit klugem Humor. Dass die Menschheit heute weiß, dass es einen Stadtteil mit dem Namen Frohnhausen gibt, hat die Welt ihm zu verdanken. Vor ein paar Jahren ist Richter von Essen zurück nach Hattingen zu seinen Eltern

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Köln: „Ohne Frieden, wo kommen wir dahin?“

(c) K. Gercek

Für den ersten Adventssonntag riefen die Kölner Kampagnieros von „Arsch huh, Zäng ussenander“ zu einer Friedensdemonstration für Nahost auf. Am Aachener Weiher fanden sich 600 bis 800 grauhaarige Friedensbewegte zu dem Motto „Give Peace a Chance!“ zusammen. Mit 3000 Teilnehmern hatte man gerechnet.

Die Initiative, die sich Anfang der 90er Jahre unter dem Eindruck der rassistischen Progrome in Deutschland als Zusammenschluss von Kölner Musikern und Künstlern im Kampf „gegen Rassismus und Neonazis“ zusammenfand, veranstaltete vor allem Solidaritätskonzerte. Illustrere Namen aus dem Kölner Karneval als auch Wolfgang Niedeckens BAP gehören bis heut zu den Trägern dieser Initiative.

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Susanne Scheidle: „Den Tag, an dem Corona aus den Schlagzeilen verschwindet, hatten wir uns alle etwas erfreulicher vorgestellt“

Susanne Scheidle. Foto: privat

Die in Recklinghausen geborene und heute in Gelsenkirchen lebende Künstlerin Susanne Scheidle kennen die Leser der Ruhrbarone vermutlich inzwischen alle. Susanne gab uns in der Corona-Pandemie ein bewegendes Interview, schilderte uns darin, wie es ihr während der diversen Lockdowns erging.

Inzwischen scheint die Zeit der Einschränkungen weit weg. Trotz erneut hoher Infektionszahlen, geht das Leben wieder seinen altvertrauten Gang. Zumindest für die Allermeisten. Wir haben die Gelegenheit genutzt uns noch einmal mit der Künstlerin zusammenzusetzen und zu erfahren, was sich bei ihr in den vergangenen Monaten geändert hat und wie ihre Pläne aussehen.

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Wir trauern um Andreas ›Herzi‹ Herz

Andreas „Herzi“ Herz (rechts) während seiner Zeit bei Flaming Anger (1987) zusammen mit Alex Schönert | Foto: Flaming Anger

Der Dortmunder Musiker Andreas ›Herzi‹ Herz ist vergangenen Freitag gestorben. Als Heranwachsender (16.08.1966 – 24.11.2023) war Herzi großer Musikliebhaber und spielte jahrelang in Bands – meist in der härteren Gangart. Die bekanntesten Stationen waren: Flaming Anger (1985 – 1988), Kreator (1992 – 1994) und In Rags (1995 – 2000). Wir möchten an dieser Stelle unser Mitgefühl und Beileid aussprechen, vor allem seiner Mutter, seiner Frau Flo, seinem Sohn Johannes – und allen, die ihm nahestanden.

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Grellbunte Popkultur ›Made in Germany‹: 30 Jahre VIVA

Mehr Scooter und Mr. President als Nirvana und Metallica hatte VIVA im Programm | Foto: ARD Kultur

Deutschlands erster Musiksender VIVA stand mal für zeitgemäßes und hippes Entertainment. Der grellbunte Video-Clip-Sender ging ab dem 1. Dezember 1993 on Air und war die Startrampe für die Karrieren von Stefan Raab, Heike Makatsch oder Dieter Gorny. Manche Protagonisten von damals sind bis heute noch am Ball – wenn auch in ganz anderen Rollen. Die verrückte Geschichte seines Aufstiegs, Triumphs und Niedergangs erzählt nun die dreiteilige Doku „Die VIVA-Story – zu geil für diese Welt!“ von ARD Kultur.

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Viele Worte – wenig Zähne: Farewell, Shane MacGowan!

Shane MacGowan hier bei einem Auftritt mit den Pogues am 29.08.2010 in Moskau | Foto: Redadeg / wikipedia / CC BY-SA 3.0

Mitte der 1980er Jahre veröffentlichten The Pogues fantastisch gespielte Folk-Punk-Alben und wurden mit ihrem Sound Publikums- und Kritiker-Lieblinge. In ihren Songs setzten sich die katholischen Iren für die Unabhängigkeit ihrer Heimat ein. Im Jahr 2021 setzte die Dokumentation ›Crock Of Gold‹ ihrem Sänger, dem schillernden Rauf- und Trunkenbold Shane MacGowan, ein Denkmal. Heute ist der große Musiker im Alter von 65 Jahren verstorben.

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