
Vor 20 Jahren stürzten die USA und ihre Verbündeten, die „Koalition der Willigen“, das Regime von Saddam Hussein und der Baath-Partei im Irak. Ihr Ziel war es, die brutale Diktatur durch ein demokratisches System zu ersetzen. Thomas von der Osten-Sacken leitet als Geschäftsführer im seit über dreißig Jahren Norden des Iraks die Hilfsorganisation Wadi e. V. und ist der Ansicht, dass das, wenn auch nach vielen Mühen, geglückt ist. Mit Thomas von der Osten-Sacken sprach Stefan Laurin.
Ruhrbarone: Der Sturz Saddam Husseins und der Baath-Partei durch eine von den USA geführte Koalition 2003 gilt vielen als der große Sündenfall der internationalen Politik Anfang des Jahrhunderts und als Beleg westlicher Hybris. Der Preis, den die Menschen im Irak und der Region zahlen mussten, seien Bürgerkrieg, Instabilität und das Aufkommen von Terrorgruppen wie dem Islamischen Staat gewesen.