Größte Hallenveranstaltung in 2019 angekündigt: Vom hilflosen Umgang mit der AfD in Waltrop

Zuletzt ging es in Waltrop im Bundestagswahlkampf  sogar handgreiflich zu. Archiv-Foto: Michael Kamps

Die große politische Mehrheit in diesem Lande ist seit Jahren vereint im entschlossenen Kampf gegen die AfD. Viele Parteien sind sich einig in der grundsätzlichen Ablehnung vieler Ziele der selbsternannten ‚Alternative‘ und ihrer Verhaltensweisen. Seit langem kann man fast überall im Lande beobachten, wie auf unterschiedlichen Ebenen versucht wird den Einfluss der AfD in Parlamenten und auf die Gesellschaft gemeinsam zurückzudrängen.
Was jedoch häufig nicht zu erkennen ist, das ist ein wirklich griffiges Konzept dabei. Häufig wirken die Versuche recht ungelenk oder sogar regelrecht kontraproduktiv, kann sich die AfD doch viel zu häufig in eine Art Opferrolle flüchten, profitiert so am Ende vielfach sogar von den regelrecht überfallartigen Angriffen der ‚Altparteien‘ und Organisationen.

Ein Zeugnis von der völligen Planlosigkeit bei der Bekämpfung der AfD konnte man im Bundestagswahlkampf 2017 auch in Waltrop (Kreis Recklinghausen) beobachten. Da tauchte plötzlich und unerwartet ein Wahlkampfstand dieser Partei in der örtlichen Fußgängerzone auf, obwohl sie bis dato vor Ort faktisch noch gar keine Rolle gespielt hatte.
Entschlossen ging ein Parteienbündnis anderer Parteien spontan aktiv gegen den Stand der AfD vor. Im Zuge dieser Auseinandersetzung(en) wurde es zwischenzeitlich sogar handgreiflich. Wir berichteten damals mehrfach.

Die Diskussionen über dieses Verhalten der Lokalpolitiker verschiedener Parteien erhitzten damals im Anschluss die Gemüter in der gesamten Region. Geht man so angemessen mit einem politischen Konkurrenten um? Gebührt es sich nicht vielmehr, dass man sich mit Argumenten auseinandersetzt, statt eine andere Partei auf diese Art und Weise zu attackieren, regelrecht aus der örtlichen Fußgängerzone zu vertreiben?

In dieser Woche entflammte die zwischenzeitlich schon wieder vergessene Debatte wieder ganz neu. Eine Meldung der Lokalzeitung schreckte die Waltroper Politiklandschaft regelrecht auf

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Ihr nehmt ihnen nicht nur die Zukunft, ihr nehmt ihnen ihr Engagement

FridayForFuture (Foto: Links Unten Göttingen/ Flickr/ CC BY-SA 2.0)

Heute soll an mehr als 1.500 Orten weltweit wieder für den Klimaschutz demonstriert werden. Die Schüler, die freitags unter dem Motto „Fridays for future“ der Schule fernbleiben sehen sich Häme und schulmeisterlichen Verweisen auf die Schulpflicht ausgesetzt.

Beliebte Argumente der Demonstrationsgegner:
1. Wenn sie es wirklich ernst meinten, könnten sie ja samstags demonstrieren.
2. Regeln müssen eingehalten werden, wo kämen wir denn da hin?
3. Die Lehrer, die das befürworten, würden anders handeln, wenn die Schüler z.B. gegen Zuwanderung demonstrieren würden.

Nun ist es aber so, dass die Schüler sich entschieden haben, freitags zu demonstrieren und vermutlich mit guten Grund. Sie erregen schließlich gerade auf diese Weise viel Aufmerksamkeit. Man würde Angestellten im Arbeitskampf ja auch nicht nahelegen, außerhalb ihrer Arbeitszeit zu streiken.

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Talentschulen in NRW: Chance oder Notlösung?

Alice-Salomon-Berufskolleg in Bochum


Mit Beginn des kommenden Schuljahres werden in Nordrhein-Westfalen 35 Schulen als Talentschulen besonders gefördert. Was für die Landesregierung ein Beitrag zu mehr Chancengleichheit ist, wird von der Opposition als unzureichende Alibimaßnahme kritisiert.

Auch während des Unterrichts ist in der Pausenhalle viel los: Schüler und Schülerinnen stehen in kleinen Gruppen beieinander, es gibt ein Café, alles hier ist hell und freundlich. Man sieht dem Alice-Salomon-Berufskolleg in Bochum nicht an, dass es eine Schule ist, die, wie es korrekt heißt, besondere soziale Herausforderungen zu bewältigen hat. Aber von den über 2500 Schülern müssen 750, darunter viele Flüchtlinge, fit gemacht, überhaupt eine Ausbildung

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Der Ruhrpilot

Baumhauskolonie im Hambacher Forst Foto: MaricaVitt Lizenz: CC BY-SA 4.0


NRW:
Hambacher Forst –  Umweltschützer fällten  50 Bäume…Bild
NRW: Zahl der judenfeindlichen Straftaten erneut gestiegen…NRZ
NRW: Streetscooter-Erfinder Günther Schuh steigt aus Batterieprojekt aus…Handelsblatt
NRW: Fridays for Future – Landtagspräsident begrüßt Schüler-Demos…WAZ
NRW: Land hält vorerst doch an Mieterschutz fest…WAZ 
NRW: 31 Gefangene starben hinter Gittern…Welt 
Debatte: Deutschland spielt das Spiel der Feinde Israels…NZZ
Debatte: Sahra Wagenknechts Gespür für Show…Welt
Debatte: Die Regierung entdeckt die Knappheit…FAZ
Debatte: Ich will, dass du mich siehst!…NZZ
Debatte: Das Böse lauert im Bushäuschen…Novo
Debatte: Der Motor stottert…Jungle World
Ruhrgebiet: RWE wird überall öko – außer in Deutschland…Welt
Ruhrgebiet: RWE fordert hohe Entschädigung für den Kohleausstieg…Handelsblatt
Ruhrgebiet: Jürgen von Manger – Vater des Ruhrpott-Kabaretts…DLF
NRW: Ulli Tückmantel verlässt die Westdeutsche Zeitung…Meedia
Bochum: Stele in Bochum-City erinnert an Neubeginn jüdischen Lebens…WAZ
Bochum: Günstiges Reste-Essen per App wird immer beliebter…WAZ
Dortmund: Mach Sofa!…Bild
Duisburg: Musik wie bei einem Live-Auftritt…FAZ
Duisburg: Landesarchiv beleuchtet den Städtebau…WAZ
Duisburg: Zoo hält zum ersten Mal in seiner Geschichte Kraken…WAZ
Essen: Gottesdienste unter Hakenkreuzen sind unzumutbar…WAZ
Essen: Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Guido Reil…WAZ
Essen: Mercedes-Stern von Essener Bürodach weg…WAZ

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Brief an Essener Ratsmitglieder: „Pax Christi sieht in den BDS Forderungen keine antisemitische Grundhaltung“

Pax Christi Foto: Henning Schlottmann Lizenz: CC-BY 4.0


Die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP und des Essener Bürgerbündnisses wollen, das künftig weder der BDS noch ihn unterstützender Gruppen Räumlichkeiten der Stadt Essen nutzen dürfen. Mit einem Brief an die Ratsmitglieder stellt sich Pax Christi auf die Seite der Antisemiten.

Dortmund, München, Frankfurt und bald auch Essen und Bochum:  Immer mehr Städte wenden sich gegen die antisemitische BDS-Kampagne, deren Ziel es ist, Israel wirtschaftlich, kulturell und wissenschaftlich zu isolieren – und am Ende zu vernichten.

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Streifzüge gegen Klischees

Bodo Hombach Foto: Per Bergmann Lizenz: CC BY 2.0


Der ehemalige Kanzleramtsminister Bodo Hombach hat mit „Heimat und Macht“ hat ein Buch herausgegeben, dass sich den Ministerpräsidenten und der Landespolitik in Nordrhein-Westfalen widmet. Unser Gastautor Thomas Hüser ist Public Relations Experte aus Essen und ehemaliger Berater des EX-SPD-Chefs Sigmar Gabriel.

Nordrhein-Westfalen ist ein Land für Bindestriche. NRW-SPD ist nur ein Beispiel für das Zusammenfügen, manchmal auch Zusammenkleistern von Widersprüchlichkeiten, die besser als Blaupause für Abgrenzungen taugen. NRW und SPD ist so eine Zusammenschnürung von Gegensätzen genauso wie Rheinland und Westfalen. So wie Nordrhein-Westfalen eigentlich ein „schwarzes“ Land ist, das nur im Ruhrgebiet einen „roten“ Kern aufbauen konnte, so sind fröhliche Rheinländer und sture Westfalen ebenfalls im Widerspruch der Mentalitäten nach 60 Jahren friedlich vereint.

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Der Ruhrpilot

Nazi-Demo in Bochum


NRW: 
3767 rechtsradikale Straftaten…RP Online
NRW: Integration läuft positiv – aber mit „Eintrübungen“…Welt
NRW: AfD will „Nazi-Sprech“ ahnden…Mindener Tageblatt 
NRW: So will Straßen NRW das Chaos endlich in den Griff bekommen…RP Online
Debatte: Jetzt schwimmen auch die Wissenschaftler im Strom des Zeitgeistes mit…Welt
Debatte: Chaos für die Autoindustrie…FAZ
Debatte: Aufruf zur Entpörung…Cicero
Debatte: Overheating About Global Warming…Project Syndicate
Debatte: 
Gender-Studies auf metaphorischen Abwegen…NZZ
Debatte: Sozialer Kapitalismus! Jetzt!…FAZ
Debatte: Die Kunst ist nicht frei, wir aber sind es…NZZ
Debatte: „Der Diesel ist nicht das Problem“…Wirtschaftswoche
Ruhrgebiet: Nazi-Droh-E-Mails auch gegen Finanzamt Gelsenkirchen…Süddeutsche
Ruhrgebiet: Warum die Roma aus Toflea nach Hagen zogen…FAZ
Ruhrgebiet: Städte werben in Cannes um internationale Investoren…WP
Bochum: Studienbrücke bringt ausländische Studenten an die Ruhr-Uni…WAZ
Dortmund: Sexuelle Übergriffe in Kita…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Nazis organisieren den „Kampf der Nibelungen“….Ruhr Nachrichten
Duisburg: Sozialer Arbeitsmarkt – Schon 141 Stellen besetzt…WAZ
Duisburg: Aufstehen gegen Rassismus…WAZ
Essen: Gönner gaben 44.500 Euro für den Hilfs-Wahlkampf von AfD-Reil…Spiegel
Essen:
 Stadt nimmt Superkameras gegen Kriminelle in den Blick…WAZ
Essen: Serdar Somuncu und Niels Ruf brechen Auftritt ab…WAZ

Frontal21: Nahverkehrs-Versager im Ruhrgebiet verweigern den Dialog

Banhof Wanne-Eickel

Jeder, der im Ruhrgebiet den Nahverkehr nutzt weiß es und die Leser dieses Blogs sowieso: Das Angebot an Bussen und Bahnen im Ruhrgebiet ist eine Katastrophe, die Preise sind zu hoch, es gibt über ein Dutzend Nahverkehrsgesellschaften die vor allem dazu dienen, abgehalfterte Politiker und ihre Freunde zu versorgen und auch im VRR gibt es zwar viele Gremien in denen viel und teuer herumgelungert, aber wenig geleistet wird.

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Die Ruhrtriennale 2019 steht im Zeichen von Fremdenhass

Malca Goldstein-Wolf Foto: Privat


Offensichtlich hat Intendantin Stefanie Carp kein Problem mit Israelhass.

Letztes Jahr dafür gerügt, Befürwortern der antisemitischen Boykottbewegung gegen Israel ( BDS) eine Bühne zu bieten, kann sie es auch dieses Jahr nicht lassen, leidenschaftliche „Israelkritiker“ in ihr Programm einzubauen. Von unserer Gastautorin Malca Goldstein-Wolf.

Obgleich Carp von Ministerpräsident Laschet, der aus Protest dem Festival, das mit zwölf Millionen Euro Steuergeldern subventioniert wird, 2018 fernblieb, einen Aufpasser an die Seite stellte, brüskiert sie die NRW Landesregierung erneut.

Offenkundig besessen in ihrer Aversion gegen den jüdischen Staat, wendet sie diesmal einen Trick an, von dem sie wohl hofft, dass er sie unangreifbar macht.

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Der Ruhrpilot

tefanie Carp und Christoph Marthaler bei der Bekanntgabe der Intendanz für die Ruhrtriennale 2018 – 2020. Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2016


Ruhrgebiet: 
Die Ruhrtriennale ist am Scheideweg…WAZ
Ruhrgebiet: Ruhrtriennale widmet sich dem Thema Europa…RP Online
NRW: 15 Fälle von Kinderpornos und Missbrauch bei Polizei…RP Online
NRW: Die meisten Flüchtlinge arbeiten in Helferjobs…Welt
NRW: LEG will in NRW bis zu 1000 neue Wohnungen bauen…Welt
Debatte: Rabiat, ja – aber die Trump-Regierung hat in der Sache recht…Welt
Debatte: „In Deutschland kommen die IS-Leute zu schnell wieder frei“…Tagesspiegel
Debatte: Wir sollten den Vorwurf des Neokolonialismus ignorieren…Welt
Debatte: AKKs flüchtiges Credo…FAZ
Debatte: Aufstand der Aufstehenden?…Novo
Debatte: Bundesregierung rechnet jetzt doch mit Einsatz von Uploadfiltern…FAZ
Debatte: Morsche Metaphern…NZZ
Ruhrgebiet: Hammer OB leistet Wahlkampfhilfe für AKP…WA
Ruhrgebiet: Experte zeigt warum der Nahverkehr eine Katastrophe ist…Der Westen
Ruhrgebiet: Wissenschaftler forschen an der Torte der Zukunft…Bild
Bochum: Wagenknecht-Vize Dagdelen wirft hin…Bild
Bochum: Wand im früheren Opel-Werk eingestürzt – zwei Männer tot…WAZ
Bochum: Stadt ruft Fördermittel des Landes in voller Höhe ab…WAZ
Dortmund: Weiter Streit um das Festi Ramazan…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Ausstellung „Aussterben“ öffnet zu den Akzenten…WAZ
Duisburg: Neue Spundwände sichern Marina im Innenhafen…RP Online
Duisburg: Das schwierige Geschäft mit der Steag…RP Online
Essen: SPD diskutiert Integration – doch nur wenige interessiert es…WAZ
Essen: OVG entscheidet wohl im August über Fahrverbote…WAZ
Essen: Polizei erreichen Hundert Hinweise auf Sexualtäter…WAZ