Deniz, bis Du frei bist

Deniz Yücel muss in U-Haft, das heißt Knast für eine kaum absehbar lange Zeit, falls nicht in irgendeiner Weise politisch interveniert wird, denn das ist er, ein politischer Gefangener. Die Frage, ob öffentlicher Druck bei einem Regime wie dem Erdogans hilfreich ist oder vielleicht sogar kontraproduktiv, halte ich für unsinnig. Er breitet seine Macht und Willkür so weit aus, wie er kann. Dagegen seine Stimme zu erheben und das auch von der Bundesregierung zu verlangen, ist unbedingt richtig. Selbst, wenn ich Deniz nicht als einen der lesenswertesten Journalisten und tollen Menschen kennengelernt hätte oder ihn dafür hielte, wäre ich jetzt erst recht entschlossen dazu. Wenn die Mittel schon bescheiden sind, sollte man nicht auch noch bescheiden damit umgehen. Deniz, bis Du frei bist. #freedeniz
Heute finden 21 Autokorsos für Deniz Yücel und alle anderen in der Türkei inhaftierten Journalisten statt:
Elf davon wird es geben – zwei davon in NRW.
Korso4Deniz Frankfurt
28.2., 16:00 Uhr, Gutleutstraße 38, 60329 Frankfurt am Main
Korso4Deniz Wien
28.2., 16:30Uhr, Ernst-Happel-Stadion, Wien, Österreich
Korso4Deniz Hannover
28.2., 16:30Uhr, Freizeitheim Linden
Hannover, Niedersachsen
Graz:
28.2., 16:30 Uhr, Südtirolerplatz
Graz, Österreich
Korso4Deniz Hamburg
28.2., 16:30Uhr · Glacischaussee, 20359 Hamburg, Deutschland
Korso4Deniz Zürich
28.2., 16:30 Uhr, Parkplatz Bienen am Letzigrund-Stadion, Herdernstrasse, 8004 Zürich.
Korso4Deniz Berlin
28.2., 16:30 Uhr · Berlin
Korso4Deniz München
28.2., 16:30 Uhr, Startpunkt: Am Bavariapark (Deutsches Museum Verkehrszentrum), 80339
Korso4Deniz Köln
28.2., 16:30Uhr, Gummersbacher Straße, 50679 Köln, Deutschland
Korso4Deniz Bremen
28.2., 16:30Uhr, Bürgerweide, Bremen
Korso4Deniz Leipzig
28.2., 17:00Uhr, Connewitz Kreuz Leipzig, Sachsen
Korso4Deniz Bielefeld
28.2., 17:30Uhr. Jahnplatz
Der Ruhrpilot
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Helau! Blickte man von der Karnevalshochburg Herne nach Düsseldorf wurde es schon lustiger ;-)
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Nudging: Paternalismus statt harter Überzeugungsarbeit
Ein Experiment hat gezeigt, dass Nudging kaum funktioniert. Dennoch setzt die Politik immer mehr auf psychologische Verhaltensbeeinflussung. Sie fürchtet die Debatte mit den Bürgern. Von unserem Gastautor Johannes Richardt.
Sie verheißt in der Regel nichts Gutes: Die Post vom Stromanbieter. Jahresendabrechnungen mit hohen Nachzahlungen, Ankündigungen von Tariferhöhungen und manch andere böse Überraschung warten in den Briefumschlägen auf die Verbraucher.
Ganz anders sieht die Welt hingegen bei einigen tausend Kunden von Eon und zwei kleineren Versorgern aus. Diese bekamen im letzten Jahr freundliche Werbebriefe, die neben den nüchternen Verbrauchszahlen und allen möglichen Energiespartipps auch hübsche, zum Stromsparen animierende Grafik enthielten. In den Briefen wurde ihr Stromverbrauch u.a. im Verhältnis zu dem ihrer Nachbarn bewertet.
Man muss sich das so vorstellen: Unter der Überschrift „Die Bewertung ihres letzten Jahresverbrauchs“ findet sich eine dreistufige Skala. Besonders stromsparende Kunden wurden mit kleinen Smiley-Symbolen und einem „Großartig“ visuell beglückt, der Durchschnittsverbraucher bekam immerhin noch einen Smiley und ein „Gut“. Und selbst derjenige, der das Klassenziel verfehlt hat, wurde nicht etwa mit einem strengen „mangelhaft“ oder gar „ungenügend“ abgestraft, sondern bekam ein aufmunterndes „Das geht besser“ mit auf den Weg – allerdings ohne Smiley.
Der Ruhrpilot

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#FreeDeniz – Autokorso für Deniz Yücel in Köln

Seit Dienstag, dem 14. Februar wird Deniz Yücel, der Türkei-Korrespondent der Tageszeitung Die Welt, von den türkischen Behörden festgehalten. Die Festnahme wird mit dem absurden Vorwurf der Mitgliedschaft in einer Terroristischen Vereinigung begründet. Die Bundesregierung bemühte sich bislang erfolglos, Yücel frei zu bekommen. Wie Deniz Yücel werden zur Zeit hunderte Journalisten und Journalistinnen mit fadenscheinigen Gründen in der Türkei in Haft gehalten.
Am Dienstag wird ein Haftrichter in der Türkei entscheiden, ob Deniz Yücel freikommt oder ob er weiterhin inhaftiert bleibt. Aus diesem Anlass finden in mehreren Städten in Deutschland Autokorsos mit der Forderung, Yücel freizulassen, statt. In NRW wird es einen Auotkorso in Köln geben.
Datum und Treffpunkt des Autokorsos: Dienstag, 28. Februar, um 16.30 Uhr an der Gummersbacher Str. 4 in 50679 Köln-Deutz
Willkommen sind alle, die sich für die Freiheit von Deniz Yücel und all den anderen gefangenen Journalisten und Journalistinnen in der Türkei einsetzen. Der Korso soll nicht nur eine Demonstration von Journalisten für Journalisten sein.
Am Sonntag, den 19. Februar, fand bereits ein Autokorso unter dem Motto „FreeDeniz“ in Berlin statt. An ihm beteiligten sich 80 Fahrzeuge und gut 300 Teilnehmer.
Ich bin kein Kostüm – Das letzte Zucken der Empörungsindustrie
Es hat etwas gedauert, aber mit der Kampagne „Ich bin kein Kostüm“ ist der Streit um das, was man kulturelle Aneignung nennt, nun auch einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland bekannt.
Worum es geht? Wikipedia erklärt es kurz und knapp:
„Kulturelle Aneignung (engl. cultural appropriation) ist ein Begriff aus der US-amerikanischen Critical Whiteness- Bewegung, die zur Reflexion von Macht- und Diskriminierungsverhältnissen aufgrund von Hautfarbe anregen will. Bei der kapitalistischen Aneignung werden traditionelle Gegenstände der materiellen Kultur verschiedener Ethnien zur Ware erklärt und ihres Kontextes beraubt.“
Also eigentlich eine ganz wunderbare Sache: Menschen übernehmen von anderen traditionelle Kleidungsstücke, Gerichte oder Verhaltensweisen, mischen sie mit den eigenen, entdecken dabei neues, entwickeln sie weiter und haben ihren Spaß: Chinesen essen in Peking Weißwurst, aber natürlich mit Stäbchen. In Italien gibt es Spaghetti Würstel, unsere heutige Pizza kommt
„Wir und Heute“ – Katholiken im Karneval
Im gemütlichen „Wir und Heute“-Podcast sprechen David Schraven und Martin Kaysh heute über die Vorzüge Katholik zu sein. Zumindest im Karneval. Auch wenn man aus der Kirche ausgetreten ist. Martin beschwert sich weiter über politische Werbung in der Süddeutschen Zeitung. Und David über Gemeinden, die sich an RWE-Aktien festklammern. Davon ab sieht es so aus, als hätte die Warsteiner Brauerei unseren Namen abgekupfert. Viel Spaß beim Feiern!
Zu den anderen Folgen des „Wir und Heute“-Podcastes – und zum Abo des YouTube-Kanals geht es hier.
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