Der Ruhrpilot

NRW: Hunderte Ostermarschierer fordern Ende von Krieg und Gewalt…Der Westen

NRW II: Röttgen hält NRW-Wahl für Richtungsentscheidung…D-Radio

NRW III: Nach PCB-Funden in Eiern geht die Ursachenforschung weiter…WDR

NRW IV: Spitzenkandidat will Gehalt für führende Piraten…Welt

Ruhrgebiet: Es geht um viel, viel mehr als Opel Bochum…Welt

Bochum: Bewährungsstrafe für NPD-Funktionär…NRWREX

Bochum II: Klangbausteine sind seit drei Jahren in der Eve Bar…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Theater Dortmund stellte sich bei Kartenumtausch stur…Der Westen

Blogs: Von der Sehnsucht nach dem NPD-BLOG…Publikative

Debatte: Was zu GRass gesagt werden muss…Post von Horn

Debatte II: Gestern, heute, morgen am liebsten keine Grass-Debatte…Revierpassagen

Mutterglück und anderer Wahnsinn 2: Das Elterntribunal

Den restlichen Tag verbrachte ich leicht abwesend. Für mich stand fest, dass Partner Hpunkt und ich nach dem positiven Schwangerschaftstest alles irgendwie schaffen würden. Ich dachte über mich als Mutter nach, ließ die Gedanken in Richtung kleine Strampler, Schlafentzug, Mutterglück schweifen. Und dann krachte es förmlich. Meine Eltern!!! Von unserer Gastautorin Nina Ryschawy.

 

Ich denke, jeder kennt noch das Gefühl: Man ist noch Kind, hat etwas verbrochen und soll es nun den Eltern beichten. Ein Grummeln in der Magengegend, das Herz wird einem schwer.

Ich wußte nicht, das so ein Gefühl im Alter von 34 Jahren noch einmal zurückkehren konnte.

Und der Zeitpunkt war für eine Beichte in meinen Augen denkbarst schlecht. Es war der 22. Dezember, meine Eltern wirbelten durch die Gegend um alles für das Fest herzurichten. Die Familie hatte sich schließlich angesagt. Sollte ich also meinen Verdacht in Worte gekleidet wie „Ähm, Mama…Papa…wir haben da…also…da gab es…Test…wahrscheinlich schwanger…“ noch vor dem Fest kundtun? Oder wäre es sinniger, bis nach den Feiertagen zu warten?

Nun muss man wissen, dass ich meinen Eltern gegenüber noch nie Geheimnisse wahren konnte. Ich sah mich schon selbst an der Festtagstafel sitzen, unruhig, mit hektischem Blick. Und meine Mutter hat einen siebten Sinn. Sie sieht es mir

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Der Ruhrpilot

Sven Lehmann

NRW: Grünen-Chef Lehmann fordert Kita-Ausbau statt Betreuungsgeld…Der Westen

Bürgerrechte: Kreativ werden gegen ACTA…Netzpolitik

NRW II: Benzinpreispopulismus in der Karwoche…Xtranews

NRW III: CDU-Führungsprobleme Teil 1…Post von Horn

NRW IV: Wolfgang Clement unterstützt die FDP…Spiegel

Dortmund: 1500 Menschen gedenken mit Gamze Kubasik der Nazi-Opfer…Ruhr Nachrichten

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Duisburg: Ministerium kritisiert Vorgehen der Stadt bei Dioxin-Eiern…Der Westen

Essen: Bars und Discos in Essen ignorierten das Musik- und Tanzverbot…Der Westen

Debatte: Was darf Kultur kosten?…Handelsblatt

Letzte Denke

Günter Grass und „letzte Tinte“, Stefan Laurin in der Pose des umbarmherzigen Grass-Entlarvers, die ganze Beißreflex-Debatte: Man weiß gar nicht, was man zuerst schweigen soll, weil’s nicht gesagt werden muss.
Da zitiere ich doch lieber aus dem jüngsten WAZ-Interview Britta Heidemanns mit Martin Walser (publiziert vor Erscheinen des Grass-Gedichtes):

„Walser:
Sagen wir mal so: Alles, was im Roman ‚Muttersohn‘ passiert, könnte man eine Tangente nennen an die Sphäre, an der Rechtfertigung daheim ist oder stattfindet. Das hat mehr mit Rechtfertigung zu tun als alles andere, was ich vorher geschrieben habe. Was ich vorher hatte, das war Rechthabenmüssen. In der Gesellschaft bist du diesem furchtbaren Wettbewerb ausgesetzt, dem Reizklima des Rechthabenmüssens.

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Verzweifelter Wahlkampf: Linke will Mineralölkonzerne enteignen

Was sieht man, wenn man dieses Foto betrachtet? Eine radikale Forderung? Das Ergebnis einer tiefgreifenden ökonomischen Analyse? Menschen, die ihr Herz für die wahrlich gebeutelten Autofahrer entdeckt haben? Den autonomen Flügel des ADAC? Ich sehe etwas anderes: Angst, Verzweifelung und Hilflosigkeit. Im gerade begonnenden NRW-Wahlkampf spielt die Linkspartei keine Rolle. Alle reden über die Piraten oder Hannelore Kraft. Oder Christian Lindner. Über Norbert Röttgen werden wenigstens noch Witze gemacht. Aber die Linkspartei? Kommt nicht vor. Interessiert niemanden. Pascal Beucker war am vergangenen Wochenende auf dem Parteitag der Linkspartei in Hagen und begann seinen Artikel in der taz mit dem einprägsamen Satz: „Ohne Leidenschaft und Selbstvertrauen torkelt die Linke in Richtung Landtagswahl.“

Und so wirken die Menschen auf diesem Foto. Sie glauben selbst nicht an das, was auf ihrem Transparent steht. Sie wollen nur ein wenig Aufmerksamkeit haben. Es ist nicht nur peinlich, es ist auch entwürdigend.