
Von Mario Thurnes
NFL und American Football boomen in Deutschland. Das mehrt auch den Wunsch nach einem Spiel in Deutschland. Diese Hoffnung ist nun von prominenter Seite bestärkt worden.
Von Mario Thurnes
NFL und American Football boomen in Deutschland. Das mehrt auch den Wunsch nach einem Spiel in Deutschland. Diese Hoffnung ist nun von prominenter Seite bestärkt worden.
Seit gestern frisch auf dem Buchmarkt: Der Bildband ‚Heja!‘. Logisch, dass ein so gelungener Bildband über den BVB hier bei den aktuellen Buchtipps in der beginnenden Vorweihnachtszeit nicht fehlen darf. Zumal der Verantwortliche mit Gregor Schnittker nicht nur ein ausgewiesener Fußball-Fachmann ist, sondern auch für die Produktion des legendären Streifens „Am Borsigplatz geboren – Franz Jacobi und die Wiege des BVB“ vor gut drei Jahren mitverantwortlich war. Das alleine bürgt, wie unzählige BVB-Fans wissen, schon für die entsprechende Qualität.
Es ist zudem nicht das erste Buch über die Schwarz-Gelben, das Schnittker im Verlag ‚Die Werkstatt‘ zu verantworten hat. Auch das gelungene Werk über die Dortmunder Europapokalhelden des Jahres 1966 hatten wir hier im Blog vor gut zwei Jahren bereits in einem separaten Beitrag unseren Lesern kurz vorgestellt.
Der 1969 geborene Schnittker macht sich seit den 1970er-Jahren intensiv ein Bild über den Verein. Vielen hier wird er sicherlich durch seine Arbeit für das WDR-Lokalfenster ‚Dortmund‘ und seine Fußball-Berichte für den ZDF-Sport ein Begriff sein.
Schnittker ist für die am Montag offiziell erschienenen 208 Seiten tief in die Foto-Archive abgetaucht, hat von dort die seiner Meinung nach schönsten Bilder über die Dortmunder Kicker mitgebracht und in diesem sehr farbigen Bildband vereint.
Endlich kann das leidige Kapitel ein Stück weiter erfolgreich verarbeitet werden. Das Urteil gegen den BVB-Attentäter ist nämlich gefallen. Dieser wurde heute in Dortmund zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Wegen des Sprengstoffanschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat das Dortmunder Landgericht den Angeklagten Sergej W. zu 14 Jahren Haft verurteilt. Gut eineinhalb Jahre nach dem Attentat hielt die Strafkammer den Beschuldigten damit des 28fachen Mordversuchs, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig.
Über die Einflüsse der Tat im April 2017 auf die sportlichen Geschicke des Vereins war in und um Dortmund herum lange und emotional spekuliert worden. Der BVB unterlag zwar im unmittelbar nach dem Anschlag terminierten Champions-League Duell mit der AS Monaco, holte wenig später jedoch mit Trainer Thomas Tuchel erfolgreich den DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt in Berlin, wurde zudem Vizemeister in der Fußball-Bundesliga.
Trotz des Titels im DFB-Pokal brachten die dramatischen Ereignisse rund um den Bombenanschlag in Dortmund auch hinter den Kulissen unzweifelhaft so einiges in Wanken, führten letztendlich auch zur Trennung des Vereins von Coach Tuchel, nachdem sich dieser mit der Klubführung überworfen hatte, weil er die Ereignisse grundlegend rund um den Anschlag anders bewertet hatte als beispielsweise BVB-Präsident Reinhard Rauball und auch Klubboss Aki Watzke.
Wenn wir mal ganz ehrlich sind, dann gehören herzliche Abneigungen zum Sport doch als besondere Würze mit dazu. Dass in Sachen Fußball ein Dortmunder die Nachbarn aus Gelsenkirchen nicht mag, das gilt bundesweit als selbstverständlich. Natürlich gilt dieses auch genauso gut umgekehrt.
Mit dem Rekordmeister FC Bayern München verhält es sich für die Mehrzahl der Fans beider Lager grundsätzlich nicht anders. Bayern München? ‚Bleib mir bloß weg damit!‘ Da sind sich alle außerhalb Münchens soweit vermutlich fast alle Fußballfreunde einig. Diese Emotionen, diese Rivalität macht letztendlich einen großen Teil des Spaßes für die Millionen Fußballfans aus.
In letzter Zeit fiel es vielen Anhängern, gerade auch aus dem Revier, jedoch immer schwerer ihre tief verwurzelte ‚Verachtung‘ für den Konkurrenten aus dem Süden in alter Intensität aufrecht zu erhalten. Kein Wunder, sicherte sich dieser in den vergangenen Jahren doch nach und nach die Dienste von immer mehr liebgewonnenen Spielern und Gesichtern der Konkurrenz.
Die Ur-Schalker Manuel Neuer und Leon Goretzka wechselten im Zuge dieser Entwicklung ebenso in Richtung Süden wie die Dortmunder Mats Hummels, Robert Lewandowski oder auch Mario Götze. Nicht erstaunlich, dass vielen Fußballfreunden im Revier da die ganz große Abscheu gegenüber der Auswahl der Münchener abhandenkam. Zumindest dann, wenn ein Fan in der Lage war ein wenig über die eigene Vereinsbrille hinauszublicken, das Schicksal des ehemaligen eigenen Lieblingsspielers auch in der Fremde halbwegs offen und aufgeschlossen weiterzuverfolgen.
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und der spanische Nationalstürmer Paco Alcácer gehen langfristig einen gemeinsamen Weg.
Der BVB, der den Offensivakteur im Sommer vom FC Barcelona ausgeliehen hatte, macht von einer im Leihvertrag verankerten Option Gebrauch und verpflichtet Alcácer für eine festgeschriebene Ablösesumme. Hieraus ergibt sich für Spieler und Club gemäß den bereits im Sommer vereinbarten Modalitäten automatisch ein Vertragsverhältnis bis zum 30. Juni 2023.
Paco Alcácer hat beim BVB
Weihnachten, das große Kommerzfest der westlichen Hemisphäre, naht inzwischen mit großen Schritten. Auch auf dem Buchmarkt ist diese Phase im Jahr die umsatzstärkste Zeit des Jahrés. Kein Wunder also, dass Neuerscheinungen gerade auch im November den deutschen Buchmarkt fast schon überfluten. Gar nicht so einfach, da noch einigermaßen den Überblick zu behalten.
Ein Sportbuch, das trotz der Fülle des neuen Angebots in diesen Tagen mein Interesse auf sich gezogen hat, das ist das gerade Anfang November 2018 veröffentlichte „American Football: NFL 2019 – Stars. Teams. Superbowl.“ aus dem Riva-Verlag.
Zunächst einmal muss ich betonen, dass ich mich zwar schon seit Jahren für die NFL grundsätzlich interessiere, mir auch schon einige Spiele angeschaut habe, jedoch trotz allem alles andere als ein Insider oder Experte in dem Bereich bin.
Und gerade auch deshalb gefällt mir das vorgelegte Büchlein ausgesprochen gut. Es versammelt nämlich wichtige Basis-Infos, portraitiert aktuelle und ehemalige Stars der Liga, stellt die Teams der Liga vor. Für jemanden, der noch kein absoluter Experte in Sachen NFL ist, ist das alles sehr interessant und hilfreich.
Von Mario Thurnes
Truthahn, Familientreffen und die Dallas Cowboys: Das gehört für den Amerikaner zu Thanksgiving. Dieses Jahr könnte „America’s Team“ das Tor zu den Playoffs weit aufstoßen – nachdem die Franchise eigentlich schon abgeschrieben war.
Das amerikanische Thanksgiving geht auf das Jahr 1621 zurück. Die Pilgerväter feierten gemeinsam mit den Wampanoag-Indianern, die den Einwanderern halfen, durch den strengen Winter zu kommen. Da passt es, dass an diesem Donnerstag ein Duell ansteht, das selbst schon zum Thanksgiving-Klassiker geworden ist: Die Washington Redskins treten bei den Dallas Cowboys an, zum neunten Mal an dem Feiertag.
Bücher über die nordamerikanische Profieishockeyliga NHL gibt es in deutscher Sprache nun wirklich nicht viele. Der Markt dafür ist halt relativ klein. Schon von daher verdient das offensichtlich mit viel Leidenschaft verfolgte Projekt von Bernd Schwickerath erst einmal grundsätzlich viel Anerkennung.
Der Autor hat mit „Die stärkste Liga der Welt: Eishockey in der NHL“ vor wenigen Tagen ein Buch auf den Markt gebracht, das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Verkaufsschlager werden wird, doch für tausende NHL-Fans in Deutschland durchaus eine öffentliche Empfehlung wert ist.
Auf gut 350 Seiten hat Schwickerath mit erkennbar viel Liebe zum Detail zusammengetragen, was ein NHL-Fan an Basiswissen benötigt: Die Ligageschichte, die Klubs, die gröbsten Hintergründe, Portraits einiger prominenter Spieler.
Wer sich über Grundlagen der NHL, auch durchaus einmal aus deutscher Sicht, informieren will, der findet mit diesem Buch eine geeignete Einstiegsmöglichkeit in die Geschichte der besten Eishockeyliga der Welt.
Heute Abend findet in Leipzig das Testspiel der DFB-Elf gegen die Auswahl von Russland statt. Rund 10.000 Plätze werden im Stadion frei bleiben. Nach einem so schwachen Länderspiel Jahr, wie es die Löw-Truppe abgeliefert hat, sollte das nicht verwundern.
Bundestrainer Jögi Löw selber hat bei der gestrigen Pressekonferenz den Grund dafür auf die zuletzt schwachen Leistungen seiner Elf abgewälzt. Gänzlich falsch ist das sicherlich nicht. Doch es ist eben auch nur die halbe Wahrheit.
Auch schon vor der WM des vergangenen Sommers wurde beim DFB über das teilweise schwache Zuschauerinteresse bei einigen DFB-Spielen orakelt. Man wolle zukünftig gerne in kleinere Stadien wechseln, wenn der Gegner nicht allzu attraktiv ist, hieß damals die Antwort auf das schwindende Faninteresse.
Alles nicht verkehrt, und doch wird der Hauptgrund für das Dilemma bei diesen Debatten seitens der Offiziellen immer gerne mal umschifft. Denn dieser liegt in der von Fans und Medien zuletzt schon häufiger thematisierten grundsätzlichen Entfremdung der Nationalmannschaft von der Basis, von den eigenen Fans.
Von Mario Thurnes
Das Quarterback-Karussell dreht sich wieder. Und wie immer fällt in der NFL dabei auch der Name des Backups der Philadelphia Eagles: Nick Foles. Die Chancen des Titelverteidigers auf eine Teilnahme an den Playoffs im amerikanischen Football sinken derweil.
Die Geschichte von Nick Foles ist eine Cinderella-Story, wie sie die Amerikaner lieben: Der 29-Jährige startete bei den Eagles, schaffte es zwischenzeitlich zum Starting-Quarterback, wurde aber durch Verletzungen zurückgeworfen. Gastspiele bei den St. Louis Rams und den Kansas City Chiefs verliefen wenig glücklich. Dann kehrte er 2017 zu den Eagles zurück.