NRW sollte seine Wasserstoff-Fantasien beerdigen

Werk von Thyssenkrupp in Duisburg Foto: Arnoldius Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die NRW-Landesregierung sollte vor fünf Jahren beschrittenen Wasserstoff-Irrweg aufgeben und sich an die Arbeit machen, realistische energiepolitische Rahmenbedingungen für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen zu schaffen.

Es sind Sätze, die heute bestenfalls Kopfschütteln hervorrufen: „Das Ziel, die industriellen Prozesse in Nordrhein-Westfalen bis 2050 annähernd klimaneutral zu gestalten, kann nur durch den Einsatz von Wasserstoff erreicht werden. Wasserstoff bietet uns riesige

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Mehr Licht: Die Earth Hour ist zivilisationsfeindlicher Unsinn

Frankfurter Skyline bei Nacht Foto: Frank Saßnowski Lizenz: CC BY-SA 4.0


Am 22. März ist es wieder so weit: In vielen Städten – allein im Ruhrgebiet machen 20 mit – wird ab 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht abgeschaltet.

Natürlich nicht überall, sondern nur in den meisten städtischen Gebäuden, die um diese Uhrzeit ohnehin nicht genutzt werden. Auch einige markante Bauwerke wie der Elefant im Maximilianpark in Hamm werden dann für 60 Minuten nicht angestrahlt.

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Sorgen in Merzland

Sauerland: Christian Nawroth Lizenz: CC BY-SA 3.0


Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Viele „Hidden Champions“ sind Weltmarktführer und nach wie vor vom Export von Industriegütern und Autos abhängig. Die Krise hat nun auch sie erreicht. 

Grüne Hügel, im Winter liegt Schnee, und die nächste Großstadt ist weit weg. Friedrich Merz, der CDU-Chef und wahrscheinlich nächste Kanzler, wohnt hier. Und wenn er im Wahlkampf mit dem Slogan „Mehr Sauerland für Deutschland“ warb, konnte das nur der für ein Plädoyer für mehr Provinz halten, der nicht weiß, dass Südwestfalen, zu dem das Sauerland gehört, zu den wichtigsten Industrieregionen Deutschlands zählt. 48,5 Prozent der Beschäftigten im Märkischen

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„Der erste Fusionsreaktor der Welt soll in Deutschland stehen“

Stellaris-Fusionskraftwerk Bild: Proxima-Fusion

Das Sondierungspapier von CDU und SPD enthält etwas, was es in Deutschland nach Jahrzehnten nicht gab: Technologische Aufbruchstimung.

Heute beginnen die Koalitionsgespräche zwischen CDU und SPD. Ob sie überhaupt erfolgreich sein können, wird davon abhängen, ob es im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit für eine Lockerung der Schuldenbremse gibt, die sowohl höhere Verteidigungs- als auch Infrastrukturausgaben ermöglichen würde. Es ist also noch alles offen.

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Mit CO2-Abscheidung könnte Deutschland ein Industrieland bleiben

RWE-Braunkohlekraftwerk Weisweiler (Foto: Roland W. Waniek)


Die Notwendigkeit, den Klimawandel zu bekämpfen ist unstrittig. Konsens ist auch, dass dies einen umfassenden Ansatz erfordert und alle verfügbaren Technologien müssen einbezogen werden müssten. Während die CO2-Abscheidung und -Speicherung CCS eine vielversprechende Möglichkeit bietet, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren, ohne die Industrieproduktion zu gefährden, wird diese immer noch kontrovers und oft dogmatisch diskutiert. Trotz ihrer potenziellen Vorteile wird CCS in Deutschland bisher nicht ausreichend eingesetzt, was auf ideologische und rechtliche Hürden zurückzuführen ist. Eine pragmatische Nutzung aller verfügbaren Technologien könnte entscheidend dazu beitragen, sowohl das Klima zu schützen als auch die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

CO2 ist neben Methan und einigen anderen Stoffen wie Stickstoffoxiden eines der wichtigsten Treibhausgase. Soll der Klimawandel gestoppt werden, kommt es darauf an, seinen Anteil in der Atmosphäre zu senken. CO2 ist kein Klimagift; Leben wäre auf der Erde ohne CO2 nicht möglich, aber in zu großen Mengen ändert es das Klima in sehr kurzer Zeit. Schon vor 20 Jahren stellte das Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC, der sogenannte

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CO2-Abscheidung statt „Große Transformation“

RWE-Braunkohlekraftwerk Weisweiler (Foto: Roland W. Waniek)


Den Klimawandel zu stoppen ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben, denen die Menschheit je gegenüberstand. Umso unverständlicher ist es, wenn in Deutschland aus ideologischen Gründen nicht alle Möglichkeiten genutzt werden, vor allem wenn sie deutlich günstiger sind als die proklamierte „Große Transformation“.

CO2 ist neben Methan und einigen anderen Stoffen wie Stickstoffoxiden eines der wichtigsten Treibhausgase. Soll der Klimawandel gestoppt werden, kommt es darauf an, seinen Anteil in der Atmosphäre zu senken. CO2 ist kein Klimagift; Leben wäre auf der Erde ohne CO2 nicht möglich, aber in zu großen Mengen ändert es das Klima in sehr kurzer Zeit. Schon vor 20 Jahren stellte das Intergovernmental Panel on

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NGOs und Parteipolitik: „Steuermittel dürfen nicht verwendet werden, um die politische Meinungsbildung zu beeinflussen“

Hasso Mansfeld Foto: Privat


Die CDU/CSU hat in der vergangenen Woche in einer Kleinen Anfrage im Bundestag die Frage aufgeworfen, inwiefern sich gemeinnützige Vereine, die auch noch mit Steuergeldern gefördert werden, parteipolitisch betätigen dürfen, ohne ihren Gemeinnützigkeitsstatus zu verlieren. Jetzt ist die Aufregung groß. Aber ist sie berechtigt? Nein, meint Kommunikationsberater Hasso Mansfeld, der sich seit Jahren mit der Rolle von NGOs in der deutschen Gesellschaft kritisch auseinandersetzt. Von unserem Gastautor Ludger Weß.

Ludger Weß: Was spricht dagegen, wenn staatlich finanzierte und als gemeinnützig anerkannte NGOs aktiv in politische Meinungsbildung eingreifen? Es sind doch ehrenwerte Ziele, die diese Organisationen verfolgen: mehr Umweltschutz, Verteidigung der Demokratie…

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