Forscher stellen bisherige Funktionsweise der Fotosynthese infrage.
Einem Forschungsteam der Universität Cambridge, der Universität Rostock sowie der Ruhr-Universität Bochum ist es erstmals gelungen, Elektronen direkt aus den Anfangsstadien der Fotosynthese zu gewinnen. Dieser Durchbruch stellt das bisherige Modell zur grundlegenden Funktionsweise der Fotosynthese infrage und besitzt das Potenzial, die Entwicklung von Solarzellen auf Basis von biologischen Katalysatoren zu revolutionieren. Die Forschungsarbeit wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ vom 22. März 2023 veröffentlicht.
Biologische Katalysatoren, sogenannte Enzyme, bestimmen längst unseren Alltag. Sie werden beispielsweise als Zusätze in Waschmitteln verwendet, sie veredeln Lebensmittel oder werden in
Die ukrainische Armee hilft – auch Tieren (Quelle: https://www.twitter.com/UAarmy_animals)
Seit Jahren schlägt mein Herz für Strassenhunde und –katzen in Rumänien. Nach Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hab ich über mein eigenes Hilfsprojekt „Streuner Seelen“ einer rumänischen Freundin, die in Siret an der Grenze zur Ukraine lebt und einen Tiershelter (Arca lui Oscar) führt, Sach- und Geldspenden zukommen lassen, um ukrainischen Flüchtlingen mit ihren Tieren zu helfen und diese zu versorgen. Auch gehen über sie Sachspenden in den Oblast an der Grenze zu ihrer Heimatstadt. Von unserem Gastautor Tom Pedall.
Da mich das Schicksal der Ukraine, die Kriegsverbrechen, die Zivilisten und Soldaten nicht emotional kalt lässt, sondern mich auch sehr beschäftigt, verfolge ich die neuesten Mitteilungen und Informationen aus der Ukraine von dortigen Twitter-Accounts. Dabei stieß ich auf den Account von „UkrArmy Cats & dogs“. Dort werden besonders Bilder und Kurzvideos von Soldatinnen und Soldaten gezeigt, die sich in erster Linie um Katzen und Hunde kümmern, seien es Kitten, Welpen oder ausgewachsene Tiere. Da stellte sich mir dann keine Frage, ich musste den Account von „UkrArmy Cats & dogs“ abonnieren.
Wilhelm Reich, fotografiert von L. Gutmann, Wien Lizenz: Gemeinfrei
Myron Sharafs großartige Wilhelm Reich-Biografie. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold.
Kein Psychoanalytiker hat so heftige Auseinandersetzungen ausgelöst wie der ungestüme, außergewöhnlich produktive psychoanalytische Theoretiker und zeitweilige Marxist Wilhelm Reich. Die Deutungs- und Aneignungsversuche von Reichs imposantem Lebenswerk halten bis heute an (Peglau 2013, Kaufhold & Hristeva 2021).
Anfangs hielt auch Sigmund Freud große Stücke auf den 1897 geborenen Wilhelm Reich: „Wir haben hier einen Dr. Reich, einen wertvollen, aber ungestümen jungen Mann, seinem Steckenpferd leidenschaftlich ergeben, der nunmehr den genitalen Orgasmus als Gegenmittel gegen jegliche Neurose preist. Er mag von Ihrer Analyse (…) vielleicht lernen, etwas Respekt vor der komplizierten Natur der menschlichen Psyche zu empfinden.“ (S. 125) Dies schrieb Sigmund Freud am 9.5.1928 an Lou Andreas-Salomé.
Später, als der Nationalsozialismus seine zerstörerische Macht auch in Freuds Wien zeigte, sollte sich das Verhältnis zwischen den Beiden verfinstern – bis hin zum von Intrigen geprägten Ausschluss Reichs aus den psychoanalytischen Standesverbänden (vgl. Kaufhold & Wirth 2006, Peglau 2013, Reich 2020).
Die Folgewirkungen hiervon ereilten Reich auch im skandinavischen sowie im amerikanischen Exil, wie Sharaf detailreich in seiner faszinierenden Reich-Biografie nachzeichnet.
Myron Sharaf, ein amerikanischer Hochschullehrer und Reich-Weggefährte, hatte bereits als 18-Jähriger in den USA Kontakt zu Reich gefunden. Dennoch wahrte er sich eine gewisse Distanz. Die Fähigkeit zur kritischen, dennoch von starker Sympathie getragenen Betrachtung zeigt sich auch im Buch, was eines seiner Stärken ist.
Als Wilhelm Reich erfuhr, dass Sharaf an einem Buch über ihn arbeitete, untersagte er ihm dies. Seine Biografie sei sein Eigentum. Reich war nicht immer talentiert darin, Mitstreiter als gleichberechtigte Partner zu akzeptieren und diese zu ermutigen.
1983 erschien Sharafs Biografie in den USA, 1994 folgte eine deutsche Übersetzung unter dem Titel Der heilige Zorn des Lebendigen. Nun ist das Werk endlich wieder zugänglich. Es gibt keine bessere Reich-Biografie.
Ein 12jähriges Mädchen ist tot, Luise aus Freudenberg. Sie wurde, nach derzeitigem Ermittlungsstand, von zwei anderen Mädchen getötet, mit über 30 Messerstichen. Mutmaßlich erfüllt die Tat die Merkmale von Mord. Eine strafrechtliche Verfolgung der beiden Täterinnen wird nicht erfolgen, denn sie sind jünger als 14 Jahre, somit nicht strafmündig. Nun wird diskutiert, ob das sein kann, und ob das Alter für die Strafmündigkeit nicht herabgesetzt werden sollte, auch vor dem Hintergrund zunehmender Delinquenzen von Kindern. Das ist eine populäre Forderung, und völliger Bullshit.
Aus Sicht vieler Menschen da draussen, soll das Strafrecht Schuld büssen lassen, und die Strafbedrohung soll von Taten abschrecken. Tatsächlich soll das Strafrecht zum einen (auch) geltende gesellschaftliche Normen abbilden, zum anderen eine Steuerungswirkung haben. Dabei geht das Erwachsenenstrafrecht davon aus, dass ein Täter einen vollen Einblick und Verständnis in die Art und das Ausmaß seiner Tat hat. Juristen können sicherlich die theoretischen Fundierungen viel besser erklären; aber fachliche Meinungen interessieren derzeit kaum – weder juristische noch psychologische.
Bei Michael Wendler – a.k.a. „Der Wendler“ – ist man sich immer noch unsicher was schlimmer ist: was er schreibt, was er sagt, oder was er singt. Vielen erschien lange Zeit seine Musik als größte Baustelle, in den letzten Jahren hat sich dich aber gewandelt. Der Wendler rückte in immer extremere Verschwörungstheorien, und verteilte sie großflächig, von der deutschen Justiz sehr gefragt, aus den USA. Nun bekommt er eine Show auf RTL 2.
David Tudor and Compsers Inside Electronics. Rainforest V, 1963, Foto Dirk Rose/Kunstmuseen Krefeld
Eine Ausstellung im Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld widmet sich dem Klang des Materials in der Kunst der 1950er bis 1970er Jahre.
Im schalltoten Raum hörst Du nur Dein Herz klopfen – eine künstliche Versuchsanordnung. Klack! Klack! Klack! Der Knopf, auf den ich mehrmals drücke, macht ein Geräusch, aber weiter passiert nichts. Die „Revolution“ von Günther Uecker bricht akustisch nicht aus, weil die gleichnamige Installation aus einer Vielzahl metallischer Objekte gerade nicht betriebsbereit ist, wie sich herausstellt. Kein Höllenlärm also, weil dafür die Blecheimer, Hammer, Stangen und Ketten, in Bewegung versetzt, einander berühren und Geräusche erzeugen müssten. Andere Installationen operieren mit Ton-Konserven vom Band. Ohne diese „Tonspur“ fehlt diesen Kunstwerken ihre bessere Hälfte. Das
Bernhard Krötz ist Mathematikprofessor an der Uni Paderborn. Ab und an veröffentlicht er Videos zum Thema Bildung und Mathematik. In einem dieser Ende Februar veröffentlichten Videos zeigt er, welches mathematisches Wissen von indischen Abiturienten beim Joint Entrance Examination (JEE) erwartet wird. Das JEE ist die Aufnahmeprüfung für die verschiedenen Ingenieurshochschulen das Landes. Krötz ist sich
Tierisches Bewusstsein sollte man sich nicht wie einen Lichtschalter vorstellen, der an oder aus sein kann, sagen Bochumer Philosophen. Sie plädieren für einen anderen Ansatz.
Es gibt Gründe davon auszugehen, dass nicht nur Menschen, sondern auch manche nichtmenschlichen Tierarten über bewusste Wahrnehmung verfügen. Welche Tierarten Bewusstsein haben und wie sich das subjektive Erleben verschiedener Arten unterscheiden könnte, untersuchen Prof. Dr. Albert Newen und der Doktorand Leonard Dung vom Institut für Philosophie II der Ruhr-Universität Bochum. Dafür charakterisieren
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