Der Ruhrpilot

Nazi-Demo in Dortmund

Naziaufmarsch 3.9.: Fragen und Antworten rund um die Protestaktionen…Ruhr Nachrichten

Naziaufmarsch 3.9. II: Polizei-Gewerkschaft kritisiert OB Sierau…Ruhr Nachrichten

Naziaufmarsch 3.9. III: Eisenkugel in der Fensterscheibe…Bo Alternativ

Naziaufmarsch 3.9. IV: Stadtteilspaziergang durch die Dortmunder Nordstadt…Alerta

Medien: WAZ vor Änderung der Eigentums-Verhältnisse…Der Westen

Medien II: Warum schon in diesem Jahr für die WAZ-Mediengruppe das Jahr 2015 sein könnte…Pottblog 

NRW: SPD Generalsekretär Groschek will „Vision Oberhausen 2022“ entwickeln…Der Westen

NRW II: Weniger Einkommen durch Krise…Welt

NRW III: Lafontaine als Gastredner bei Linken-Parteitag…RP Online

Ruhrtriennale: Glühend auf dem Weg ins Nichts…Welt

Essen: Debatte um Spartenschließung droht…Der Westen

Essen II: Zollverein-Mitarbeiter hielt nachts Brandwache…Der Westen

Umland: Regierungspräsident von Münster wird benannt…RP Online

Umland II: Rechtspopulistische Nadelstiche…NRWREX

Umland III: Bürgerbus startet im September…Zoom

Debatte: Die Krise – und der Quatsch mit dem sinkenden Wohlstand…Starke Meinungen

Ruhrgebiet – Berlin: Fünf Tage im August (1)

Erster Tag, 23.8.11

Schon beim Losfahren in Gelsenkirchen-Buer im Autoradio eine Warnung vor Unwettern, die NRW von Nordwesten nach Südosten passieren. Hagelschlag möglich. Das will ich meinem empfindlichen Peugeot Partner-Kastenwagen nicht antun. Bloß weg hier. Nach Berlin. Ich trete aufs Gas, die Unwetter werden bis Magdeburg im Rückspiegel zu sehen sein.
Gut, dass ich mich zu Hause ausgepinkelt habe. Kann also völlig rastlos sogar noch über die ‚Zonengrenze‘ fahren. Vorbei an Helmstedt und der Gedenkstätte „Deutsche Teilung“.
Immer will ich da aussteigen und mir das ganze Elend noch einmal anschauen. Mache ich aber nie. Obwohl auch ich bei Transits oder DDR-Besuchen den Grenzübergang Helmstedt-Marienborn von seiner düsteren Seite kennengelernt habe. Meist mit dem Gefühl, einen Spionage-Film live zu sehen.

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Dortmund: Antifa-Bündnisse wollen sich nicht gegeneinander ausspielen lassen

Weil die beidem Antifa-Bündnisse Dortmund stell sich quer und Alerta in unmittelbarer Nähe zu einander Kundgebung angemeldet hatten, wollte die Polizei wohl die Alerta-Kundgebung verbieten. Der Grund: Dortmund stellt sich quer würde auf einer Trennung der beiden Veranstaltung bestehen.

In einer gemeinsamen Erklärung haben nun Alerta und Dortmund stellt sich quer versichert, dass sie keine Probleme mit einer Kundgebung am gleichen Ort hätten:

Die Polizei greift dabei auf eine altbekannte Masche zurück: Sie versuchen die Bündnisse gegeneinander auszuspielen. So sollte eine Kundgebung von „Alerta“ verboten werden, mit dem Verweis auf eine gleichenorts angemeldete Demonstration von „Dortmund stellt sich quer“. Die Polizei behauptete fälschlicherweise, „Dortmund stellt sich quer“ würde auf eine Trennung der Demonstrierenden bestehen, da sonst eine Eskalation befürchtet werde.

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Manager-Magazin: Shootout bei der WAZ

Nach einem Bericht des Manager-Magazins steht der Essener WAZ-Konzern vor einem massiven Umbruch: Die Brosts, einer der beiden Erbenfamilien, soll bereit sein, sich aus dem Verlag rauskaufen zu lassen. Bestimmen würde dann allein die zweite Erben-Gemeinschaft: Die von dem Kohl-Anwalt Stephan Holthoff-Pförtner vertretene  Funke/Grotkamp Gemeinschaft.

Trifft der Bericht des Manager-Magazins zu, wäre das einer der größten Umbrüche in der Verlagsszene der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren.

Die WAZ gehörte von Anfang an den zwei Familien der Gründer: Den Nachfahren des  Sozialdemokraten Erich Brost  und des eher konservativen Jakob Funke. Dessen Tochter, Petra Grotkamp, will nun die Brost-Erben auszahlen. Die sollen bereit sein, auf den Deal einzugehen. Der Preis laut Manager Magazin: 500 Millionen Euro.

Auch über die Zukunft der heutigen WAZ-Spitze spekuliert das Manager Magazin:

Sollte die WAZ-Gruppe erstmals in ihrer Geschichte einen Mehrheitseigentümer haben, ist es mit der Doppelspitze vorbei: Bodo Hombach wird in diesem Fall keine Zukunft in dem Verlagshaus haben. Ob Christian Nienhaus oder sogar der für seine Arbeit in der Zeitschriftensparte (Gong-Verlag) gepriesene Manfred Braun die WAZ-Führung übernehmen wird, sei keine Frage, mit der man sich zurzeit beschäftige, heißt es intern.

Die WAZ könnte durch diesen Deal handlungsfähiger und konservativer werden. Zur WAZ-Mediengruppe gehören neben der WAZ zahlreiche weitere Tageszeitungen, Radiosender, Wochenzeitschriften und Anzeigenblätter.  Warten wir es mal ab. Hier der Artikel.

 

Medien: Der kleine Prinz

Prinz? Den gibt es noch? Ja – und ab jetzt muss man ganz genau hinschauen, um den einzigen Kauftitel unter den Stadtmagazinen des Ruhrgebiets zu entdecken. Denn der Jahreszeiten-Verlag hat den Prinz auf Pocket-Format geschrumpft.

Kaum ein Zeitschriftensegment bekam es in den vergangenen Jahren so ab wie die Stadtmnagazine: Mit dem Verbot der Zigarettenwerbung brach eine wichtige Einnahmequelle im Anzeigenbereich weg. Die einstmals lukrativen Kontaktanzeigen sind längst ins Internet gewandert und die Veranstaltungstipps kommen  heute via Facebook. Ein beständiges schrumpfen der Auflage vieler Titel und weniger Seiten sind häufig die Folge.

Einen ganz radikalen Schritt wagte nun Prinz. Prinz ist das in den 80er Jahren aus dem Ruhrgebietsmagazin Guckloch hervorgegangene Magazin und erscheint bundesweit in 13 Lokalausgaben, eine davon immer noch im Ruhrgebiet. 2008 gab es den letzten großen Relaunch des Magazins unter der Chefredakteurin  Nicole Zepter. Der Prinz wurde journalistischer und knüpfte an eine Qualität an, die er in den frühern 90er hatte.

Damals schrieb ich recht begeistert

Der Prinz kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Aus mageren acht Seiten „Ruhrgebiet Live“ nun 13 Seiten „Stadt geworden.“ Und auch die Themen haben sich verändert: Die „Stadt Ruhr“ kommt drin vor, es gibt ein paar Interviews und fünf Bochumer mit einer Papiertüte auf dem Kopf erklären, warum sie sich nicht auf die neue Symphonie freuen. Portraits über den Essener Norden

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Die Feldhockey-EM in Mönchengladbach – Spitzensport mal ganz ohne Hype und Public Viewing

Von Oktober bis Juni beschäftige ich mich seit Jahren tagtäglich mit NHL-Eishockey aus Nordamerika. Im Frühsommer freue ich mich dann seit Jahren regelmäßig  auf die Sommerpause. Aber kaum sind dann ein paar Wochen vergangen, dann setzt der ‚Entzug‘ ein. So auch dieses Jahr. Was liegt also näher als sich eine Art ‚Ersatzbefriedigung‘ zu suchen… Und da bot es sich in diesem Jahr für mich und einen ähnlich veranlagten Freund prima an doch kurz mal die Feldhockey-Europameisterschaft in Mönchengladbach zu besuchen, welche ja, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit übrigens, in unserer direkten Nachbarschaft stattfand. Von unserem Gastautor Robin Patzwaldt

So verbrachten wir nun kurzerhand das letzte Wochenende im dortigen Hockeypark und sammelten neue Eindrücke in einer unserem Eishockey recht ähnlichen Sportart.

Leider hielt sich der Zuschauerandrang  in Mönchengladbach dann aber doch arg in Grenzen. Lediglich der Finaltag bei den Herren war mit gut 9.500 Besuchern ausverkauft, und das wohl auch nur weil das Deutsche Team am Freitag das Finale erreichte (und dann sogar mit 4:2 gegen die Niederlande gewann).

Bei den Damen reichte selbst dies nicht um die knapp 10.000 zur Verfügung stehenden Tickets, bei gleich lautender Finalpaarung übrigens, an den Mann bzw. an die Frau zu bringen.

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Duisburg Hochfeld: „Verdrängen ist keine Lösung!“

Nach Dortmund ist Duisburg stark von einer Armutseinwanderung aus Südosteuropa betroffen. Doch die Stadt setzt anstatt auf Verdrängung auf Integration.  

„Die Menschen sind Europäer wie wir und haben einen Anspruch darauf, vernünftig behandelt zu werden.“ Die Menschen von denen Karl Janssen, Duisburgs Kultur- und Jugenddezernent spricht, sind die knapp 4000 Rumänen und Bulgaren die innerhalb der letzten Monate nach Duisburg gezogen sind. Niemand kennt ihre genaue Zahl. Sie haben sich vor allem in den Stadtteilen Marxloh und Hochfeld niedergelassen, Quartieren die schon seit Jahrzehnten durch hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Mieten und viele Migranten geprägt sind. Es sind solche Stadtteile, die der Bezirksbürgermeister des Berliner Stadtteil Neukölns, Heinz Buschkowsky, als künftige Armutsinseln sieht, wenn nicht von der Politik massiv gegengesteuert wird.

Der Zuzug der Bulgaren und Rumänen, viel von ihnen gehören zu der in Osteuropa verfolgten und diskriminierten Volksgruppe der Sinti und Roma, hat die Lage in Hochfeld und Marxloh noch schwieriger gemacht, als sie ohnehin schon war. Erst ab 2015 dürfen sie einer sozialversicherungspflichtige Arbeit nachgehen – solange sind die EU Bürger in Deutschland nur geduldet, wenn sie als Selbstständige arbeiten. Und das tun sie: Die Männer auf einem Arbeiterstrich auf einem Parkplatz an der Wannheimerstraße, wo sie darauf warten Jobs für um die drei Euro die Stunde auf dem Bau zu bekommen, die Frauen in den Straßen des Quartiers als Prostituierte, die ihre Dienste schon ab fünf Euro anbieten. „Die Menschen“, weiß Janssen, „kommen aus einem unbeschreiblichen Elend zu uns.“ In ihren Heimatländern hätten sie

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Der Ruhrpilot

Nazi-Demo in Dortmund

Naziaufmarsch 3.9.: Polizei weiter in Kritik…Der Westen

Naziaufmarsch 3.9. II: Polizisten rechnen mit Gewalt bei Neonazi-Demo…Der Westen

Naziaufmarsch 3.9. III: Infos zur DAB-Veranstaltung am 30.08….Alerta

Naziaufmarsch 3.9. IV: Polizei schirmt Demo ab…KStA 

NRW: Dringend mehr Personal für U3-Betreuung nötig…RP Online

Ruhrgebiet: Schlichte Oper „Tristan und Isolde“ begeistert…Ruhr Nachrichten

Geschichte: Aus dem Ruhrgebiet nach Argentinien…Der Westen

Dortmund: U-Turm-Filmer Adolf Winkelmann schreibt gegen „Betonköpfe“ in Behörden an…Der Westen

Dortmund II: Schwule und Lesben feierten trotz Regen…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Diebstahl von Gullydeckeln wird teuer für die Stadt…Der Westen

Essen: Wo das ging, geht fast nichts mehr…Der Westen

Umland: Regionale 2013 – „Ohne Moos weniger los?“…Zoom

Kultur: Probleme mit Schlingesiefs Opern-Projekt…Zeit

Linkspartei: Gysi droht Niederlage beim Anzeigenstopp für Junge Welt…Tagesspiegel