Abo-Sender ‚Sky‘ beweist: Die traditionalistischen Fußballfans stehen auf verlorenem Posten

Zu Besuch bei ‚Sky Sport News HD‘. Foto: Robin Patzwaldt

Viele Fußballfreunde setzen sich schon seit Jahren für den Erhalt der Fankultur in diesem Lande ein. Eine weitere Zerstückelung der Spieltage und die um sich greifende Kommerzialisierung sind ihnen dementsprechend zuwider. Dem gegenüber liegt es natürlich im ureigensten Interesse der derzeitigen TV-Rechte-Inhaber das Produkt Bundesliga immer weiter auszubauen, aus den teuren Investitionen ein Maximum an Umsatz zu machen.

Vor ein paar Jahren installierte der Abo-Sender ‚Sky‘ auf seinem aktuellen ‚Free-TV‘-Ableger ‚Sky Sport News HD‘ in diesem Zusammenhang den sogenannten ‚Deadline Day‘, machte aus dem früher von den Fans eher beiläufig wahrgenommenen letzten Tag der laufenden Transferperiode ein mediales Highlight. Und obwohl dort häufig dann gar nicht so viel konkret passierte, so spät kaum noch wirklich berichtenswerte Transfers über die Bühne gingen, war dies auch in diesem Sommer in der Vorwoche wieder der Fall.

Doch damit inzwischen offenbar auch schon nicht mehr genug mediales Spektakel:

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Robert Lewandowski hat doch Recht, der BVB ist kein ‚ganz großer Verein‘!

Robert Lewandowski. Archiv-Foto: BVB

Keine Fußball-Bundesliga-Spiele an diesem Wochenende! Da diskutieren die Fans in diesem Lande traditionell gerne einmal wieder emotional über etwas, was eigentlich eine altbekannte Tatsache ist.

Und genau das ist derzeit auch in überraschend großem Ausmaß der Fall. Rund um den BVB sorgt aktuell der Ex-Dortmunder Robert Lewandowski für etliche Schlagzeilen.

Gegenüber dem Vereins-TV des FC Bayern München, dem Haussender des Klubs für den der Pole seit 2014 spielt, sagte der Stürmer kürzlich über seinen damaligen Wechsel vom Ruhrgebiet an die Isar:

„Ich habe das erste Mal ein Trikot auf meinem Körper gespürt, das zu einem richtig großen Verein gehört. Da war ich sehr stolz.“

Eine Aussage, die manchen BVB-Fan zwar arg schmerzen mag, wie die aktuelle Diskussion zeigt, die jedoch trotzdem einfach nicht von der Hand zu weisen ist.

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Guerreiro und Götze: Drohen dem BVB zwei ‚Stinkstiefel‘, die den Erfolg gefährden?

Mario Götzes Vertrag in Dortmund endet bisher im kommenden Sommer. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es könnte das Wochenende der schlechten Nachrichten bei Borussia Dortmund werden. Nach der bitteren 1:3-Pleite am Samstagabend bei Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin droht dem BVB in den nächsten Stunden weiteres Ungemach.

Sportdirektor Michael Zorc versucht nach eigener Aussage schon seit Wochen die im kommenden Sommer auslaufenden Verträge mit den Spielern Mario Götze und Raphael Guerreiro zu verlängern.

Beide zieren sich bisher jedoch die neuen Arbeitspapiere in Dortmund zu unterzeichnen. Dem BVB droht somit ein ablösefreier Abgang der beiden Profis nach dem Ende der gerade begonnenen Runde.

Doch damit nicht genug der Befürchtungen. Da am morgigen 2. September in Deutschland der sogenannte ‚Deadline Day‘ ist, also die aktuelle Transferfrist in diesem Sommer endet, droht den Schwarz-Gelben im ungünstigsten Fall zudem die Herausforderung zwei im Kopf quasi schon abgewanderte Profis in den ambitionierten Kader integriert zu halten, aus ihnen, trotz vermeintlicher ‚Gleichgültigkeit‘ in den kommenden Monaten noch sportliche Hochleistungen herauszukitzeln, wenn sie gebraucht werden.

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Fehlender Biss gegen die Aufsteiger aus Köln und Berlin: Hat der BVB ein Mentalitätsproblem?

Paco Alcacer (re.) markierte das zwischenzeitliche 1:1 in Berlin. Foto: BVB

Natürlich kann man sein Auswärtsspiel bei einem zu Saisonbeginn traditionell euphorisierten Aufsteiger verlieren. Das ist in dieser Saisonphase auch schon ganz anderen Teams passiert. Und dennoch liefert das 1:3 (1:1) des BVB bei Union Berlin (beim Wiedersehen mit Neven Subotic) über das reine Ergebnis hinaus für den Anhang der Schwarz-Gelben Grund zur Sorge.

Nach dem Spiel in Köln, das die Dortmunder in der Schlussphase noch zu ihren Gunsten drehen konnten und mit 3:1 gewannen, war der Auftritt am Samstagabend in der Hauptstadt schon das zweite Spiel hintereinander gegen einen scheinbar klar unterlegenen Gegner, bei dem der BVB die für einen Sieg notwendige Einstellung nicht auf den Platz brachte.

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Hoeneß geht, Kahn kommt – Gut für den FC Bayern München und die ganze Bundesliga!

Oliver Kahn bei seinem Abschiedsspiel im Jahre 2008. Quelle: Wikipedia, Foto: Tsutomu Takasu, Lizenz: CC BY 2.0

Jetzt nimmt Form an, was sich schon seit Wochen angedeutet hatte: Der frühere Torhüter Oliver Kahn wird in den Vorstand des FC Bayern München berufen. Das teilte der deutsche Fußballmeister offiziell mit.

Kahn wird einen Fünfjahresvertrag bekommen. Zunächst fungiert er ab Januar 2020 als Mitglied des Vorstandes. Nach Ablauf des Vertrages von Kalle Rummenigge Ende des Jahres 2021 übernimmt Kahn von ihm dann das Amt des Vorstandsvorsitzenden.

Erst am Donnerstagabend hatte ja Vereinslegende Uli Hoeneß seinen Rückzug aus der Führungsspitze der Bayern offiziell gemacht. Er wird zukünftig nicht mehr als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender bereitstehen.

Dass Kahn in Zukunft eine solch herausragende Rolle im Klub einnimmt, das ist für den FC Bayern und die gesamte Fußball-Bundesliga sicherlich die bestmögliche Lösung.

Wer befürchtet hatte, dass die Szene durch den Rückzug von Hoeneß nicht nur einen unbestrittenen Fachmann, sondern auch eine herausragende Galionsfigur verlieren wird, der kann nun in der Person von Kahn einen würdigen Nachfolger als ‚Lautsprecher‘ der Bayern erkennen.

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Neven Subotic beweist: Man kann sich auch ganz ohne Skandale in die Herzen der BVB-Fans spielen

Subotic musste Dortmund als Spieler den Rücken kehren – sein Herz blieb. Foto: Robin Patzwaldt

Auf Borussia Dortmund wartet am kommenden Bundesliga-Wochenende bereits das nächste emotionale Wiedersehenmit einem Ex-Spieler des Klubs. Nachdem der BVB in der ersten Runde des DFB-Pokals kürzlich auf den KFC Uerdingen mit dem stets in den Negativschlagzeilen stehenden Kevin Großkreutz in seinen Reihen traf, heißt der Gegner am kommenden Samstagabend diesmal Union Berlin, in dessen Diensten seit dieser Saison mit Neven Subotic ein weiterer Profi aktiv ist, der sein Herz in außergewöhnlichem Ausmaß an seinen früheren Arbeitgeber Borussia Dortmund gehängt hat.

Im Gegensatz zu Großkreutz, der immer wieder in Negativgeschichten rund um seine Person verwickelt ist, ist Subotic allerdings ein eher ruhiger und sehr bescheiden autretender Vertreter seiner Zunft, der sich ungeachtet dessen, beim BVB-Anhang ebenfalls bis heute selten großer Beliebtheit erfreuen darf.

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Nationalstürmer Timo Werner führt seinen Arbeitgeber RB Leipzig vor

Timo Werner (links). Quelle: Wikipedia, Foto: Эдгар Брещанов – soccer.ru, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es gibt Entwicklungen und Abläufe im Profifußball, die lassen einen als Beobachter im Nachhinein staunend zurück. Zu diesen zählt auch die gestern bekanntgewordene Vertragsverlängerung von Nationalstürmer Timo Werner bei seinem Bundesligaklub RB Leipzig.

Der 23-Jährige nervte große Teile die Szene bereits seit etlichen Monaten mit einem öffentlich vieldiskutierten und scheinbar endlosen Vertragspoker, entschied sich jetzt, gut eine Woche vor Ende der laufenden Wechselfrist in der Fußball-Bundesliga, zum Verbleib in Leipzig. Dadurch führte er seinen Arbeitgeber ganz nebenbei nach allen Regeln der Kunst vor. Werner darf sich jetzt im Rückblick als der ganz große Sieger dieses Vorgangs fühlen, auch wenn der Verein aktuell alles versucht sich in der Öffentlichkeit als Begünstigter dieser Entscheidung des Nationalspielers darzustellen.

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Entscheidender Vorteil gegenüber Bayern? Die Neuen des BVB schlagen zu Saisonbeginn voll ein

Dortmund-Rückkehrer Mats Hummels. Foto: BVB

Es war die erwartet schwere Aufgabe für den BVB am Freitagabend beim ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison gegen den 1. FC Köln. Nach Anlaufschwierigkeiten setzten sich die Dortmunder in der Domstadt letztendlich ungefährdet mit 3:1 (0:1) durch. Die Treffer der Gäste aus dem Ruhrgebiet gelangen Jadon Sancho, Achraf Hakimi und Paco Alcacer.

Und auch wenn sich die Kölner, wie es einem Aufsteiger in seinem ersten Heimspiel der Runde gut zu Gesicht steht, aufopferungsvoll wehrten, war der Erfolg der Schwarz-Gelben im Rückblick verdient. Der BVB hatte unter der Führung von Trainer Lucien Favre, trotz einer insgesamt für seine Verhältnisse nur mäßigen Vorstellung, 74 Prozent Ballbesitz, erspielte sich die klar bessere Passquote (87 zu 65 Prozent) und gab auch mehr Torschüsse (14:13) ab.

Durch diesen Erfolg setzten die Borussen den vermeintlich größten Konkurrenten um den Titel des Deutschen Meisters 2020 an den Titelverteidiger, den FC Bayern München, unter Druck. Die Süddeutschen gastieren heute Abend im Top-Spiel des 2. Spieltages beim FC Schalke 04, müssen, bei zur Stunde fünf Punkten Rückstand auf die Dortmunder in Gelsenkirchen eigentlich schon siegen, wenn sie nicht schon so früh abreißen lassen wollen.

Nach dem Erfolg im Freitagspiel und der somit gesicherten Optimal-Ausbeute von sechs Punkten nach zwei Spielen genießen sie beim BVB jetzt eine kommode Situation für alle Dortmunder an diesem Wochenende.

Erfreulicher noch als der kurzzeitige Genuss des glatt verlaufenen Saisonstarts ist aus Sicht des BVB die Erkenntnis, dass die vier prominentesten Neuzugänge, für die der Klub über 120 Mio. Euro investiert hat, allesamt schon erstaunlich gut zurechtkommen.

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Wenn Kommentator Frank Buschmann einem das Bundesliga-Topspiel bei Sky ruiniert

Der Bezahlsender Sky übertrug das erste Saisonspiel der Schalker als Topspiel. Foto: Sky

Keinen guten Auftakt in die neue Fußballsaison erleben aktuell die Kunden beim Abo-Sender Sky. Zunächst sparte sich der Fußballplatzhirsch aus München die Kommentatoren für die Konferenz der 2. Liga, dann beendete man das Talkangebot ‚Wontorra‘ am Sonntagmorgen. Stattdessen überließ Deutschlands führender Fußballsender dem vergleichsweise platten Angebot ‚Doppelpass‘ auf Sport 1 kampflos das Feld bzw. die Sendezeit.

Und nun übernahm, wie wir Fußballfreunde spätestens seit Gestern wissen, auch noch ausgerechnet ‚Marktschreier‘ Frank Buschmann den Kommentar beim ersten Topspiel der Woche, redete sich beim mit Spannung erwarteten West-Klassiker Borussia Mönchengladbach gegen den FC Schalke 04 am Samstag um Kopf und Kragen.

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Wird Marcel Schmelzer beim BVB zum bestbezahlten Maskottchen der Fußball-Bundesliga?

Marcel Schmelzer. Archiv-Foto: BVB

Mit der Auftaktbegegnung des Titelverteidigers FC Bayern München gegen Hertha BSC startet die 1. Fußball-Bundesliga am heutigen Freitag endlich offiziell in die Saison 2019/20. Der BVB eröffnet die neue Runde, in der er das Ziel Meisterschaft offensiv ausgerufen hat, am Samstagnachmittag gegen den FC Augsburg, Reviernachbar Schalke 04 ist kurz danach bei Borussia Mönchengladbach schon zum Auftakt maximal gefordert. In Anbetracht solcher Aussichten kommt bei den Fußball-Fans im ganzen Lande große Vorfreude auf!

Deutlich weniger ausgeprägt dürfte diese Vorfreude vermutlich beim Dortmunder Marcel Schmelzer sein. Vor zwei Jahren noch der Kapitän des BVB, fristet der altgediente Defensivspieler aktuell nur noch ein Schattendasein im in diesem Sommer mit Millionen von Euros nochmals zusätzlich aufgehübschten Kader der Westfalen.

Schon in der Vorsaison brachte es Schmelzer in der Liga nur noch auf magere neun (!!!) Einsätze für die Schwarz-Gelben. Die Chancen, dass es diesmal sogar noch weniger werden könnten, sind relativ hoch. Das weiß offenbar auch Schmelzer längst.

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