Fußballdeutschland diskutiert in diesen Tagen leidenschaftlich und emotional darüber, wie mit der am kommenden Wochenende beginnenden WM in Katar umzugehen ist. Der FC Schalke 04 hat sich hierzu mit einer Veröffentlichung auf der Vereinshomepage ganz klar positioniert. Dort formulieren die Gelsenkirchener harte Kritik, sprechen in Bezug auf die Wüsten-WM gar von einem ‚historischen Fehler‘.
Nicht schön, aber am Ende erfolgreich. Schalke schlug Mainz mit 1:0. Foto(s): Michael Kamps
Nein, schön war es wahrlich nicht. Am Ende war die Freude trotzdem groß. Mit 1:0 besiegte der FC Schalke 04 am Mittwoch in der heimischen Arena nach hartem Kampf den FSV Mainz 05 mit 1:0 und feierte damit den zweiten Saisonsieg am 14. Spieltag. Erleichtert verließen die Kicker aus Gelsenkirchen nach wenig hochklassigen, aber spannenden 90 Minuten den Rasen.
Auch bei den Anhängern war die Stimmung nach dem Schlusspfiff diesmal sehr gut. Mit jetzt neun Punkten auf der Habenseite stehen die Schalker zwar noch immer ganz am Tabellenende der Fußball-Bundesliga, konnten die am Vortag entstandene Lücke bis zum Vorletzten, den VfL Bochum, nach dessen Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach aber zumindest wieder auf einen Punkt verkleinern. Mit dem Jahresabschluss gegen den FC Bayern München am kommenden Wochenende vor der Brust, sind die Chancen der Gelsenkirchener auf Rang 18 zu überwintern trotzdem groß. Zu übertriebener Freude besteht bei den Königsblauen also kein Anlass.
Thomas Reis, hier noch als Trainer in Bochum. Archiv-Foto: VfL Bochum 1848
Seit Tagen wurde darüber spekuliert, seit Donnerstagmorgen ist es jetzt auch offiziell: Thomas Reis wird der neue Cheftrainer des FC Schalke 04. Er folgt damit auf Frank Kramer, dem es seit Saisonbeginn nicht gelungen war das Umfeld und die Verantwortlichen in Gelsenkirchen nachhaltig von seiner Arbeit zu überzeugen. Stellt sich somit die Frage, ob dies Reis besser gelingen kann bzw. wird.
Said Boluri ist freier Journalist aus Duisburg. Der 1979 geborene Autor beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit den Themen Migration in Deutschland, Jugend und Menschenrechte im Iran und dem Islam in Ägypten.
Heute hat er auf seine Facebook-Seite auf Probleme aufmerksam gemacht, die einen ehemaligen Fußball-Profi des FC Schalke 04 betreffen und die eine Brücke schlagen zwischen dem aktuellen Geschehen im Iran und der häufig als etwas abgehoben erscheinenden Realität im modernen Profifußball.
Auch der gefühlt längste Sommer seit Jahrzehnten geht irgendwann einmal zu Ende. Die Tage werden kürzer, man hat wieder mehr Zeit für ein paar gemütliche Stunden auf der heimischen Couch. Der nun anstehende Herbst ist traditionell die Jahreszeit zahlreicher Buchneuerscheinungen.
Nach zwei relativ mageren Corona-Jahren, ist der Kalender in diesem Jahr diesbezüglich wieder prall gefüllt mit interessanten Titeln. Die ersten beiden aus dem Sportbereich sind mir in dieser Woche auch schon ins Haus geflattert. Und wie könnte es unmittelbar vor dem Revierderby und der danach anstehenden zweiwöchigen Pause in der Fußball-Bundesliga passender sein, handelt es sich dabei um zwei aktuelle Chroniken der Vereinsgeschichte von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04, der beiden großen Ruhrgebietsvertreter in dieser Sportart.
Heute Mittag erreichte mich zwischen Tür und Angel die Nachricht von der Freistellung von Trainer Thomas Reis beim VfL Bochum. Ganz überraschend kam die Pressemeldung von der Castroper Straße natürlich zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr. Dennoch stimmt einen die Info nachdenklich.
Zwar verlor der VfL am Samstag das von der Bild-Zeitung schon im Vorfeld spielerisch als ‚Entlassico‘ betitelte Duell beim FC Schalke 04 mit 1:3, rangiert damit auch nach Spieltag 6 in der 1. Fußball-Bundesliga ohne Punkte auf der Habenseite auf Rang 18, doch hätte man sich von den Bochumern als neutraler Beobachter den Entwicklung in der Trainerfrage etwas mehr Durchhaltevermögen gewünscht.
Gute Stimmung vor dem Spiel Schalke gegen Bochum. Foto(s): Michael Kamps
Nachdem der FC Schalke 04 das ‚Kleine Revierderby‘ gegen den VfL Bochum am Samstagabend mit 3:1 für sich entscheiden konnte, war die Erleichterung in Gelsenkirchen und Umgebung riesengroß. Nicht nur, dass Frank Kramer mit seiner Mannschaft im sogenannten ‚Entlassico‘ nach ordentlicher, wenn auch nicht überragender Leistung die Oberhand behielt und damit seinen Job sicherer machte, der erste Bundesliga-Heimsieg seit Mai 2021 (4:3 gegen Eintracht Frankfurt) verschaffte den Königsblauen mit den Saisonpunkten 4,5 und 6 auch eine sehr komfortable Ausgangslage vor dem mit Spannung erwarteten Duell mit dem BVB am kommenden Wochenende.
In Dortmund können die Schalker am nächsten Samstag (18.30 Uhr) nach diesem Erfolg jetzt nämlich völlig befreit aufspielen, während die Borussia an Spieltag 6 nicht nur in Leipzig mit 0:3 unterlag, dort einmal mehr ihre schon häufig kritisierte Wankelmütigkeit unter Beweis stellten, sondern am kommenden Mittwoch jetzt auch noch aus krasser Außenseiter den schweren Gang zu Erling Haaland und Manchester City in der Königsklasse vor sich hat. Dementsprechend müde und sportlich womöglich von dann zwei Misserfolgen in Serie stark unter Druck gesetzt werden die Schwarzgelben gegen die Schalker zum ‚Großen Revierderby‘ antreten müssen. Alles spricht also derzeit für eine ideale Ausgangslage für den Aufsteiger aus Gelsenkirchen.
Nicht nur das Duell Marco Rose gegen Edin Terzic bzw. RB Leipzig gegen den BVB fasziniert die Massen an diesem Bundesliga-Wochenende. Auch das kleine Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 gegen den VfL Bochum bekommt zu seinem standardmäßigen Reiz in der kommenden Auflage noch einen gewissen zusätzlichen Reiz.
Auch hier sind es die Trainer, die der Begegnung ihre besondere Spannung verleihen. Die Kollegen der ‚Bild‘-Zeitung, die im Bereich Sport meist sehr gut informiert sind, betiteln das Duell bereits als ‚Entlassico‘. Ein schönes Wortspiel, welches an die Bezeichnung ‚El Classico‘ anlehnt, die ursprünglich das Spitzenspiel in Spanien zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona bezeichnete, inzwischen aber auch für Bundesligaspiele zwischen Dortmund und dem FC Bayern München verwendet wird.
‚Entlassico‘ also? Wirklich ein Endspiel für die beiden Coaches Frank Kramer (Schalke) und Thomas Reis (Bochum)? Eigentlich ist das ja nicht zu glauben!
Jubelstimmung auf Schalke nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga. Foto: Michael Kamps
Seit rund einer Woche sind die Entscheidungen im hiesigen Profifußball nun gefallen. Die Bayern sind mal wieder Meister geworden, RB Leipzig holte den DFB-Pokal, Fürth und Bielefeld sind aus der Bundesliga abgestiegen. Doch seien wir mal ehrlich, es waren die Aufsteiger, die uns in diesem Jahr besonders begeistert haben.
Der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen kehrten ins Fußball-Oberhaus zurück, und der 1. FC Kaiserslautern stieg als Sieger der Relegation gegen Dynamo Dresden eine Etage tiefer in die 2. Liga auf. Die Bilder der feiernden Fans mag man im Detail kritisieren, schlugen viele doch deutlich über die Stränge (Pyro, Randale etc.), doch lieferten die Fans dieser Teams in der Masse die großen Fußballemotionen, die der FC Bayern und RB Leipzig eben nicht liefern konnten.
Was wäre es doch schön, wenn wir solch große Emotionen demnächst auch wieder einmal bei der nationalen Titelvergabe beobachten könnten. Mit dem Dauersieger aus München und dem Dosen-Klub aus Leipzig wird das aber wohl nicht gelingen. Es muss ein Wandel her. Das haben die Bilder der vergangenen rund zwei Wochen noch einmal eindrucksvoll gezeigt.
Felix Magath noch in seiner Zeit als Schalke-Trainer. Quelle: Wikipedia, Foto: Memorino, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Als Hertha BSC vor wenigen Wochen den 68-jährigen Felix Magath als ‚Retter‘ für die Trainerbank des Fußball-Bundesligisten verpflichtete, da reagierte die breite Öffentlichkeit mit großem Erstaunen. Ausgerechnet dieser Coach, der aus der Sicht vieler mit seinen konservativen Trainingsmethoden und Ansichten schon länger aus der Zeit gefallen zu sein schien, sollte den Abstieg des Berliner Erstligisten, der in den vergangenen Jahren mit schier unzähligen Millionen des umstrittenen Investors Lars Windhorst bisher weitestgehend erfolglos um sich warf, vor dem völligen Absturz bewahren? Kaum zu glauben!
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