Thomas Reis, hier noch als Trainer in Bochum. Archiv-Foto: VfL Bochum 1848
Seit Tagen wurde darüber spekuliert, seit Donnerstagmorgen ist es jetzt auch offiziell: Thomas Reis wird der neue Cheftrainer des FC Schalke 04. Er folgt damit auf Frank Kramer, dem es seit Saisonbeginn nicht gelungen war das Umfeld und die Verantwortlichen in Gelsenkirchen nachhaltig von seiner Arbeit zu überzeugen. Stellt sich somit die Frage, ob dies Reis besser gelingen kann bzw. wird.
Jubelstimmung auf Schalke nach dem Wiederaufstieg 2022. Foto: Michael Kamps
Tja, so ist Schalke, kann man da wohl nur sagen. Da wartet man seit Tagen auf die Bekanntgabe des neuen Cheftrainers bei den Königsblauen, und dann erreicht einen plötzlich eine ganz andere Neuigkeit: Statt die Verpflichtung eines neuen Coaches zu vermelden, erklärte der Tabellenletzte der Bundesliga am Mittwoch, dass Sportdirektor Rouven Schröder den Klub mit sofortiger Wirkung verlässt.
Wie unter anderem auch der Kicker vermeldet, hatte Schröder den Vorstand darüber informiert, „aus persönlichen Gründen“ schon vor Ablauf seines Vertrags gehen zu wollen. Diesem Wunsch seien Dr. Bernd Schröder, Christina Rühl-Hamers und Peter Knäbel nachgekommen. Damit stehen die Schalker aktuell ohne Cheftrainer und Sportdirektor da. Das ist ein echter Knaller!
Zwar präsentierten sich die Gelsenkirchener am 10. Spieltag deutlich einsatzfreudiger und engagierter als noch zuletzt, doch konnte der Trainer auch in dieser Woche keine wirkliche Trendwende bewirken. Nach knapp einem Drittel der Saison stehen für die Knappen ganze sechs Punkte zu Buche. Zu wenig, in den Augen der meisten Fans und Beobachter der Szene.
Schalke zu Gast in Leverkusen. Foto: Michael Kamps
Es ist wirklich erstaunlich! Noch vor ein paar Wochen feierte man auf Schalke den Trainer Frank Kramer. Dem Coach, der sich direkt nach seiner Verpflichtung im Sommer mit viel Skepsis in Bezug auf seine Person konfrontiert sah, wurde von den Fans nach dem späten 2:2-Unentschiesden der Gelsenkirchener in der Arena gegen Borussia Mönchengladbach frenetisch und lautstark zugejubelt. Und das, obwohl in diesem Heimspiel erst der erste Punkt nach dem Wiederaufstieg der Königsblauen gesichert werden konnte. Der einhellige Tenor war nach dem Schlusspfiff trotzdem, dass Kramer gut zu Schalke passen würde und ein ‚toller Typ‘ sei.
Jetzt, einige Begegnungen später, mehren sich von allen Seiten die Stimmen, dass der aktuelle Übungsleiter in Gelsenkirchen doch besser ausgetauscht werden solle. Das wirft Fragen auf.
Nach dem Revierderby am Samstag in Dortmund. Foto: Michael Kamps
Es war schon im Vorfeld klar, dass diese Woche für Borussia Dortmund eine wegweisende werden würde. Auswärts bei RB Leipzig und Manchester City, dazu das emotionale Revierderby gegen den FC Schalke 04. Da war keine seriöse Prognose über den Ausgang der Spiele abzugeben. Drei Siege? Drei Niederlagen? Nichts schien unmöglich. Die Leistungen der Dortmunder waren in den Wochen zuvor einfach zu wechselhaft um eine seriöse Vorhersage zu wagen.
Jetzt, nachdem die drei Begegnungen hinter der Elf von Trainer Edin Terzic liegen steht fest, dass der BVB nach wie vor nicht wirklich zu greifen ist. Zwei Pleiten in Leipzig (0:3) und Manchester (1:2) steht der knappe aber verdiente Derbysieg (1:0) vom Samstag gegenüber. Die Schwarzgelben mussten sich also zwei blaue Augen verpassen lassen, können aber nach dem Sieg im Derby trotzdem mit einem Lächeln im Gesicht in die zweiwöchige Pause gehen. Wirklich schlau wird man aus den Borussen in den ersten Wochen der Saison 2022/23 also noch immer nicht.
Gute Stimmung vor dem Spiel Schalke gegen Bochum. Foto(s): Michael Kamps
Nachdem der FC Schalke 04 das ‚Kleine Revierderby‘ gegen den VfL Bochum am Samstagabend mit 3:1 für sich entscheiden konnte, war die Erleichterung in Gelsenkirchen und Umgebung riesengroß. Nicht nur, dass Frank Kramer mit seiner Mannschaft im sogenannten ‚Entlassico‘ nach ordentlicher, wenn auch nicht überragender Leistung die Oberhand behielt und damit seinen Job sicherer machte, der erste Bundesliga-Heimsieg seit Mai 2021 (4:3 gegen Eintracht Frankfurt) verschaffte den Königsblauen mit den Saisonpunkten 4,5 und 6 auch eine sehr komfortable Ausgangslage vor dem mit Spannung erwarteten Duell mit dem BVB am kommenden Wochenende.
In Dortmund können die Schalker am nächsten Samstag (18.30 Uhr) nach diesem Erfolg jetzt nämlich völlig befreit aufspielen, während die Borussia an Spieltag 6 nicht nur in Leipzig mit 0:3 unterlag, dort einmal mehr ihre schon häufig kritisierte Wankelmütigkeit unter Beweis stellten, sondern am kommenden Mittwoch jetzt auch noch aus krasser Außenseiter den schweren Gang zu Erling Haaland und Manchester City in der Königsklasse vor sich hat. Dementsprechend müde und sportlich womöglich von dann zwei Misserfolgen in Serie stark unter Druck gesetzt werden die Schwarzgelben gegen die Schalker zum ‚Großen Revierderby‘ antreten müssen. Alles spricht also derzeit für eine ideale Ausgangslage für den Aufsteiger aus Gelsenkirchen.
Nicht nur das Duell Marco Rose gegen Edin Terzic bzw. RB Leipzig gegen den BVB fasziniert die Massen an diesem Bundesliga-Wochenende. Auch das kleine Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 gegen den VfL Bochum bekommt zu seinem standardmäßigen Reiz in der kommenden Auflage noch einen gewissen zusätzlichen Reiz.
Auch hier sind es die Trainer, die der Begegnung ihre besondere Spannung verleihen. Die Kollegen der ‚Bild‘-Zeitung, die im Bereich Sport meist sehr gut informiert sind, betiteln das Duell bereits als ‚Entlassico‘. Ein schönes Wortspiel, welches an die Bezeichnung ‚El Classico‘ anlehnt, die ursprünglich das Spitzenspiel in Spanien zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona bezeichnete, inzwischen aber auch für Bundesligaspiele zwischen Dortmund und dem FC Bayern München verwendet wird.
‚Entlassico‘ also? Wirklich ein Endspiel für die beiden Coaches Frank Kramer (Schalke) und Thomas Reis (Bochum)? Eigentlich ist das ja nicht zu glauben!
Schalke empfängt Union Berlin. Foto(s): Michael Kamps
Der Auftakt des FC Schalke 04 in die Saison 2022/23 der 1. Fußball-Bundesliga verlief durchaus ermutigend. Eine unglückliche Niederlage in Köln, ein beherzter Auftritt im ersten Heimspiel in Gelsenkirchen gegen Borussia Mönchengladbach und ein respektables Unentschieden in Wolfsburg. Zwar bedeuten bereits die dafür insgesamt gutgeschriebenen zwei Zähler in der Tabelle nicht viel, fand sich der Klub durch sie doch schon zum Saisonstart auf einem Platz im hinteren Tabellendrittel wieder, doch entsprachen die gezeigten Leistungen in den in den ersten Wochen der Spielzeit absolvierten Begegnungen bis hierhin noch dem, was man sich von einem engagierten Aufsteiger erhoffen darf. Kampf und Leidenschaft, sogar ein gewisser Grad an Euphorie. All das war vorhanden.
An diesem Wochenende holte die Königsblauen aber dann die traurige Realität ein. Und das mit aller Brutalität des Fußballs. Nach dem indiskutablen 1:6 (1:3) gegen Union Berlin dürfte wohl auch dem letzten Schalker klar geworden sein, dass der Kampf um den Klassenerhalt für die Gelsenkirchener hart werden wird.
Jubelstimmung auf Schalke nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga. Foto: Michael Kamps
Seit rund einer Woche sind die Entscheidungen im hiesigen Profifußball nun gefallen. Die Bayern sind mal wieder Meister geworden, RB Leipzig holte den DFB-Pokal, Fürth und Bielefeld sind aus der Bundesliga abgestiegen. Doch seien wir mal ehrlich, es waren die Aufsteiger, die uns in diesem Jahr besonders begeistert haben.
Der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen kehrten ins Fußball-Oberhaus zurück, und der 1. FC Kaiserslautern stieg als Sieger der Relegation gegen Dynamo Dresden eine Etage tiefer in die 2. Liga auf. Die Bilder der feiernden Fans mag man im Detail kritisieren, schlugen viele doch deutlich über die Stränge (Pyro, Randale etc.), doch lieferten die Fans dieser Teams in der Masse die großen Fußballemotionen, die der FC Bayern und RB Leipzig eben nicht liefern konnten.
Was wäre es doch schön, wenn wir solch große Emotionen demnächst auch wieder einmal bei der nationalen Titelvergabe beobachten könnten. Mit dem Dauersieger aus München und dem Dosen-Klub aus Leipzig wird das aber wohl nicht gelingen. Es muss ein Wandel her. Das haben die Bilder der vergangenen rund zwei Wochen noch einmal eindrucksvoll gezeigt.
Jubelstimmung auf Schalke nach dem Wiederaufstieg. Foto(s): Michael Kamps
Es waren wahrlich begeisternde Bilder, die da am gestrigen Samstagabend in der Schalke Arena entstanden. Enthusiastische Fans im Stadion feierten ihre Mannschaft nach dem gelungenen Aufstieg. Der FC Schalke 04 schlug, nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand, den FC St. Pauli am Ende glücklich aber verdient mit 3:2 und sicherte sich damit einen Spieltag vor Saisonende 2021/22 die direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga.
Ein Jahr nach der wohl größten Schande in der Klubgeschichte, kehrte das Glück damit endgültig zurück nach Gelsenkirchen. Und das nicht nur an diesem rauschenden Fußballabend.
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